Wer wird Millionär?

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Seriendaten
OriginaltitelWer wird Millionär?
ProduktionslandDeutschland
Jahr(e)seit 1999
Produktions-
unternehmen
Endemol
Länge45 bis 150 Minuten
Episoden1300+ (+ 34 Promi-Specials)
Ausstrahlungs-
turnus
montags, 20:15 Uhr, manchmal freitags 20:15 Uhr
GenreQuizshow
IdeeDavid Briggs
Mike Whitehill
Steven Knight
MusikKeith und Matthew Strachan
ModerationGünther Jauch
Erstausstrahlung3. September 1999 auf RTL Television

„Wer wird Millionär?“ ist die deutsche Ausgabe der britischen QuizshowWho Wants to Be a Millionaire?“. Sie wird seit dem 3. September 1999 vom Privatsender RTL ausgestrahlt und von Günther Jauch moderiert. Die Sendungen werden von der Endemol Deutschland GmbH in Hürth bei Köln auf dem Studiogelände der nobeo produziert.

Inhaltsverzeichnis

Konzept, Ablauf und Bewerbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept der Sendung entspricht weitestgehend dem ursprünglichen britischen Original Who Wants to Be a Millionaire, ebenso wie auch Die Millionenshow in Österreich und Milionerzy in Polen.

In der Show bekommen fünf Kandidaten (seit Sommer 2010, früher zehn) die Chance, eine Million Euro zu gewinnen, wenn sie zu 15 Fragen mit vier vorgegebenen Antwortmöglichkeiten die richtige Antwort wählen. Die Bewerber werden in Großaufnahme mit Namen, Wohnort und (seit Sommer 2010) einem originellen Fakt ihres Lebens vorgestellt.

In einer Auswahlrunde mit 20 Sekunden maximaler Antwortzeit, in der die Teilnehmer eine Reihenfolge aus vier Gliedern festlegen müssen, wird der am schnellsten richtig antwortende Kandidat ermittelt. Steht der Kandidat fest, nimmt er in der Mitte des Studios Platz und erhält 15 Allgemeinwissensfragen steigenden Schwierigkeitsgrads zur Beantwortung vorgelegt. Jede dieser Fragen ist mit einer Gewinnsumme verbunden. Dabei stehen dem Spieler verschiedene Joker zur Verfügung.

Das Spiel ist beendet, sobald der Kandidat eine Frage falsch beantwortet, die Millionenfrage löst oder freiwillig aussteigt. Bei Ersterem erhält der Spieler die Gewinnsumme der letzten durchschrittenen Sicherheitsstufe, bei Zweitem eine Million Euro und bei Letzterem die zur letzten beantworteten Frage gehörige Gewinnsumme.

Moderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günther Jauch (2016)

Moderator der Show ist seit der ersten Sendung Günther Jauch. Neben der Spannung am Spiel selbst sind es seine Gespräche mit Kandidaten, Begleitern und Telefonjokern, die zum Erfolg der Sendung in Deutschland beitragen. Auch nach der Übernahme seiner eigenen Talkshow Günther Jauch im Ersten im Herbst 2011 blieb er dem RTL-Format treu.[1]

SMS-Gewinnspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlauf einer Sendung werden Werbeblöcke gezeigt. Vor der Werbung gibt ein Kandidat seine Antwort auf eine Frage; die Auflösung erfolgt jedoch erst nach der Unterbrechung. Während der Werbepause haben die Fernsehzuschauer die Möglichkeit, per SMS oder telefonisch eine Antwort abzugeben und dabei 5000 Euro zu gewinnen. Die Gewinnsumme wird zu besonderen Anlässen gelegentlich erhöht. So gab es beispielsweise in der 800. Sendung 8000 Euro zu gewinnen; in Sendungen mit doppelter Länge beträgt der Preis 10.000 Euro. In den Sendungen vom 28. Mai 2018 (Zocker-Special) und 24. September 2018 (Oktoberfest-Special) gab es 20.000 Euro zu gewinnen. Obwohl bei regelmäßig zwei Werbeunterbrechungen zwei Fragen für das SMS-Spiel gestellt werden, wird nur ein Gewinner ausgelost.

Bewerbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer als Kandidat an der Sendung teilnehmen möchte, schickt entweder eine Postkarte an die zuständige Stelle bei RTL oder bewirbt sich auf der Website des Senders. Ebenso ist eine Bewerbung telefonisch oder per SMS möglich; alle Bewerbungsvarianten sind kostenpflichtig. Jede Woche werden von einer Castingredaktion Bewerber nach dem Zufallsprinzip für ein Telefoninterview ausgewählt.

Ausstrahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung wurde bis 2014 regelmäßig montags und freitags um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Bis Herbst 2007 wurde sie auch samstags um 20:15 Uhr und in den ersten Staffeln sporadisch auch sonntags im Vorabendprogramm gezeigt. Die Prominenten-Specials finden üblicherweise montags oder donnerstags statt. Von etwa Anfang Juni bis Ende August legt die Sendung regelmäßig eine Sommerpause ein. Seit Ende der Frühjahrsstaffel 2015 wird Wer wird Millionär? nur noch einmal pro Woche montags ausgestrahlt. Hatte die Sendung sich in den Vorjahren den Sendeplatz am Freitag noch mit Let’s Dance geteilt, pausierte sie 2014 während der Tanzshow und wurde 2015 dauerhaft auf einen Sendetermin gekürzt. Nur noch besondere Specials wie das Zocker-Special fanden seitdem freitags statt. Im Dezember 2016 wurden erstmals vom Prominenten-Special abweichende Ausgaben auch an einem Donnerstag gesendet.

Regeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regeln der deutschen Ausgabe sind im Wesentlichen identisch mit den internationalen Regeln der Show. Nach der Sommerpause 2007 führte RTL neue Regeln ein: Der über die Auswahlfrage gewählte Spieler kann sich vor Spielbeginn für die bisherige, „klassische“ Variante oder die neue Risikovariante entscheiden: Durch Verzicht auf die Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro erhält er den „Zusatzjoker“. Im Gegensatz zu anderen Quizsendungen kann der Kandidat, nachdem eine Frage vorgelesen wurde, immer noch aussteigen.

Gewinnstufen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt insgesamt 15 Gewinnstufen. Bis zur Einführung des Euro im Jahre 2002 gab es die Gewinnstufe 250.000 DM (Frage 12 auf 13). Um dem Titel der Sendung weiterhin gerecht zu werden, ohne bereits bei der 1. Frage mit 100 Euro beginnen zu müssen, wird der Gewinn zwischen der 13. und der 14. Frage nicht verdoppelt, sondern vervierfacht. Auch zwischen den Fragen 3 und 4, 4 und 5 sowie 12 und 13 findet keine Verdopplung statt.

Frage Gewinnsumme (1999–2001) Gewinnsumme (seit 2002) Zocker-Special (seit 2013)
01 0.000.100 DM 0.000.050 Euro 0.000.100 Euro
02 0.000.200 DM 0.000.100 Euro 0.000.200 Euro
03 0.000.300 DM 0.000.200 Euro 0.000.300 Euro
04 0.000.500 DM 0.000.300 Euro 0.000.500 Euro
05 0.001.000 DM – 1. Sicherheitsstufe1 0.000.500 Euro – 1. Sicherheitsstufe1 0.001.000 Euro – Sicherheitsstufe1
06 0.002.000 DM 0.001.000 Euro 0.002.000 Euro
07 0.004.000 DM 0.002.000 Euro 0.004.000 Euro
08 0.008.000 DM 0.004.000 Euro 0.008.000 Euro
09 0.016.000 DM 0.008.000 Euro 0.016.000 Euro – ab hier vier Joker3
10 0.032.000 DM – 2. Sicherheitsstufe1 0.016.000 Euro – 2. Sicherheitsstufe2 0.032.000 Euro
11 0.064.000 DM 0.032.000 Euro 0.064.000 Euro
12 0.125.000 DM 0.064.000 Euro 0.125.000 Euro
13 0.250.000 DM 0.125.000 Euro 0.250.000 Euro
14 0.500.000 DM 0.500.000 Euro 0.750.000 Euro
15 1.000.000 DM 1.000.000 Euro 2.000.000 Euro
1 Der Betrag der Sicherheitsstufe bleibt dem Kandidaten erhalten, auch wenn er bei einer späteren Frage falsch antwortet.
2 Beim klassischen Spiel bleibt der Gewinn dieser Sicherheitsstufe erhalten, auch wenn der Kandidat bei einer späteren Frage falsch antwortet. Der Kandidat entscheidet vor seiner ersten Frage, ob er auf diese Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro verzichtet und dafür den neuen vierten Joker benutzen möchte.
Die Variante mit dem vierten Joker ist seit 2007 möglich.
3 Wenn in dieser Variante, die auf der Risikovariante beruht, bis einschließlich Frage 9 ein Joker genutzt wird, verfallen die übrigen drei Joker.

