Weng (Isar)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weng
Weng (Isar)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weng hervorgehoben
Koordinaten: 48° 40′ N, 12° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungs­gemeinschaft: Wörth an der Isar
Höhe: 379 m ü. NHN
Fläche: 15,62 km2
Einwohner: 1460 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 84187, 84164Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08702
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 188
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kellerberg 2a
84109 Wörth a.d.Isar
Webpräsenz: www.gemeinde-weng.de
Bürgermeister: Robert Kiermeier (Christlicher Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Weng im Landkreis Landshut
AdlkofenAhamAltdorfAltfraunhofenBaierbachBayerbach bei ErgoldsbachBodenkirchenBruckbergBuch a.ErlbachEchingErgoldingErgoldsbachEssenbachFurthGeisenhausenGerzenHohenthannKröningKumhausenNeufahrnNeufraunhofenNiederaichbachObersüßbachPfeffenhausenPostauRottenburg a.d.LaaberSchalkhamTiefenbachVeldenVilsbiburgVilsheimWeihmichlWengWörth a.d.IsarWurmshamLandshutLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis KelheimLandkreis Mühldorf am InnLandkreis RegensburgLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Die Kuratiekirche Mariä Himmelfahrt

Weng ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d.Isar.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weng liegt in der Region Landshut an der Isar.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weng hat elf Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Veitsbuch und Weng.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dass die Gegend um Weng bereits sehr früh besiedelt war, zeigen die vorgeschichtlichen Hügelgräber bei Freihausen. Die ersten Besitzer des damaligen Schlosses Moosweng nannten sich „von Weng“ und wurden 1364 erstmals urkundlich erwähnt. Die adelige Familie der Hermstorfer besaß im 15. Jahrhundert alle drei auf heutigem Gemeindegebiet gelegenen Hofmarken Weng, Hinzlbach und Hörmannsdorf, den Namen gebenden Sitz Hörmannsdorf dabei wohl schon seit dem 13. Jahrhundert. Weng selbst, wo die im 16. Jahrhundert bekannte Ärztefamilie „Wenger“[3] ihren Stammsitz hatte, gehörte im 17. und 18. Jahrhundert den Grafen von Seinsheim. Das heutige Schloss Weng wurde 1806 von Graf Carl Arco von Oberköllnbach erworben und war bis Anfang der 1990er Jahre noch im Besitz der Grafen Arco auf Valley. 1818 entstanden durch das bayerische Gemeindeedikt die Gemeinden Weng und Hörmannsdorf. Die adelige Gerichtsbarkeit der Patrimonialgerichte Oberköllnbach (für Weng) und Hörmannsdorf bestand zunächst weiter, bis diese 1848 endgültig aufgelöst wurden.

Die heutige politische Gemeinde Weng entstand 1852/53 durch Zusammenschluss der Gemeinden Weng und Hörmannsdorf.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Veitsbuch eingegliedert, der Ort hatte zeitweise zur Hofmark Oberköllnbach gehört.[5]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand Einwohner
1877 680[6]
1928 668[6]
1952 816[6]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt:

Stand Einwohner
1960 0952
1970 0930
1980 0957
1990 1011
1995 1144
2000 1326
2005 1405
Stand Einwohner
2006 1392
2007 1397
2008 1408
2009 1382
2010 1396
2011 1385
2012 1388
Stand Einwohner
2013 1434
2014 1410
2015 1434
2016 1441

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2016 um 496 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 52,49 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren wuchs die Einwohnerzahl um 3,15 (3,82) Prozent.

Altersstruktur der Bevölkerung Wengs gemäß Zensus 2011
Alter Einwohner nach Alter[7]
jünger als 18 22,1 %
18 bis 29 13,5 %
30 bis 49 31,7 %
50 bis 64 19,7 %
älter als 65 12,9 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[8]

Die Gemeinde Weng ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[9]:

  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Niederaichbach-Wörth Postau-Weng
  • Schulverband Postau-Weng
  • Wasserzweckverband Mallersdorf

Weng gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d.Isar.

Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d.Isar
Gemeinde Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dezember 2017
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Postau Postau coat of arms.svg 000000000000034.840000000034,84 000000000001660.00000000001.660 000000000000048.000000000048 000000000000388.0000000000388
Weng Weng coat of arms.svg 000000000000015.620000000015,62 000000000001460.00000000001.460 000000000000093.000000000093 000000000000379.0000000000379
Wörth a.d.Isar DEU Wörth an der Isar COA.svg 000000000000004.84000000004,84 000000000002945.00000000002.945 000000000000608.0000000000608 000000000000369.0000000000369

Die Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d.Isar erbringt 301 verschiedene behördliche Leistungen.[10]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Robert Kiermeier (Christlicher Bürgerblock).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt, oben gespalten, vorne sechsmal von Silber und Blau gespalten, hinten in Blau ein silberner Kelch, unten in Silber ein roter Lindenblattschildfuß.“

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 63 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 58 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 486. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es je zwei Betriebe. Viele Bewohner pendeln ins benachbarte BMW Werk Dingolfing.

Schlüsselzuweisungen
in Euro[11]
Zuweisungen an Jahr
2015 2016 2017 2018
Gemeinde Weng 358.076 327.876 348.572[12] 293.316[13]

In Folge einer entsprechenden Bewertung der Wirtschaftskraft der Gemeinde Weng wurden die Schlüsselzuweisungen 2018 mit 293.316 Euro festgesetzt. In den Jahren 2015[11] bis 2017 lagen sie zwischen 327.876 und 358.076 Euro. 2018 sanken damit die Schlüsselzuweisungen unter 300.000 Euro. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 397.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 10.000 €.

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 bestanden 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.040 ha, davon waren 952 ha Ackerfläche und 88 ha Dauergrünfläche.

Bauen und Wohnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodenrichtwerte 2011/2012[14]
Ortsteil Wohnbauflächen
ausgewiesene
Baugebiete
unbeplanter
Innenbereich
ausgewiesene
gewerbliche
Bauflächen
Ackerland
Weng 90 € 80 € 40 € 5 €
Hörmannsdorf 80 € 70 € 5 €
Veitsbuch 65 € 5 €
Moosberg 65 € 5 €
Hösacker 50 € 5 €

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 87 Kindern
  • Musikverein: gegründet von Anton Edenhoffer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weng (Isar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Weng. Online auf bayerische-landesbibliothek.online.de. Abgerufen am 17. Mai 2014.
  3. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. 1950; 2. Auflage. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 524.
  4. Hans-Dieter Becher: Historischer Atlas von Bayern: Landshut. Die Stadt Landshut und das Landgericht Rottenburg (Altbayern 43), München 1978, S. 281 ff., 284 ff., 287 ff., 468 ff.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 508.
  6. a b c bavarikon Ortsdatenbank
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Weng (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 27. April 2014.
  8. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  9. Bayerischer Behördenwegweiser - Gemeinde Weng: Mitgliedschaften in Zweckverbänden und Einwohnerzahl. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 26. August 2015.
  10. Bayerischer Behördenwegweiser - Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d.Isar: Verwaltungsgemeinschaft Wörth a.d.Isar - Landkreis Landshut. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 26. August 2015.
  11. a b Landshuter Zeitung: Vitaminspritze für finanzschwache Kommunen, 12. Dezember 2015.
  12. Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2017 der Gemeinden, 17. Dezember 2016.
  13. Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2018, 20. Januar 2018
  14. Landratsamt Landshut (Gutachterausschuss): Aufstellung der Bodenrichtwerte für die Kalenderjahre 2011 und 2012. Online auf landkreis-landshut.de. Abgerufen am 19. Dezember 2014.