Welterbe in Brasilien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zum Welterbe in Brasilien gehören (Stand 2017) 21 UNESCO-Welterbestätten, darunter 14 Stätten des Weltkulturerbes und 7 Stätten des Weltnaturerbes. Brasilien ist der Welterbekonvention 1977 beigetreten, die erste Welterbestätte wurde 1980 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2017 eingetragen.[1]

Welterbestätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Brasilien in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

Bild Datum K/N Name Beschreibung
OuroPreto.jpg 1980 K Altstadt von Ouro Preto
Sitio Historico de Olinda.jpg 1982 K Altstadt von Olinda
Ruinas de Sao Miguel das Missoes.jpg 1983/1984 K Die Jesuitenreduktionen der Guaraní: Ruinen von São Miguel das Missões Die Jesuitenreduktionen der Guaraní ist ein transnationales Welterbe Brasiliens und Argentiniens.
Bei den Welterbestätten handelt es sich um von den Jesuiten geschaffene Siedlungen für das Volk der Guaraní. Ziel dieser Siedlungen war vor allem die christliche Missionierung der Guarani.
Die Ruinen von São Miguel das Missões, in Brasilien, wurden bereits 1983 zum Welterbe erklärt und diese Welterbestätte dann 1984 um die argentinischen Stätten ergänzt.
Salvador-CCBY-5.jpg 1985 K Historisches Zentrum von Salvador da Bahia
Santuário do Bom Jesus de Matosinhos 035.JPG 1985 K Wallfahrtskirche Heiligtum des Guten Herrn Jesus in Congonhas Das Heiligtum Santuário do Bom Jesus de Matosinhos wurde in den Jahren 1758 bis 1772 auf dem Maranhão-Hügel, oberhalb der Stadt Congonhas in Minas Gerais, errichtet. Zum gesamten Baukomplex zählen die Kirche mit großer Freitreppe, ein hügelig ansteigender Vorplatz und sieben Kreuzweg-Kapellen. Die Fassade der Kirche ist im Stil des brasilianischen Barocks, die Ausstattung des Innenraums im Stil des Rokokos. Die Propheten-Skulpturen der Freitreppe schuf Antônio Francisco Lisboa, genannt Aleijadinho, in den Jahren 1800–1805 mit seinen Schülern.
Iguazu.jpg 1986 N Nationalpark Iguaçu
QG-EBII.jpg 1987 K Hauptstadt Brasília
Serra da Capivara - Several Paintings 3.jpg 1991 K Nationalpark Serra da Capivara mit Felszeichnungen Seit 1998 ist der Nationalpark Serra da Capivara und die Flächen permanenter Schutzgebiete auch unter Naturkriterien nominiert.
Centro Histórico de São Luís.JPG 1997 K Historischer Stadtkern von São Luís
Diamantina Ort.JPG 1999 K Historisches Zentrum von Diamantina
Vallée da Serra do Mar - Chaine de Montaignes prés de la Mer.jpg 1999 N Mata Atlântica der Costa do Descobrimento (Küste der Entdeckung)
Atlantic Forest.jpg 1999 N Südöstlicher Mata Atlântica
NEO lake jau big.jpg 2000 N Schutzgebiet Zentral-Amazonas mit Nationalpark Jaú
Pantanal, south-central South America 5170.jpg 2000 N Der geschützte Bereich des Feuchtgebietes Pantanal Das südamerikanische Pantanal (portugiesisch für Sumpf) ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde. In dieser Region leben unzählige Tiere und Pflanzen.
Goiás Velho - Casa do Doce.jpg 2001 K Historisches Zentrum von Goiás Velho
Veadeiros1 leofleck.jpg 2001 N Nationalparks Chapada dos Veadeiros und Emas
Fernando de Noronha - vista aera.jpg 2001 N Inselreservat Fernando de Noronha / Rocas-Atoll Beinhaltet die Nominierung von 1996: Biologisches Reservat des Rocas-Atoll (Rio Grande do Norte)
Flickr - Ministério da Cultura - Praça São Francisco - São Cristóvão (SE) (6).jpg 2010 K São Francisco-Platz von São Cristóvão
Corcovado statue01 2005-03-14.jpg 2012 K Rio de Janeiro: Carioca-Landschaft zwischen Bergen und Meer
IgrejaPampulha.jpg 2016 K Ensemble der Moderne in Pampulha
Cais do Valongo e da Imperatriz.jpg 2017 K Archäologische Stätte Valongo-Kai 1811 wurde im Zentrum von Rio de Janeiro mit dem Bau eines Steinkais begonnen, über den in der Folgezeit etwa 900.000 Afrikaner nach Südamerika gelangten.

Tentativliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit (2017) sind 23 Stätten in der Tentativliste von Brasilien eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2017.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

Bild Datum K/N Name Beschreibung
Rio-SaoBento2.jpg 1996 K Kirche und Kloster von São Bento, Río de Janeiro
MESP4.jpg 1996 K Kulturpalast, ehemaliger Sitz des Bildungs- und Gesundheitsministeriums, Río de Janeiro
Pico da Neblina.jpg 1996 N Pico da Neblina Nationalpark (Amazonas)
Serra da Bocaina.JPG 1996 N Serra da Bocaina Nationalpark (São Paulo - Río de Janeiro)
Taim - famille capivara.JPG 1996 N Naturschutzgebiet Estação Ecológica do Taim (Rio Grande do Sul)
Maio 2014 112.JPG 1996 N Naturschutzgebiet Estação Ecológica do Raso da Catarina (Bahia)
Peruaçú.JPG 1998 N Canyon des Rio Peruaçu (Minas Gerais)
Anavilhanas1.jpg 1998 N Naturschutzgebiet Anavilhanas
Rio moa.jpg 1998 N Sierra del Divisor Nationalpark
Serra da Canastra.jpg 1998 N Serra da Canastra Nationalpark
Eram os deuses astronaustas?.JPG 1998 K/N Staatliches Schutzgebiet Cavernas do Peruaçu
20030924PPedraFurada9.jpg 1998 K/N Nationalpark Serra da Capivara und die Flächen permanenter Schutzgebiete (Erweiterung)
Paraty.JPG 2004 K Route des Goldes in Paraty und der umliegenden Landschaft
Paranapiacaba's Clock Tower.jpg 2014 K Kulturlandschaft von Paranapiacaba: Stadt und Eisenbahnsystem in der Serra do Mar, (São Paulo)
Belém Ver-o-Peso 01.jpg 2014 K Ver-o-Peso
Teatro amazonas.jpg 2015 K Amazonia Theater Nominiert sind das Teatro Amazonas und das Teatro da Paz
Forte Brum.jpg 2015 K Brasilianisches Festungsensemble Nominiert sind das São Antônio de Ratones Fort, Santa Cruz de Anhatomirim Fort, Santo Amaro da Barra Grande Festung, São João Fort, Santa Cruz da Barra Festung, São João Festung, Nossa Senhora de Monte Serrat Fort, Santo Antônio da Barra Fort, Santa Maria Fort, São Diogo Fort, Forte São Marcelo, São Tiago das Cinco Pontas Fort, São João Batista do Brum Fort, Santa Cruz de Itamaracá Fort, Santa Catarina Fort, Reis Magos Fort, São José Fortress, Príncipe da Beira Fort und das Coimbra Fort
Cedro e galinha choca quixada ce.JPG 2015 K Açude do Cedro am Quixadá Monolith
Fazenda Colorada.jpg
2015 K Geoglyphen von Acre
2015 K Itacoatiaras des Ingá Flusses
Sítio Roberto Burle Marx 27.jpg 2015 K Haus von Roberto Burle Marx
Lencois Maranhenses 2.jpg 2017 N Nationalpark Lençóis Maranhenses ref 6261

Ehemalige Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[3]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM, Google

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Franziskanerklöster im Nord-Osten von Brasilien
Franziskanerklöster im Nord-Osten von Brasilien 1996–2011 K 34 umfasste João Pessoa (Paraíba, bereits 1982 vorgeschlagen), Olinda (Pernambuco), São Cristóvão (Alagoas), Marechal Deodoro und Penedo (Sergipe), Salvador (Bahia), São Francisco do Conde und Cairu (Bahia)

2008 vertagt, Olinda, São Cristóvão und Salvador (Bahia) gehören bereits zum Welterbe

Schutzgebiet Alto-Ribiera-Tal
Schutzgebiet Alto-Ribiera-Tal 1999–2005 K

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: UNESCO-Welterbestätten in Brasilien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Brasilien auf der Website des World Heritage Centre (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brasilien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).
  2. Tentativliste von Brasilien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Brazil. In: World Heritage Site. Abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).