Legende: Beige/Orange: Sicherheitsstufe, Gelb: Finalsumme

Verfügbare Joker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Kandidaten stehen drei Joker zur Verfügung, die ihm bei der Beantwortung der Fragen helfen können. Wählt er vorab die Risikovariante (seit Herbst 2007), wird ein vierter – sogenannter Zusatzjoker – geschaltet. Dabei darf jeder Joker nur einmal eingesetzt werden. Der Kandidat hat zudem die Möglichkeit, die Joker miteinander zu verknüpfen. So kann er durchaus zum Beispiel zunächst den 50:50-Joker und direkt im Anschluss den Publikumsjoker benutzen.

50:50-Joker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 50:50-Joker blendet zwei falsche Antworten nach dem Zufallsprinzip aus. Nach der Aktivierung sieht der Kandidat nur noch zwei statt vier Antwortmöglichkeiten, von denen eine richtig und eine falsch ist.

Publikumsjoker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist sich der Kandidat über die Beantwortung einer Frage nicht sicher, kann er das gesamte Publikum befragen. Jeder Gast kann sich dann für eine der vier möglichen Antworten entscheiden. Der Kandidat erhält nach der Abstimmung eine Grafik über die abgegebenen Stimmen nach Prozentanteilen. Die Anzahl an abgegebenen Stimmen steht nicht explizit dabei, wird aber manchmal vom Moderator verraten.

Telefonjoker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer von drei – vom Kandidaten vor der Sendung benannten – Telefonjokern darf ihm bei der Lösung einer Frage helfen. Die drei Personen werden mit Foto und Namen vorgestellt. Der Kandidat lässt eine von ihnen vom Studio aus anrufen. Sobald er beginnt, die Frage zu stellen, läuft ein Countdown von 30 Sekunden, wonach das Gespräch abgebrochen wird.

Eine erweiterte Möglichkeit, den Telefonjoker einzusetzen, ist nur in der Risikovariante möglich. Ähnlich wie der Telefonjoker bietet diese Option dem Kandidaten die Möglichkeit, einen per Zufallsgenerator ausgewählten Teilnehmer in Deutschland anzurufen. Vorgaben wie etwa Geschlecht oder Wohnort sind möglich. Es wird so lange bei unterschiedlichen Teilnehmern angerufen, bis abgehoben wird; sobald jemand abhebt, gilt der Joker als gespielt, auch wenn der Angerufene nicht helfen will oder kann. Nach 30 Sekunden wird wie in den internationalen Regeln der Anruf unterbrochen. Sollte die Antwort des Angerufenen richtig sein, so erhält dieser 500 Euro. Erstmals genutzt wurde er in der Sendung vom 14. September 2007: Die zufällig ausgewählte Gesprächspartnerin aus Berlin wusste, dass die Berliner Siegessäule früher einen anderen Standort hatte. Wird der normale oder der erweiterte Telefonjoker genutzt, verfällt der jeweils ungenutzte automatisch.

Zusatzjoker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Setzt der Kandidat den Zusatzjoker ein, bittet der Moderator diejenigen Zuschauer aufzustehen, welche glauben, die Antwort der Frage zu kennen. Von diesen wählt der Kandidat einen aus, ohne mit ihm vorher sprechen zu dürfen. Nun ist ein Gespräch mit dem Zuschauer möglich, in dem der Zuschauer dem Kandidaten seine Antwort auf die Frage nennt und rechtfertigt. Wie bei allen Jokern liegt die letztendliche Entscheidung beim Kandidaten, er hat auch nach wie vor die Möglichkeit weitere Joker zu verwenden oder aus dem Spiel auszusteigen. Ist die Antwort des Zuschauers jedoch richtig, erhält dieser 500 Euro, unabhängig davon, wie der Kandidat das Spiel fortsetzt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fernsehaufnahmen für die deutsche Ausgabe entstehen in einem Studio der nobeo GmbH[2] in Hürth bei Köln und werden von der Endemol Deutschland GmbH aufgezeichnet.

Die Aufzeichnungen finden meist montags (früher dienstags) statt. Pro Drehtag werden drei Ausgaben am Stück produziert. Die erste aufgezeichnete Folge wird eine Woche bis 14 Tage später gesendet, die zweite 18 Tage später und so weiter. Am 25. August 2008 wurde Wer wird Millionär? erstmals im Bildschirmformat 16:9 gesendet und am 14. Januar 2011 erstmals in HDTV – dazu wurde das Design erneuert. Seit dem 31. August 2012 wird aus einem leicht veränderten Studio gesendet.

