Welterbe in der Ukraine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Welterbestätten in der UkraineUkraine Ukraine.
gelb = Weltkulturerbe, grün = Weltnaturerbe

Zum Welterbe in der Ukraine gehören (Stand 2017) sieben UNESCO-Welterbestätten, darunter sechs Stätten des Weltkulturerbes und eine Stätte des Weltnaturerbes. Die Ukraine hat die Welterbekonvention 1988 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 1990 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2013 eingetragen, 2017 erfolgte eine Erweiterung einer bestehenden Welterbestätte.[1]

Welterbestätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in der Ukraine in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten der Welterbestätten: OSM, Google

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Sophienkathedrale und Höhlenkloster Lawra Petschersk in Kiew
Sophienkathedrale und Höhlenkloster Lawra Petschersk in Kiew 1990 K 527 Das Welterbe umfasst die Stätten Erlöserkirche von Berestowo (Lage), die Sophienkathedrale (Lage) und das Höhlenkloster Lawra Petschersk (Lage) in Kiew.
Historisches Zentrum von Lwiw (Lemberg)
(Lage)
1998 K 865
Struve-Bogen 2005 K 1187 Umfasst 34 besonders markierte geodätische Messpunkte entlang des Struve-Bogens in Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Moldawien, Norwegen, Russland, Schweden, der Ukraine und Weißrussland. In der Ukraine: Kateryniwka (Lage), Felschtyn (Lage), Baraniwka (Lage) und Stara Nekrassiwka (Lage).
Buchenurwälder und Alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas
Buchenurwälder und Alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas 2007 N 1133 Transnationales Welterbe mit Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Spanien. 6 Schutzgebiete sind in der Ukraine: Tschornohora (Lage), Kusij-Trybushany (Lage), Munții Maramureșului (Lage), Uholka-Schyrokyj Luh (Lage), Swydiwez (Lage) und Stuschyzja-Uschok (Lage). 2017 erweitert um 5 Schutzgebiete: Roztochya (Lage), Gorgany (Lage), Satanivska Dacha im Podilski Tovtry (Lage), Synevyr (Lage) und Zacharovanyi Krai (Lage)
Residenz der orthodoxen Metropoliten der Bukowina und Dalmatiens
(Lage)
2011 K 1330 Das von Josef Hlávka entworfene Gebäudeensemble ist heute Sitz der Nationalen Universität von Czernowitz.
Antike Stadt in der taurischen Chersones und ihre Chora
(Lage)
2013 K 1411 Sechs Ausgrabungsstätten in und um die antike Stadt Chersones
Holzkirchen in den Karpaten in Polen und der Ukraine 2013 K 1424 Transnationales Welterbe mit Polen. Acht Holzkirchen des 16. bis 19. Jahrhunderts in der Ukraine: Potelytsch (Lage), Matkiw (Lage), Schowkwa (Lage), Drohobytsch (Lage), Rohatyn (Lage), Nyschnij Werbisch (Lage), Jassinja (Lage) und Uschok (Lage).

Tentativliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand 2017 sind 16 Stätten in der Tentativliste der Ukraine eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2017.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

Bild Datum K/N Name Beschreibung
Чернігів.Собор Бориса й Гліба.JPG 1989 K Historisches Zentrum von Tschernihiw, 9.-13. Jahrhundert
Тарасова світлиця.jpg 1989 K/N Taras-Schewtschenko-Grabmal und nationale Gedenkstätte
Przewalski's Horse Askania Nova.jpg 1989 N Nationale Steppe Biosphären Reservat "Askanija-Nowa"
Kamianets-Podilskyi-2007.jpg 1989 K Kulturelle Landschaft der Schlucht von Kamjanez-Podilskyj
Sofievka23.JPG 2000 K/N Baumgarten Sofijiwka-Park
Hansaray1.jpg 2003 K Krimner Khanpalast von Bachtschyssaraj
Kamenna2.jpg 2006 K Archäologische Stätte "Steingrab" 7. Jahrhundert vor Chr.
Genoese fortress in Sudak.jpg 2007 K Komplex der Genueser Festung Sudak mit seinen Monumenten des 6-16. Jahrhunderts
Обсерватория Ник.jpg 2008 K Astronomische Observatorien der Ukraine Beinhaltet Observatorien in Mykolajiw, Kiew, Odessa und auf der Krim, Sternwarte Nikolajew wurde bereits 2007 eigenständig nominiert und steht noch auf der Tentativliste.
Одеський оперний театр.jpg 2009 K Historisches Zentrum der Hafenstadt Odessa
Andreevskaja cerkov.jpg 2009 K St.-Andreas-Kirche und Kirche des heiligen Kyrill (Erweiterung) 12. Jahrhundert bis 1754
THEODOSIA 01.jpg 2010 K Handelshäfen und Festungen entlang der genueser Handelsstraßen. Vom Mittelmeer zum Schwarzen Meer Es handelt sich um eine geplante transnationale Nominierung von Häfen im ehemaligen genuesischen Hoheitsgebiet
Vanalinna katused Bahtšisarais.jpg 2012 K Das historische Umfeld der Hauptstadt des Khanats der Krim Bachtschyssaraj Erweiterung der Nominierung des Khanpalastes.
Eski-Kermen 3.JPG 2012 K Kulturlandschaft der „Höhlenstädte“ der Krimgoten Mangup-Kale und Eski-Kermen
Kharkov Freedom Square.jpg 2017 K Derzhprom (Bau der staatlichen Industrie) Größtes Beispiel für Konstruktivismus

Ehemalige Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[3]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM, Google

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Nationalpark Swjati Hory
Nationalpark Swjati Hory
(Lage)
2001–2001 N 1047
Polesische Sümpfe und das Slowetschno-Owrutsch-Gebirge
Polesische Sümpfe und das Slowetschno-Owrutsch-Gebirge 2001–2001 N 1048 Sumpfgebiet in Polesien mit dem Slowetschno-Owrutsch-Gebirge
Kaniwer Bergland
Kaniwer Bergland
(Lage)
2001–2001 N 1049 Bergland in der Nähe der Stadt Kaniw
Kara Dag
Kara Dag
(Lage)
2001–2001 N 1050 Felsmassiv auf der Krim

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Welterbestätten in Ukraine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Ukraine auf der Website des World Heritage Centre (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ukraine. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 23. Juli 2017 (englisch).
  2. Tentativliste der Ukraine. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 23. Juli 2017 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Ukraine. In: World Heritage Site. Abgerufen am 23. Juli 2017 (englisch).