Wellingdorf

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54.32388888888910.173333333333Koordinaten: 54° 19′ 26″ N, 10° 10′ 24″ O

Wellingdorf
Stadt Kiel
Fläche: 3,77 km²
Einwohner: 7989 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 2.120 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1910
Postleitzahl: 24148
Vorwahl: 0431
Karte

Lage von Wellingdorf in Kiel

Wellingdorf ist ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel auf dem Ostufer der Kieler Förde und hat etwa 8.000 Einwohner.[1] Auf dem Seefischmarkt hat die Universität Kiel das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) angesiedelt. Außerdem haben die Coop e.G. und die Firma IBAK ihren Firmensitz in Wellingdorf.

Nachbar-Stadtteile[Bearbeiten]

Wellingdorf grenzt nördlich mit der Schwentine an Neumühlen-Dietrichsdorf und Oppendorf, westlich an Ellerbek sowie südlich an Elmschenhagen (mit Kroog). Außerdem grenzen die Nachbarstadt Schwentinental und die Gemeinde Schönkirchen an Wellingdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Wellingdorf wurde 1315 zum ersten Mal erwähnt. Sein Name könnte aus der Landschaft entstanden sein, da sein alter Name "Belendorp" (bel=ballig/wellig) sich auf die damalige hügelige Landschaft bezieht. Wellingdorf war ein reines Bauerndorf, dessen Häuser rechts und links der Schönberger Straße lagen. Diese verband alle Dörfer des Ostufers mit der Stadt Kiel und der Probstei. Um 1855 lebten in Wellingdorf 366 Einwohner, die sich ausschließlich von der Landwirtschaft ernährten.[2]

1991 wurde der Film Youth Wars - Beobachtungen in der deutschen Provinz überwiegend in Wellingdorf gedreht.

Schulen[Bearbeiten]

In Wellingdorf gibt es das Gymnasium Wellingdorf und die Theodor-Storm-Schule (Grund- und Gemeinschaftsschule).

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gab es eine gemischte (Mädchen/Knaben) Volksschule in der Wischhofstraße. Das Schulgebäude und die separate Turnhalle wurden Anfang der dreißiger Jahre erbaut. Vorher war diese Schule am Ufer der Schwentine (heutiges Geomar-Gelände). Das neue Schulgebäude und die Turnhalle wurden im Krieg durch Bomben komplett zerstört.

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Hrsg. Jürgen Jensen, Bd. 75; Kiel 1989
  • Breit, Günter: Das Kieler Ostufer, Bevölkerungsstrukturen und Existenzgrundlagen seit Beginn der Industrialisierung; Kieler Arbeitspapiere zur Landeskunde und Raumordnung, Hrsg. H. Achenbach et al., Bd. 37; Kiel 1998

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landeshauptstadt Kiel: Die Bevölkerung in den Kieler Stadtteilen 2010
  2. Zur Geschichte Wellingdorfs: http://www.gymnasium-wellingdorf.de/cont-enido/gymwe/front_content.php?client=2&lang=4&idcat=3&idart=252