Wendrsonn

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Wendrsonn
Wendrsonn live beim blacksheep Festival 2016
Wendrsonn live beim blacksheep Festival 2016
Allgemeine Informationen
Genre(s) Folk-Rock, Mundartrock
Gründung 2005
Website www.wendrsonn.de
Aktuelle Besetzung
Gesang, Akkordeon, Gitarre, Keyboard, Ukulele, Maultrommel, Bluesharp
Markus Stricker
Gesang, Piano, Flöten, Waschbrett, Glockenspiel
Biggi Binder
Gitarren, Banjo, Irish Bouzouki
Michael Schad
Geige, E-Geige, Mandoline, Gitarre, Keyboard, Bratsche
Klaus Marquardt (seit 2010)
Bass, Kontrabass, Gesang
Ove Bosch (seit 2009)
Schlagzeug, Percussion
Heiko Peter (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug, Percussion
Ingo Schmidinger (2005–2006)
Schlagzeug, Percussion
Svend Renkenberger (2007)
Schlagzeug, Percussion
Horst Künzel (2007–2011)
Geige
Daniela Elisabeth Müller (2005–2010)
Bass, Gesang
Ulrich Doderer (2005–2009)

Wendrsonn (Wintersonne) ist eine schwäbische Folk-Rock-Band aus dem Rems-Murr-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde Wendrsonn 2005 von Markus Friedemann Stricker aus Sulzbach an der Murr und Michael Schad aus Backnang. Beide waren gute Freunde von Wolle Kriwanek, der als Sänger von Blues und Rockmusik mit schwäbischen Texten bekannt wurde und Markus Stricker nur eine Woche vor seinem Tod dazu inspirierte, ebenfalls Lieder mit schwäbischen Texten zu schreiben.

Ihren ersten Auftritt absolvierten Wendrsonn im Februar 2005 bei einem Benefiz-Festival für die Opfer der Tsunami Katastrophe. Kurz nach diesem Konzert stieg Biggi Binder als Sängerin bei Wendrsonn ein.

2008 spielten Wendrsonn als Newcomer bei Rock for Nature im Vorprogramm von Joe Cocker und Roger Hodgson.

2009 verließ Bassist Uli Doderer aus privaten Gründen die Band und wurde durch Ove Bosch ersetzt, der u.a. mit Paul Gilbert, T. M. Stevens, John Lawton, Chuck Rainey und Phil X von Bon Jovi auf der Bühne stand.

Im Jahre 2010 stieg Geiger Klaus Marquardt bei Wendrsonn ein und prägt durch sein virtuoses Spiel nachhaltig den Sound der Band. Marquardt spielte u.a. mit Die Fantastischen Vier, Jon Lord von Deep Purple, Ray Wilson von Genesis, der Woodstock-Legende Miller Anderson, Joy Denalane und Pur.

Schlagzeuger Heiko Peter stieg 2011 bei Wendrsonn ein, nachdem sich seine Band Submarien, mit der er 2006 den Deutschen Rock & Pop Preis gewann, aufgelöst hatte.

Wendrsonn engagieren sich aktiv für die Pflege und den Erhalt des Schwäbischen Dialekts. An mehreren Schulen beteiligten sie sich an Mundart-Projekten und traten u.a. mit Grundschülern gemeinsam auf. Gemeinsam mit der Talschule Backnang gewannen Wendrsonn 2008 den Schülerpreis Baden-Württemberg der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg mit dem Projekt „Songs von dahoim“.

Seit 2006 sind Wendrsonn Schirmherren des Kinder- und Jugendhospizdienst Pusteblume der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e.V.

Seit 2014 sind Wendrsonn beim Label Brother Records der Brüder Vilko und Edo Zanki.

2014 belegten Wendrsonn mit ihrem Lied Da ben i dahoim bei der SWR1-Hitparade Platz 131, im Jahr 2015 Platz 46 und 2016 Platz 42.

Das Debüt des fünften Bandalbums Geile Zeit fand am 7. November 2015 im Theaterhaus Stuttgart statt.[1]

2016 traten Wendrsonn beim Blacksheep Festival in Bonfeld im Vorprogramm von Jethro Tull und Manfred Mann’s Earth Band auf.

Im Dezember 2016 gewannen Wendrsonn beim Deutschen Rock & Pop Preis in vier Kategorien den 1. Platz und in je einer Kategorie den 2. und 3. Platz.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendrsonn mischen Rock, Blues, Ska und Folk mit alten traditionellen Melodien und schwäbischen Volksliedern, die teilweise rhythmisch und melodisch verändert werden. Überwiegend handelt es sich beim Repertoire der Band jedoch um Eigenkompositionen, größtenteils aus der Feder von Markus Stricker, mit deutlichen Anleihen von Bluegrass, American Folk und Irish Folk.

Größtenteils sind die Texte der Band in Schwäbisch. Thematisch befassen sich Wendrsonn gerne mit historischen Ereignissen, alten Sagen, Märchen und Überlieferungen aus dem Schwäbischen und Alemannischen Kulturkreis.

Dr. Wolfgang Wulz, Autor, Historiker, Germanist und Vorsitzender des Vereins "schwäbische mund.art e.V" schrieb in der Backnanger Kreiszeitung "Strickers Texte haben hohe poetische Qualität, sie stellen Heimatkultur in heutiger Zeit dar".

Ein weiterer Programmpunkt sind die sogenannten Wendrlieder (Winterlieder), eine Collage aus Titeln der Band, Weisen aus der Renaissance, alten Volks- und Kirchenliedern, die sich alle mit dem Thema Winter und dessen emotionaler Wahrnehmung befassen.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

  • 2006: Songs von Dahoim (FV)
  • 2009: Woisch no (Mäule & Gosch)
  • 2011: S'Läba isch koin Schlotzer (Mäule & Gosch)
  • 2013: Reigschmeckter (Brother Records)
  • 2015: Geile Zeit (Brother Records)

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wendrsonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Schwarz: Neue Wendrsonn-CD: Liebeserklärung an „Backena“, Stuttgarter Zeitung, 16. Oktober 2015.