Wendelstein (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Wendelstein
Wendelstein (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Wendelstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 11° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 50,92 km2
Einwohner: 15.699 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90530
Vorwahl: 09129
Kfz-Kennzeichen: RH, HIP
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 151
Marktgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schwabacher Straße 6
90530 Wendelstein
Webpräsenz: www.wendelstein.de
Bürgermeister: Werner Langhans (CSU)
Lage des Marktes Wendelstein im Landkreis Roth
Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Fürth Schwabach Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Soos Abenberger Wald Dechenwald Heidenberg Forst Kleinschwarzenlohe Büchenbach Georgensgmünd Kammerstein Schwanstetten Rednitzhembach Rohr (Mittelfranken) Rohr (Mittelfranken) Roth Thalmässing Wendelstein (Mittelfranken) Spalt Röttenbach (Landkreis Roth) Hilpoltstein Heideck Greding Allersberg Abenberg Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Ortszentrum mit Wendenbrunnen
Altes Rathaus
Ostansicht mit der Kirche St. Georg

Wendelstein ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Roth.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendelstein liegt im Schwarzachtal und grenzt nördlich an das Gebiet der Stadt Nürnberg, östlich an Feucht, Schwarzenbruck und Pyrbaum, südlich an Allersberg, Schwanstetten sowie westlich an Rednitzhembach und Schwabach. Zum Gemeindegebiet gehört eine ein Quadratkilometer große, unbewohnte Exklave im Lorenzer Reichswald nördlich des ehemaligen MUNA-Geländes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendelstein hat 13 Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Bereits zur späten Bronzezeit um 1300 v. Chr. wurde das Gebiet entlang der Schwarzach besiedelt, wie Gräberfunde belegen. Der Ortsname wurde erstmals 1259 urkundlich erwähnt. Abgeleitet wurde der Name von dem sich um einen Stein windenden Fluss. Nach einer Legende sei der Name jedoch von den Wenden, einem slawischen Volksstamm, abgeleitet. Die an der Schwarzach liegenden Ortsteile Wendelsteins waren von 1505 bis 1806 Grenzorte zwischen den Landgebieten der Reichsstadt Nürnberg und dem Fürstentum Ansbach.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personenverkehr auf der ehemaligen Bahnstrecke Feucht–Wendelstein wurde bereits 1955 stillgelegt. Mit der Einstellung des Güterverkehrs 1960 wurden die Gleise abgebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbstverwaltete Gemeinde Raubersried eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kamen im Zuge der Gebietsreform in Bayern Röthenbach, Großschwarzenlohe, Kleinschwarzenlohe und alle anderen Ortsteile hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 63,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,68 %
37,47 %
8,45 %
8,39 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
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 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,88 %p
-5,43 %p
-3,75 %p
+8,39 %p

Der Marktgemeinderat besteht aus 24 Mitgliedern. Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 errangen die CSU elf, die SPD neun, die FW zwei und die Grünen zwei Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2008 ist Werner Langhans der Bürgermeister.[5]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt drei ausgewiesene Industriegebiete in den Ortsteilen Wendelstein und Röthenbach bei Sankt Wolfgang. Zum Gemeindegebiet gehört auch ein Teil des Gewerbeparks Nürnberg-Feucht (die anderen Teile gehören zur Stadt Nürnberg und zum Markt Feucht) und ein kleinerer Teil der Autobahnraststätte Nürnberg/Feucht (der größere Teil gehört zur Gemeinde Schwarzenbruck). Nicht zum Gemeindegebiet gehört der Forst Kleinschwarzenlohe, der gemeindefreies Gebiet ist.

Autoverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht Anschluss an die Bundesautobahn 73 über die Anschlussstelle Wendelstein, zu den Autobahnen 6, 9 und 3 sind Anschlussstellen in wenigen Kilometern Entfernung vorhanden.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wendelstein selbst gibt es keinen Bahnhof, jedoch verläuft durch das östliche Gemeindegebiet die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt. Im benachbarten Ort Feucht gibt es zwei S-Bahn-Haltepunkte der Linien S2 und S3 auf dem östlichen Linienast. Im weiter entfernten, westlich von Wendelstein gelegenen, Schwabach gibt es ebenso einen S-Bahn Haltepunkt der Linie S2 auf dem westlichen Linienast.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Nürnberg ist zirka 15 Kilometer Luftlinie von der Gemeinde entfernt, über die Autobahn ist der Flughafen in zirka 30 Minuten mit dem Auto zu erreichen.

Bildung, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindebibliothek
  • Metalldrücker- und Drechslermuseum

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • neun Kindergärten und zahlreiche Horte in den Ortsteilen
  • vier Grundschulen in den Ortsteilen Röthenbach, Wendelstein, Groß-, und Kleinschwarzenlohe
  • Mittelschule und M-Zweig der Hauptschule
  • Gymnasium, (im Schuljahr 2017/18 erster Abiturjahrgang)[6]
  • Waldorfschule
  • Volkshochschule
  • mehrere private Gesangs- und Musikschulen
  • eine Reitschule und zwei Gestüte

Bauwerke, Denkmäler und Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 findet jährlich Ende April das überregional bekannte New-Orleans-Music-Festival statt, seit dem Jahr 2013 unter dem Namen Jazz & Blues Open Wendelstein.[8]

Am letzten Juni-Wochenende wird die Wendelsteiner Kirchweih gefeiert, die sich durch den ganzen Altort und einen Teil der Röthenbacher Straße erstreckt. Anfang September folgt das Backofenfest, das seit 1987 der Heimatverein organisiert. In der Adventszeit gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt im Altort. Weitere Veranstaltungen finden regelmäßig im Casa de la Trova und in der Jegelscheune statt.[9][10]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen langjährige Städtepartnerschaften mit Saint-Junien, Frankreich und Żukowo, Polen.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Jegel (1826–1890), Bürgermeister von 1870 bis 1890, Reichstags- und Landtagsabgeordneter, Steinbruchbesitzer

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Cochläus (* 10. Januar 1479 in Raubersried; † 11. Januar 1552 in Breslau), Humanist und Theologe
  • Christoph Hieronymus Voit von Wendelstein († 18. August 1718 in St. Jobst), Jurist in Nürnberg[12][13]
  • Adam Scharrer (* 13. Juli 1889 in Kleinschwarzenlohe; † 2. März 1948 in Schwerin), Schriftsteller

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Wendelstein. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 159–161 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Gottfried Stieber: Wendelstein. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 933–936 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wendelstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1497&attr=590&modus=automat&tempus=20110504/113342&hodie=20111006/213026
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 568.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 733.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  6. Informationen des LRA Roth; im Schuljahr 2017/18 erster Abiturjahrgang in Wendelstein
  7. Kleinod erstrahlt im neuen alten Glanz. In: Schwabacher Tagblatt Nr. 96. 26. April 2001, abgerufen am 26. Oktober 2009.
  8. Jazzfestival
  9. Casa de la Trova
  10. Jegelscheune
  11. Städtepartnerschaften Wendelstein, abgerufen am 12. Januar 2015
  12. Voit v. Wendelstein, Porträt
  13. Chr. H. Voit von WendelsteinS 126