Wenzlow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Ortsteil von Heidesee siehe Wenzlow (Heidesee).
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wenzlow führt kein Wappen
Wenzlow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wenzlow hervorgehoben
Koordinaten: 52° 18′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Ziesar
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 20,54 km²
Einwohner: 535 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14778
Vorwahl: 033833
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 648
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlentor 15a
14793 Ziesar
Bürgermeister: Martin Schäfer (Freie Bürger und Bauern)
Lage der Gemeinde Wenzlow im Landkreis Potsdam-Mittelmark
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Über dieses Bild

Wenzlow ist eine Gemeinde im Amt Ziesar des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte wenzlow.svg

Wenzlow liegt zwischen der Städten Ziesar und Brandenburg an der Havel im Westen des Landes Brandenburg. Die Gemeinde grenzt unmittelbar südlich an die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel, das Oberzentrum der Region. Durch die Gemeinde fließen das Verlorenwasser und die Holzbuckau. Beides sind Nebenflüsse der Buckau, die zur Havel entwässert.

Wenzlows Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn Brandenburg an der Havel im Norden, Wollin im Osten und Süden, Gräben im äußersten Süden, Ziesar im Westen und Rosenau im Nordwesten. Die Gemeinde liegt vorrangig auf Flächen des Baruther Urstromtals. Westliche Teile Wenzlows können bereits zum Fiener Bruch gezählt werden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst den Kernort Wenzlow, den Ortsteil Boecke und den Gemeindeteil Grüningen.[2]

Grüningen wurde am 1. Juli 1950 nach Wenzlow eingemeindet.[3] Boecke gehört seit dem 1. März 2002 zur Gemeinde.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orte Wenzlow, Grüningen und Boecke lagen bis 1571 im Hochstift Brandenburg, dem Fürstentum der Bischöfe des Bistums Brandenburg.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 331
1890 331
1910 331
1925 331
1933 332
1939 338
1946 431
1950 717
1964 588
1971 610
Jahr Einwohner
1981 551
1985 526
1989 533
1990 518
1991 495
1992 483
1993 486
1994 486
1995 488
1996 494
Jahr Einwohner
1997 492
1998 533
1999 534
2000 537
2001 527
2002 645
2003 635
2004 611
2005 595
2006 591
Jahr Einwohner
2007 591
2008 575
2009 557
2010 562
2011 545
2012 541
2013 534
2014 532

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Wenzlow besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

  • Freie Bürger und Bauern 2 Sitze
  • Feuerwehrverein Wenzlow 2 Sitze
  • Bürgerinitiative Gesundes Wenzlow 2 Sitze
  • Einzelbewerber Randy Matthies 1 Sitz
  • Einzelbewerber Werner Kraatz 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Schäfer (Freie Bürger und Bauern) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 58,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Grüningen

In der Liste der Baudenkmale in Wenzlow und in der Liste der Bodendenkmale in Wenzlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren wurden die Niederungen des Fiener Bruchs westlich der Gemeinde Wenzlow im Rahmen des Natura 2000-Netzes als EU-Vogelschutzgebiet Fiener Bruch ausgewiesen.[11] Das Fiener Bruch ist eines von nur noch drei Brutgebieten der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Großtrappen, des schwersten flugfähigen Vogels.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenzlow liegt an der Landesstraße L 93 zwischen Ziesar und Brandenburg an der Havel unmittelbar an der Anschlussstelle Wollin der A 2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wenzlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  5. Gustav Abb und Gottfried Wentz: Das Bistum Brandenburg. Erster Teil, In: Germania sacra, Berlin und Leipzig 1929, Walter de Gruyter, S. 66.
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 30–33
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  9. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  11. Teilblatt Nordwest Schutzgebiete. In: Landkreis Potsdam-Mittelmark Landschaftsrahmenplan. Büro für Umwelt- und Landschaftsplanung, archiviert vom Original am 7. August 2011, abgerufen am 16. Oktober 2013.