Wennigser Mark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wennigser Mark
Gemeinde Wennigsen
Wappen von Wennigser Mark
Koordinaten: 52° 16′ 17″ N, 9° 31′ 31″ O
Höhe: 124 m ü. NN
Einwohner: 1204 (29. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1970
Postleitzahl: 30974
Vorwahl: 05103 bzw. 05105
Corvinus-Kapelle in Wennigser Mark

Die Wennigser Mark ist ein Ortsteil der Gemeinde Wennigsen in der Region Hannover.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wennigser Mark wurde von Bergleuten besiedelt, die des langen Weges zur Arbeit von Wennigsen aus zum Wilhelmstollen oberhalb von Egestorf überdrüssig waren. Der erste von ihnen war Georg Bullerdieck, er baute sein Haus 1875 am äußersten Ende der Gemarkung Wennigsens, an der Grenze zu Egestorf. Dieses Haus steht heute in der Egestorfer Straße 33.

Bereits in den 1920er Jahren wurde die Gegend dann bevorzugt von reichen Hannoveranern als Platz für den Zweitwohnsitz gewählt. Und auch später zog die Nähe zur Natur am Rande des Deisters viele neue Siedler an, allein bis zum Entstehen eines eigenständigen Ortsteils im Zuge der Gebietsreform 1970 wurden noch einmal über 100 neue Häuser gebaut.

Die von 1963 bis 1997 bestehende Polizeiausbildungsstelle für Technik und Verkehr Niedersachsen hatte hier ihren Sitz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wennigser Mark verfügt als Ortschaft der Gemeinde Wennigsen (Deister) über einen Ortsrat. Ortsbürgermeister ist Holger Dorl (SPD).

Kommunalwahl 2016: Holger Dorl (338, SPD), Martin Ast (210) und Stefan Schröder (215) bildet er die größte Fraktion. Die CDU konnte mit Wolf-Rüdiger Gorka (85) und Chris Lühmann (147) einziehen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen Hirschkopf als Symbol für die Nähe zum Deister sowie Schlägel und Eisen – die Werkzeuge der Bergleute.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wennigser Mark ist durch die Buslinie 540 innerhalb des Großraum-Verkehr Hannover an Wennigsen bzw. Barsinghausen angebunden. In Wennigsen ist die Buslinie auf die Fahrzeiten der S-Bahn abgestimmt, so dass ein Umsteigen ohne lange Wartezeiten möglich ist. Morgens fährt eine Linie 540 weiter nach Gehrden, so dass die Schüler des dortigen Gymnasiums nicht umsteigen müssen. Der Bahnhof von Egestorf befindet sich knapp außerhalb der Gemeindegrenze und erschließt den Ort mit.

Die Radwegverbindung nach Wennigsen ist im August 2011 nach mehr als 30-jähriger politischer Diskussion eröffnet worden.[1] Von der Wennigser Mark führt eine der steilsten asphaltierten, jedoch für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrten, Straßen, der Bierweg, auf den Deisterkamm, die von sportlich ambitionierten Radfahrern genutzt wird. Die mittlere Steigung der 2,6 Kilometer langen Straße liegt knapp über 10 Prozent. Am südlichen Ortsrand verläuft der Deisterkreisel, ein Radtourenweg, der um den Großen Deister herumführt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilse Gottwald et al.: Wennigsen 1200–2000 – Ein Lebenslauf. Wennigsen 1999.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wennigser Mark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht der Calenberger Online News, abgerufen am 20. August 2011.