Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?

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Film
Originaltitel Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?
Produktionsland Deutschland, Schweiz
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2018
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Kerstin Polte
Drehbuch Kerstin Polte
Produktion Jonas Katzenstein, Maximilian Leo,
Rajko Jazbec,
Dario Schoch
Musik Johannes Gwisdek,
Meret Becker
Kamera Anina Gmür
Schnitt Ulf Albert,
Julia Wiedwald
Besetzung

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? ist eine deutsch-schweizerische Tragikomödie aus dem Jahr 2018 unter Regie von Kerstin Polte, die auch für das Drehbuch verantwortlich war, über Charlotte, gespielt von Corinna Harfouch, die eine beginnende Demenz hat und mit ihrer Familie in den Urlaub fahren möchte. Der Film lässt sich dem Genre Roadmovie zuordnen.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charlotte hat beginnende Demenz, was sie allerdings vor ihrer Familie noch geheim hält, und wünscht sich mit ihrer Familie einen Kurzurlaub zu unternehmen. Als sich jedoch auf der Geburtstagsfeier ihrer Enkelin Jo die Mutter von Jo, Alex, gegen die Idee stellt, fackelt Charlotte nicht lange und setzt sich alleine ins Auto. Ihre Enkelin Jo steigt unbemerkt dazu. Zurück bleiben Paul, Charlottes Ehemann und Alex, die Tochter von Paul und Charlotte. Diese machen sich nun auch auf den Weg an die Nordseeküste, in Ermangelung eines Fahrzeugs als Mitreisende der Truckerin Marion, mit der Alex eine Liaison eingeht. Am Meer angekommen mieten sich Charlotte und Jo, später auch Paul und Alex in der Pension Hörster ein, deren Besitzer glaubt, der liebe Gott zu sein.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? ist eine Produktion von Augenschein Filmproduktion in Koproduktion mit CognitoFilms, dem Saarländischen Rundfunk, dem Schweizer Radio und Fernsehen und dem Teleclub, in Zusammenarbeit mit Arte. Finanziert wurde er teilweise aus Mitteln der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, des Deutschen Filmförderfonds, der Zürcher Filmstiftung, dem Bundesamt für Kultur und den Kulturfonds Suissimage.[3] Gedreht wurde von Mitte Juli bis Ende August 2016 in Köln und Umgebung, sowie auf der Insel Fehmarn.[4]

Deutscher Kinostart war am 3. Mai 2018 im Verleih von Alamode Film. Die Rechte für den internationalen Vertrieb sicherte sich The Yellow Affair[5] und vermarktet den Film unter dem Titel Cloud Whispers. Fernsehpremiere feierte der Film auf Arte am 27. Dezember 2019.

Der Film wurde unter anderem auf dem Noordelijk Film Festival in den Niederlanden, den Solothurner Filmtagen, dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen und dem Berlin & Beyond Film Festival in San Francisco präsentiert.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt erhielt der Film eher gemischte Kritiken.

Klaus Grimberg schreibt in seiner Kritik, dass der Plot stark an Little Miss Sunshine erinnere, der Film jedoch zu keinem Zeitpunkt daran anknüpfen könne und das Drehbuch konstruiert wirke. Weiter schreibt er, „[A]auch der prominente Cast will dem Film nicht wirklich Leben einhauchen“, beschreibt aber die Rolle von Bruno Cathomas als durchaus unterhaltsam.[6]

Die Filmkritikerin Antje Wessels bezeichnet dien Film als einen „einzigen großen Flickenteppich aus teilweise recht nett konzipierten Einzelszenen, die jedoch niemals zu einem großen Ganzen werden“. Während Harfouch und Kranzkowski es gerade noch so gelänge, ihre Figuren greifbar zu machen, könne „der Rest des Ensembles […] sich von der verkrampften Attitüde des Films allerdings nicht freimachen und aus den ohnehin sehr konstruierten Dialogen kein zusätzliches Leben herausholen“.[7]

Tilmann P. Gangloff ist nicht ganz so negativ und schreibt, dass Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? „voller verrückter Einfälle“ stecke, eine originelle und stilsichere Geschichte sei und die teilweise farbprächtigen Bilder […] eine große visuelle Kraft besäßen.[8]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerischer Filmpreis 2019

  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Nachwuchsregie für Kerstin Polte[9]

Festival des deutschen Films 2018

  • Auszeichnung der Jury für Kerstin Polte

Preis der deutschen Filmkritik auf dem Achtung Berlin Festival 2018

  • Auszeichnung in der Kategorie Bester Spielfilm für Kerstin Polte[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Februar 2018; Prüfnummer 176 944 K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Volker Sievert: Corinna Harfouch in „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ im TV. In: kulturnews.de. 22. September 2020, abgerufen am 8. Oktober 2020.
  3. Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? – FilmDebüt im Ersten – ARD. In: Das Erste. Abgerufen am 7. Oktober 2020.
  4. Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? bei crew united, abgerufen am 7. Oktober 2020.
  5. Wer hat eigentlich Liebe erfunden. In: kerstinpolte.com. Abgerufen am 8. Oktober 2020.
  6. Klaus Grimberg: Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? In: Programmkino.de. Abgerufen am 8. Oktober 2020.
  7. Antje Wessels: Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? In: wessels-filmkritik.com. 21. April 2018, abgerufen am 8. Oktober 2020.
  8. Tilmann P. Gangloff: Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? – Kritik zum Film bei Tittelbach.tv. In: tittelbach.tv. Abgerufen am 8. Oktober 2020.
  9. „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ – „FilmDebüt“ im Ersten. In: Saarländischer Rundfunk. 16. September 2020, abgerufen am 8. Oktober 2020.
  10. 14. achtung Berlin – Preis der deutschen Filmkritik geht an Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? Verband der deutschen Filmkritik e. V., 24. April 2018, abgerufen am 8. Oktober 2020.