Welterbe in Kolumbien

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Zum Welterbe in Kolumbien gehören (Stand 2017) acht UNESCO-Welterbestätten, darunter sechs Stätten des Weltkulturerbes und zwei Stätten des Weltnaturerbes. Kolumbien ist der Welterbekonvention 1983 beigetreten, die erste Welterbestätte wurde 1984 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2014eingetragen.[1]

Welterbestätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Kolumbien in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM, Google oder Bing

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Hafen, Befestigungen und Baudenkmäler der Kolonialzeit in Cartagena
Hafen, Befestigungen und Baudenkmäler der Kolonialzeit in Cartagena
(Lage)
1984 K 285
Nationalpark Los Katíos
Nationalpark Los Katíos
(Lage)
1994 N 711 Der Nationalpark stand von 2009 bis 2015 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.
Historisches Zentrum von Santa Cruz de Mompox
Historisches Zentrum von Santa Cruz de Mompox
(Lage)
1995 K 742
Archäologischer Park Tierradentro
Archäologischer Park Tierradentro 1995 K 743
Archäologischer Park San Agustín
Archäologischer Park San Agustín 1995 K 744 Archäologische Stätte der San-Agustín-Kultur in der Nähe der Stadt San Agustín
Naturreservat Malpelo
Naturreservat Malpelo
(Lage)
2006 N 1216 Insel im östlichen Pazifik etwa 250 km for der Küste Kolumbiens
Kaffee-Kulturlandschaft Kolumbiens
Kaffee-Kulturlandschaft Kolumbiens 2011 K 1121 Kaffeeanbaugebiete in den westlichen und zentralen Kordilleren
Qhapaq Ñan, Anden-Straßensystem
Qhapaq Ñan, Anden-Straßensystem 2014 K Die Anden-Hauptstraße Qhapaq Ñan war Teil des Inka-Straßensystems in Südamerika. Sie war die Hauptverbindung in Nord-Süd-Richtung und erstreckte sich über mehr als 6000 Kilometer.

(grenzübergreifend mit Ecuador, Chile, Peru, Bolivien und Argentinien, umfasst in Kolumbien 9 Einzelstätten)

Tentativliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit (2017) sind 18 Stätten in der Tentativliste von Kolumbien eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2013.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

Bild Name Datum K/N Beschreibung
Lost City Ruins.jpg Buritaca 2000 - Ciudad Perdida - Sierra Nevada de Santa Marta 1993 K
Anocheser san jorge.jpg Präkolumbianisches hydraulisches System des Río San Jorge 1993 K
Chiribiquete view.jpg Parque Nacional Natural Chiribiquete 1993 N Seit 2012 doppelt unter K/N nominiert.
Isla Providencia Colombia by Luis Barreto.png Marine Schutzflächen von Seaflower 2007 N
Canal del Dique 2012 K
Pescadero Cañon Chicamocha.JPG Kulturlandschaft des Unteren Chicamocha Tals 2012 K/N
EconómicasUnal.jpg Universitätsstadt von Bogotá 2012 K
Altar catedral de sal.JPG Kulturlandschaft der Salzstädte 2012 K
Sierra nevada.JPG Nationalparks der Sierra Nevada de Santa Marta und Tayrona und ihre archäologischen Stätten 2012 K/N
Desierto De La Tatacoa.jpg Tatacoa-Wüste 2012 K/N
Capilla Páes San Andrés de Pisimbalá.JPG Tempel der Katholischen Doktrin 2012 K San Miguel de Avirama, San Antonio de Chinas, San Andrés de Pisimbalá, Santa Rosa de Lima o Capisisco, Santa Rosa de Suin, San Pedro Apóstol de Togoima und San Roque de Yaquivá
Biblio Barco.JPG Virgilio Barco Bibliothek 2012 K
Banana plantation.jpg Infrakstruktur der United Fruit Company 2012 K
Villa de Leyva el infiernito.jpg Der Süden der Ricaurte Provinz 2012 K/N Beinhaltet die ehemalige Nominierung Kulturlandschaft von Villa de Leyva
Puente de Occidente-top.jpg Puente de Occidente 2012 K
Puente en zona de palafitos en Nueva Venecia-Sitionuevo-Magdalena-Colombia.jpg Kulturlandschaft der Volksarchitektur der Stelzenbauten von Ciénaga Grande de Santa Marta und Medio Atrato 2013 K

Ehemalige Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[3]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM, Google oder Bing

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Parque Nacional Natural El Tuparro
Parque Nacional Natural El Tuparro
(Lage)
1988–1996 N
Parque Nacional Natural Utría
Parque Nacional Natural Utría
(Lage)
1988–1996 N
Historisches Zentrum von Popayán
Historisches Zentrum von Popayán 1989–1989 K
Historisches Zentrum von Santa Fe de Bogota
Historisches Zentrum von Santa Fe de Bogota 1999–2003 K nur noch die Universitätsstadt von Bogotá steht seit 2012 auf der Tentativliste
Inseln Gorgona und Malpelo, Nationale Küsten- und Ozean Marineparks an der tropischen Pazifikküste von Kolumbien
Inseln Gorgona und Malpelo, Nationale Küsten- und Ozean Marineparks an der tropischen Pazifikküste von Kolumbien 2005–2006 N Nur Malpelo wurde 2006 in das Welterbe aufgenommen, Gorgona (Kolumbien) nicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: UNESCO-Welterbestätten in Kolumbien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Kolumbien auf der Website des World Heritage Centre (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kolumbien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).
  2. Tentativliste von Kolumbien. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Colombia. In: World Heritage Site. Abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).