Welland (Landschaft)

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Kolbenberg von Westen her

Das Welland ist eine Landschaft im östlichen Baden-Württemberg. In der naturräumlichen Gliederung Deutschlands handelt es sich um die Teileinheit Nr. 102.04 des Schwäbischen Keuper-Lias-Lands im Südwestdeutschen Stufenland. Es gehört zum Naturraum Vorland der östlichen Schwäbischen Alb.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Welland ist eine rund 75 km² große Hügellandschaft im Ostalbkreis im Albvorland, die begrenzt ist von den Gewässerläufen von Kocher im Osten und Norden, Lein im Nordwesten sowie der oberen Rems, des Sauerbachs und der Aal im Süden. Seine Kontur bildet ein Polygon mit Ecken in den Orten Aalen im Südosten, Hüttlingen im Nordosten sowie Abtsgmünd im Norden, Heuchlingen im Westen und Mögglingen im Südwesten.

Das Welland grenzt im Osten an den nördlichen Vorsprung des Härtsfeldes zwischen Aalen und Lauchheim und dessen Vorland, im Norden an die Liashochflächen um Neuler, im Nordwesten an die Frickenhofer Höhe, im Westen hat es eine schmale Fortsetzung im Bergrücken zwischen Lein- und Remstal, im Süden stößt es an den Fuß der östlichen Schwäbischen Alb.

Entwässert wird das Welland nach Südosten zum Kocher in Aalen von der Aal und ihren Oberläufen Sauerbach und Rombach, nach Osten zum Kocher von Weiherwiesenbach, Weidenfeldbach, Auchtwiesenbach, Krummhaldenbach und Onatsbach, nach Norden zum Kocher von Bodenbach und Steinbach, nach Nordwesten zur Lein von Laubbach, Dewanger Haldenbach, Stapfenbach, Reichenbacher Laubbach und Küferbach, nach Süden zur Rems von Ammersbach und Alter Rems. Die nach Süden und Osten führenden Talläufe sind eher breit und flach, die nach Nordwesten zur Lein tiefer eingeschnitten und enger.

Der tiefste Punkt am Rande des Wellandes mit 367 m Höhe liegt an der Leinmündung in den Kocher bei Abtsgmünd, der allergrößte Teil der Gesamtfläche liegt unter 500 m, zwei der wenigen höheren Kuppen im Süden erreichen um die 550 m (Kolbenberg bei Aalen-Oberkolbenhof 552 m).

Im Welland stehen die Schichten des Unter- (Lias) und Mitteljura (Dogger) an, auf etwa der Hälfte der Fläche dem Süden zu ist es speziell der Opalinuston. Die hohen Kuppen des Südens erreichen den Eisensandstein. An den Talrändern zu Kocher und Lein im Norden und Nordwesten und besonders den zuführenden Taleinschnitten finden sich die Schichten des Mittelkeupers, im Landschaftsbild am Leintalhang auffällig ist der Knollenmergel, durch regellos schrägstehende Stämme in Streuobstwiesen und nach Rutschungen wiederholt geflickte Straßen.

Anteil am Welland haben die Stadt Aalen und die Gemeinden Hüttlingen, Abtsgmünd, Heuchlingen, Mögglingen und Essingen. Im Gebiet Aalens, das im Norden bei Abtsgmünd teilweise bis an den Kocher reicht, haben sich große Pendlerorte entwickelt (Hofherrnweiler, Unterrombach, Dewangen, Fachsenfeld). Ansonsten ist die Bevölkerungsdichte vor allem in den Zentren der begrenzenden Täler hoch, während zentrale Teile der Landschaft noch recht wenig besiedelte Landwirtschaftsflächen mit Streusiedlungshöfen und kleinen Weilern sind. Es dominiert deutlich die offene Flur, die selteneren Waldbereiche sind kleinflächig und zerstreut.

Das Welland wird vom Obergermanisch-Raetischen Limes durchquert, im westlichen Teil, wo er unter anderem zwischen Heuchlingen und Mögglingen stellenweise noch im Gelände erkennbar ist, verläuft er ungefähr von West nach Ost, danach weiter in Richtung Nordost auf Hüttlingen zu.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Topographische Karten 1:25.000 Blätter 7125 Mögglingen und 7126 Aalen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]