Wendelsheim

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Wendelsheim in Rheinland-Pfalz. Für den gleichnamigen Stadtteil von Rottenburg am Neckar, siehe Wendelsheim (Rottenburg).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wendelsheim
Wendelsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wendelsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 8° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Wöllstein
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 12,56 km2
Einwohner: 1393 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55234
Vorwahl: 06734
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 070
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 10
55597 Wöllstein
Webpräsenz: www.woellstein.de
Ortsbürgermeister: Hans-Ludwig Kilian (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Wendelsheim im Landkreis Alzey-Worms
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Über dieses Bild

Wendelsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wöllstein an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weinbaugemeinde Wendelsheim liegt im größten Weinbau treibenden Landkreis Deutschlands und mitten im Weinanbaugebiet Rheinhessen. Durch Wendelsheim fließen der Wiesbach und der Finkenbach (Wiesbach).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wurde Wendelsheim (Wenilsheim) erstmals 766 im Lorscher Codex (andere Quellen berufen sich auf eine Schenkungsurkunde für das Kloster Fulda von 841). Keltische Funde belegen aber schon Siedlungen in vorgeschichtlicher Zeit. Wie bei allen Orten in der Region mit der Endung "-heim" dürfte es sich um eine fränkische Siedlung handeln.

Wendelsheim gehörte wohl zu den ältesten Besitzungen der Wildgrafen. Es wird vermutet, dass es zu dem Amtsgut gehörte, mit dem die Emichonen als Untergrafen der Salier ausgestattet worden waren[2]. Seit 1370 bestanden nachweislich grundherrliche Rechte des Pfalzgrafen Ruprecht I. an Wendelsheim. Um 1380 wurde der Ort an Pfalzgraf Ruprecht den Jungen und von 1438 bis 1452 an Pfalzgraf Ludwig IV verpfändet.

1398 und 1409 ist Wendelsheim ein pfalzgräfliches Lehen des Rheingrafen Johann von Dhaun zu Rheingrafenstein. Mittelalterliche Quellen bezeichnen den Grafen von Dhaun als obersten Vogt und rechtmäßigen Gerichtsherren des Dorfes und der Gemarkung Wendelsheim.

Von 1475 bis zur französischen Revolution steht Wendelsheim unter der Herrschaft der Grafen von Salm (siehe Rheingrafen).

In der Folge des Wiener Kongresses kam Wendelsheim 1816 zum Großherzogtum Hessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort schließlich dem Land Rheinland-Pfalz zugeteilt.

Kirchengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die „Wörrstädter Union“ im Jahr 1822 wurden alle rheinhessischen Gemeinden unierten Bekenntnisses, d.h. die vorher selbständig nebeneinander existierenden protestantischen Kirchen (die lutherische und die reformierte), zur „evangelischen Kirche“ zusammengeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wendelsheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 6 4 6 16 Sitze
2004 6 5 5 16 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jakob Schwind (bis 2004)
  • Hans-Ludwig Kilian (2004 - heute)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Durch eine eingebogene rote Spitze geteilt von Gold und Silber; rechts ein silbergekrönter roter Löwe, links in silbernem Feld ein blauer Balken und in der Spitze zwei rechts- und linkshin gewendete Fische, bewinkelt von vier goldenen Tatzenkreuzen.“

Erklärung: Im Wendelsheimer Wappen finden sich drei Bezüge: einmal der Löwe der Wild- und Rheingrafen, die beiden Salme (Fische) der Grafen zu Salm und auf blauem Grund der silberne Balken der Herren von Vinstingen (heute Fénétrange).

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendelsheim unterhält freundschaftliche Beziehungen mit der französischen Gemeinde Messein im Département de Meurthe-et-Moselle sowie zu Wendelsheim (Rottenburg).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheingräfliches Schloss
Neugotisches Weinbergshäuschen

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wendelsheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochtechnologiepark Mikroforum ist ein großer Arbeitgeber. Der Weinbau spielt für die gesamte Region eine wichtige Rolle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wendelsheim geboren wurde:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irsigler, Franz / 1941-:Rheingraf Carl Magnus von Grehweiler - ein hochadliger Verschwender des 18. Jahrhunderts,In: Gläubiger, Schuldner, Arme / hrsg. von Curt Wolfgang Hergenröder. - 1. Aufl. - Wiesbaden, 2010. - ISBN 978-3-531-17190-6. - S. 71–81. - ISBN 978-3-531-17190-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wendelsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. *Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
  3. Zur Geschichte der evangelischen St.-Martin-Kirche von Wendelsheim
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen