Wense (Heeslingen)

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Wense
Gemeinde Heeslingen
Koordinaten: 53° 21′ 35″ N, 9° 21′ 51″ O
Höhe: 31 m
Einwohner: 342 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04287
Wense (Niedersachsen)
Wense

Lage von Wense in Niedersachsen

Wense (plattdeutsch Wens) ist ein Ort in der Gemeinde Heeslingen in Niedersachsen mit rund 340 Einwohnern. Zu Wense gehören die Ortsteile Bohnste, Sellhoop und Viehbrock. Die Wenser Feldmark umfasst 1339 ha, davon sind etwa 250 ha Wald- und Moorflächen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um Wense ist seit Jahrtausenden besiedelt. In der Gemarkung Heeslingen reichen die ältesten Funde bis in die mittlere Steinzeit zurück (7000–4000 v. Chr.). Es handelt sich dabei um Feuersteinwerkzeuge, wie Schaber, Kratzer und Klingen. Großsteingräber aus der frühen Steinzeit wurden zerstört.

In der Feldmark Wense sind 44 wahrscheinlich bronzezeitliche (1700–1100 v. Chr.) Hügelgräber belegt. Von einer frühen Besiedlung in Wense zeugen Funde von Siedlungsplätzen aus der älteren Eisenzeit (ab 750 v. Chr.).

In den Jahrhunderten um Christi Geburt war dies Gebiet von den Langobarden besiedelt. Im Zuge der Völkerwanderung (6. Jahrhundert) drangen die Sachsen in dieses Gebiet vor. Zu der Zeit gehörte die Gegend um Heeslingen zum Heilangau. Nach den Sachsenkriegen Karls des Großen gehörte der Gau zum Erzbistum Bremen. Die ersten schriftlichen Dokumente über das heutige Wense finden sich aus dem 10. Jahrhundert.

Am 1. März 1974 wurde Wense in die Gemeinde Heeslingen eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Heeslingen setzt sich aus 15 Abgeordneten zusammen. Aus ihrer Mitte wird der Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Die einzelnen Ortsteile, darunter auch Wense, haben einen Ortsbeauftragten. Dieser ist nach Möglichkeit auch Mitglied des Gemeinderates. Wense gehört ferner auch zum Kirchspiel Heeslingen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.