Welternährungstag

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Der Welternährungstag (auch Welthungertag) findet jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit noch Millionen Menschen an Hunger leiden. Am gleichen Tag auch der Welttag des Brotes statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Welternährungstag wurde 1979 eingeführt. Seither findet er jedes Jahr in verschiedenen Ländern statt. Neben offiziellen Kongressen an diesem Tag, die sich mit den Themen Welthunger und Ernährungssicherung auseinandersetzen, nutzen oft auch Nichtregierungsorganisationen (Non-Governmental Organizations, NGOs) den Tag, um auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam zu machen.

Das Datum wurde ausgewählt, weil am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, als Sonderorganisation der UNO gegründet wurde.

Welttag des Brotes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der Bedeutung des Brotes für die Bekämpfung des Hungers findet am Welternährungstag auch der Welttag des Brotes statt.[1][2][3] Dieser wurde im Jahr 2006 von der International Union of Bakers und Confectioners UIBC mit Sitz in Madrid aufgerufen. Hintergrund ist, dass besagte Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) das Motto „Fiat panis“ (lateinisch für: „Es werde Brot“) im Logo trägt. Mit dem internationalen Aktionstag soll die Bedeutung des Brotes für die globale Ernährung in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt werden. Deutschland ist hierbei das Land mit der größten Brotvielfalt weltweit. Im Jahr 2014 wurde die Deutsche Brotkultur von der Deutschen UNESCO-Kommission in die Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen.[4]

Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Welthunger ein Jahrzehnt lang stetig gesunken war, stieg die Zahl der unterernährten Menschen von 777 Millionen (2015) auf 815 Millionen (2016). Damit sind 11 Prozent der Weltbevölkerung betroffen.[5] 2017 litten nach Angaben der FAO 821 Millionen Menschen an Hunger.[5]

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004 umfasste das Motto die Bedeutung der Artenvielfalt im Hinblick auf die Sicherstellung der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittelquellen
  • 2007 lautete das Thema Das Recht auf Nahrung – ist keine Utopie
  • 2008 stand unter dem Motto Sicherung der Welternährung: Die Herausforderungen von Klimawandel und Bioenergie
  • 2015 stand der Tag unter dem Motto Social protection and agriculture – breaking the cycle of rural poverty (Sozialer Schutz und Landwirtschaft – den Kreislauf von bäuerlicher Armut durchbrechen), die Leitveranstaltung sollte auf der Expo 2015 in Mailand stattfinden;[6] darüber hinaus wurde von der FAO eine Welternährungswoche ausgerufen;[7] bereits 2009 hatte sie unter anderem vor einem „Jahrhundert des Hungers“ gewarnt.[8]
  • 2017: Change the future of migration: Invest in food security and rural development
  • 2018: Our Actions are our Future – A #ZeroHunger world by 2030 is possible. (Unsere Taten sind unsere Zukunft – eine Welt ohne Hunger im Jahr 2030 ist möglich). Das Motto bezieht sich auf die Agenda 2030.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Welternährungstag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Brotinstitut e.V: Deutsches Brotinstitut e.V. Abgerufen am 25. Oktober 2019.
  2. Peter Wagner: Weltteuerstes Back-Buch für 525 Euro: Fettes Brot. In: Spiegel Online. 16. Oktober 2019 (spiegel.de [abgerufen am 25. Oktober 2019]).
  3. AnydayGuide: World Bread Day / October 16, 2019. Abgerufen am 25. Oktober 2019 (britisches Englisch).
  4. Deutsche Brotkultur. DUK. Abgerufen am 12. November 2019.
  5. a b SOFI 2018 – The State of Food Security and Nutrition in the World, FAO
  6. fao.org: World Food Day 2015
  7. fao.org: World Food Week 2015
  8. Hamburger Abendblatt, 20. Juni 2009: "Es droht ein Jahrhundert des Hungers"