Wendisch Priborn

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Koordinaten: 53° 20′ 20″ N, 12° 16′ 12″ O

Wendisch Priborn
Gemeinde Ganzlin
Höhe: 93 m ü. NHN
Fläche: 26,76 km²
Einwohner: 443 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 25. Mai 2014
Postleitzahl: 19395
Vorwahl: 038737
Wendisch Priborn (Mecklenburg-Vorpommern)
Wendisch Priborn

Lage von Wendisch Priborn in Mecklenburg-Vorpommern

Wendisch Priborn ist ein Ortsteil der Gemeinde Ganzlin im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundling Wendisch Priborn liegt etwa 4 km nördlich von Meyenburg und etwa 12 km südlich von Plau am See. Im Süden grenzt der Ort an das Land Brandenburg. Auf der südlichen Grenze befindet sich die Quelle der Dosse. Mehrere Anhöhen im Ortsgebiet erreichen über 100 m ü. NHN. Der höchste Punkt (105,3 m ü. NHN) liegt im Nordosten. Es überwiegen landwirtschaftlich genutzte Flächen. Nur wenige Flächen sind bewaldet.

Wendisch Priborn liegt östlich der Bundesstraße 103. Die Bundesautobahn 19 (15 km) ist über die Anschlussstelle Röbel/Müritz erreichbar, die Bundesautobahn 24 (10 km) über die Anschlussstelle Meyenburg.

Der Ort liegt an der zurzeit nur sporadisch im Ausflugsverkehr befahrenen Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg. Der nächste Bahnhof mit regelmäßigem Personenverkehr ist Meyenburg als Ausgangspunkt der Bahnstrecke Meyenburg–Neustadt (Dosse).

Auf der Gemarkung von Wendisch Priborn befinden sich Liebhof und das ehemalige Gut Tönchow.[1]

Wie von jeher lebt das Dorf von der Landwirtschaft. Zur Zeit der sog. Wende waren etwa 220 Dorfeinwohner in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft beschäftigt. Heute gibt es zwei große Betriebe zur Milchproduktion und zur Schweineproduktion.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendisch Priborn entstand als Bauerndorf im Lehnswesen. Bei Streitigkeiten zwischen den Großherren wurde es im Jahr 1502 als Priborn erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Tönchow wurde bereits im Jahr 1289 urkundlich erwähnt. Eine Gründungsurkunde von Wendisch Priborn existiert nicht. Nach einer Urkunde der Meyenburger Rohr aus dem Jahr 1516 hieß das Dorf Großen Priborn.[2]

Zum 25. Mai 2014 bildete Wendisch Priborn mit Ganzlin und Buchberg (Mecklenburg) die neue Gemeinde Ganzlin.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in Wendisch-Priborn geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Reckling (* 16. November 1843 Wendisch-Priborn, † 30. Dezember 1922 Dobbertin), Großherzoglicher Musikdirektor in Schwerin, seine komponierten Märsche werden heute noch von der Bundeswehr gespielt.

in Wendisch-Priborn gewirkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Prof. Ewald Schuldt (1914–1987), Direktor des Museums für Ur- und Frühgeschichte in Schwerin, arbeitete vor 1935 als Gärtner in Wendisch-Priborn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerkkirche in Wendisch Priborn
  • Fachwerkkirche mit Holzturm und Zwiebelkuppel (1691), bis auf den Turm saniert
  • Gutspark Tönchow

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wendisch Priborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geodatenviewer des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise)
  2. a b Klaus Fengler, Manfred Manzau: Wendisch Priborn damals & heute 1502–2011 (Faltblatt)
  3. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Gebietsänderungen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)