Wengi

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wengi (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wengi
Wappen von Wengi
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0394i1f3f4
Postleitzahl: 3251 Wengi b. Büren
Koordinaten: 597218 / 214722Koordinaten: 47° 5′ 1″ N, 7° 24′ 7″ O; CH1903: 597218 / 214722
Höhe: 480 m ü. M.
Fläche: 7.10 km²
Einwohner: 598 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 84 Einw. pro km²
Website: www.wengi-be.ch
Wengi

Wengi

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Wengi (berndeutsch Wängi [væŋi]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz. Unter dem Namen Wengi existiert neben der Einwohnergemeinde auch eine reformierte Kirchgemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnergemeinde Wengi besteht aus den drei Dörfern Scheunenberg, Waltwil und Wengi bei Büren. Die Nachbargemeinden sind Rapperswil, Grossaffoltern, Diessbach bei Büren im Kanton Bern sowie Schnottwil und Balm bei Messen im Kanton Solothurn (im Uhrzeigersinn). Wengi liegt im oberen Limpachtal zentral zwischen den vier Städten Bern, Biel, Solothurn und Burgdorf, welche mit dem Auto alle innerhalb von gut 20 Minuten zu erreichen sind. In Wengi kreuzen sich die beiden Kantonsstrassen SeedorfKoppigen und BürenZollikofen. Der nächste Autobahnanschluss ist die Ausfahrt (8) Münchenbuchsee auf die Autobahn A6 (BielThun). Durch Postautokurse, welche die Strecken von Zollikofen via Büren an der Aare nach Solothurn sowie von Lyss nach Messen SO bedienen, ist Wengi an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wengi war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Mit der Melioration der Limpachebene und der Korrektion des Baches in den Jahren 1939 bis 1951 wurde wertvolles Kulturland gewonnen. Noch heute haben Ackerbau, Milchwirtschaft und Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Pendler, welche in den umliegenden Agglomerationen arbeiten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1262 wurde Wengen erstmals urkundlich erwähnt, als es an die Abtei Frienisberg verkauft wurde, gehörte jedoch ab 1406 zu den vom Staat Bern erworbenen Landgrafschaften. Bern teilte 1501 Wänge der Landvogtei Büren zu.

Von 1846 bis 1848 wurde die Strasse von Bern nach Büren und 1864 die Strasse von Suberg nach Bätterkinden ausgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs wurden im Wengimoos grosse Mengen Torf abgebaut; von 1941 bis 1943 der Limpachkanal gebaut und 1951 wurde die Melioration des Limpachtals abgeschlossen. 1961 wurde das Wengimoos unter Naturschutz gestellt.

1963 schlossen sich die Viertelsgemeinden Scheunenberg, Waltwil und Wengi zur Einwohnergemeinde Wengi zusammen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Silber drei goldbesamte rote Rosen mit grünen Kelchzipfeln pfahlweise übereinander.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1870 1893 1900 1920 1930 1950 1960 1970 1980 2000 2006 2007
Einwohner 744 649 615 590 538 576 563 593 543 466 552 600 610

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindeversammlung; wahl- und stimmberechtigt ist jede Person, welche seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde wohnt und in kantonalen Angelegenheiten stimmberechtigt ist.

Der Gemeinderat; bestehend aus 7 Mitgliedern, welche mittels Majorzwahl gewählt werden. Gemeindepräsidentin ist Christine Roder (seit 2009).

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 46.9 %, BDP 18.3 %, SP 15.0 %, GPS 4.3 %, FDP 4.2 %, glp 3.7 %, EVP 1.6 %, EDU 1.6 %, Piraten 1.3 %, CVP 1.1 %.[2]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche von Wengi
Wengis Gemeindehaus

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Madeleine Affolter: Wengi. Drei Dörfer – eine Gemeinde. Vereinigung für Heimatpflege, Büren 2006 (Hornerblätter. 2006, ZDB-ID 2363985-4).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wengi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Resultate der Gemeinde Wengi. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 17. April 2016 (html, deutsch).