Wenzlow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Ortsteil von Heidesee siehe Wenzlow (Heidesee)


Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wenzlow führt kein Wappen
Wenzlow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wenzlow hervorgehoben
52.29972222222212.44972222222237Koordinaten: 52° 18′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Ziesar
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 20,54 km²
Einwohner: 532 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14778
Vorwahl: 033833
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 648
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlentor 15a
14793 Ziesar
Bürgermeister: Martin Schäfer (Bauernverband)
Lage der Gemeinde Wenzlow im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Wenzlow ist eine Gemeinde im Amt Ziesar im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie liegt zwischen der Städten Ziesar und Brandenburg an der Havel nördlich der Bundesautobahn 2.[2] Wenzlow liegt am Bach Verlorenwasser.

Geographie[Bearbeiten]

Karte wenzlow.svg

Die Gemeinde Wenzlow liegt im Westen des Landes Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Sie grenzt unmittelbar südlich an die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel, dem Oberzentrum der Region. Ortsteile sind die Dörfer Wenzlow, Grüningen und Boecke. Durch die Gemeinde fließen das Verlorenwasser und die Holzbuckau. Beides sind Nebenflüsse der Buckau, die zur Havel entwässert. Wenzlows Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn Brandenburg an der Havel im Norden, Wollin im Osten und Süden, Gräben im äußersten Süden, Ziesar im Westen und Rosenau im Nordwesten. Die Gemeinde liegt vorrangig in Flächen des Baruther Urstromtals. Westliche Teile Wenzlows können bereits zum Fiener Bruch gezählt werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Grüningen wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.[3] Boecke gehört seit dem 1. März 2002 zur Gemeinde.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 331
1890 331
1910 331
1925 331
1933 332
1939 338
1946 431
1950 717
1964 588
1971 610
Jahr Einwohner
1981 551
1985 526
1989 533
1990 518
1991 495
1992 483
1993 486
1994 486
1995 488
1996 494
Jahr Einwohner
1997 492
1998 533
1999 534
2000 537
2001 527
2002 645
2003 635
2004 611
2005 595
2006 591
Jahr Einwohner
2007 591
2008 575
2009 557
2010 562
2011 545
2012 541
2013 534
2014 532

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Wenzlow besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Freie Bürger und Bauern 2 Sitze
  • Feuerwehrverein Wenzlow 2 Sitze
  • Bürgerinitiative Gesundes Wenzlow 2 Sitze
  • Einzelbewerber Randy Matthies 1 Sitz
  • Einzelbewerber Werner Kraatz 1 Sitz

Schutzgebiete[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren wurden die Niederungen des Fiener Bruchs westlich der Gemeinde Wenzlow im Rahmen des Natura 2000-Netzes als EU-Vogelschutzgebiet Fiener Bruch ausgewiesen.[8] Das Fiener Bruch ist eines von nur noch drei Brutgebieten der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Großtrappen, des schwersten flugfähigen Vogels.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche in Grüningen

In der Liste der Baudenkmale in Wenzlow und in der Liste der Bodendenkmale in Wenzlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wenzlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Infoseite des Landkreises Potsdam-Mittelmark
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 30–33
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  8. Teilblatt Nordwest Schutzgebiete. In: Landkreis Potsdam-Mittelmark Landschaftsrahmenplan. Büro für Umwelt- und Landschaftsplanung, archiviert vom Original am 7. August 2011, abgerufen am 16. Oktober 2013.