Publikum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Studio bietet Platz für 215 Zuschauer. Der Großteil von ihnen findet in den beiden Blöcken Platz, die sich hinter dem Moderator und hinter dem Kandidaten befinden. Daneben gibt es noch einen kleineren Block, von wo aus der Kandidat und der Moderator von der Seite zu sehen sind; er ist im Fernsehen jedoch nur eingeschränkt sichtbar, beispielsweise während der Abstimmung im Zuge des Publikumsjokers.

Die Zuschauer müssen für die Aufzeichnung Eintritt bezahlen. Aufgrund der zahlreichen Voranmeldungen beträgt die Wartezeit mehrere Jahre.[3]

Fragen-Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fragen für die Sendung werden von einem zehnköpfigen externen Redaktionsteam erarbeitet, für die deutschen Fragen ist die Firma Mind the Company verantwortlich. Mitunter wurde behauptet, die Fragen seien im Laufe der Jahre kniffliger geworden. In einem Interview gab Günter Schröder von Mind the Company an, dass es in der Tat immer aufwendiger geworden sei, Fragen für die unteren Gewinnstufen zu entwickeln. Auch seien die Fragen teilweise spezieller gestellt, aber dafür die Antwortalternativen leichter konzipiert.[4] Das Team recherchiert zunächst Antworten und formuliere daraufhin die passenden Fragen. Falls die Frage noch nicht in Benutzung war, geht sie in einen Pool von 80 Fragen je Sendung ein, von denen im Durchschnitt 22 Fragen tatsächlich ausgespielt werden. In einer Konferenz ordnen die Mitarbeiter jede Frage je nach Schwierigkeitsgrad einer Gewinnstufe zu.

Die Antworten werden durch das Studium mindestens zweier unabhängiger Quellen auf ihre Richtigkeit geprüft, zu denen etwa die Brockhaus-Enzyklopädie, der Pschyrembel für die Medizin, Chroniken wie 100 Jahre Olympische Spiele und Internetquellen gehören. Auch Wikipedia gehörte dazu, wie der Moderator im Oktober 2005 in einer Sendung verriet. Nach der „Niels-Bohr-Frage“ wird die Wikipedia von der WWM-Redaktion jedoch nicht mehr als Quelle zugelassen.

Besondere Sendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prominenten-Specials[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle sechs Monate findet eine Sendung mit Prominenten als Kandidaten statt, die mit über zwei Stunden länger als die normalen Sendungen dauert. Die Gewinner spenden ihren Gewinn an wohltätige Einrichtungen oder Stiftungen, bei der Novemberausgabe geht der Gesamtgewinn in den Spendentopf des RTL-Spendenmarathons. Vor allem in den unteren Gewinnregionen sprechen sich die Kandidaten mitunter ab, ohne dass Jauch eingreift. Deshalb können die erreichten Gewinnstufen und der Erfolg der Prominenten nicht mit denen regulärer Kandidaten verglichen werden. Die Reihenfolge der Prominenten wird wie in den normalen Sendungen durch Auswahlfragen bestimmt, jedoch kommen immer alle Kandidaten an die Reihe. Zunächst nahmen fünf Prominente teil, seit 2006 nur noch vier.

Harald Schmidt war im November 2005 der erste Kandidat, der zum zweiten Mal teilnahm. Beim Prominenten-Special zum zehnjährigen Bestehen[5] traten Anke Engelke und Hape Kerkeling zum dritten Mal auf. Barbara Schöneberger kam zu ihrer dritten Teilnahme 2011 im Rahmen einer regulären Prominentenausgabe. Engelke ist mit inzwischen sechsmaligem Erscheinen Rekordteilnehmerin.

Im Mai 2008 beantwortete Oliver Pocher als erster Prominenter erfolgreich die Eine-Million-Euro-Frage.[6][7] Zuvor hatte er angeboten, im Falle einer falschen Antwort 100.000 Euro aus eigener Tasche zu spenden. Später gelang der Millionengewinn auch noch Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger.

In einem Prominenten-Special zur Fußball-WM 2006, in dem sich sämtliche Fragen um Fußball drehten, nahm Günther Jauch selbst an der Show teil. Hape Kerkeling (als Horst Schlämmer) war als Kandidat eingeladen, tauschte aber nach der 8000-Euro-Frage mit Günther Jauch die Plätze. Jauch gewann stellvertretend für Kerkeling 500.000 Euro, die – wie alle erspielten Beträge – an die Deutsche AIDS-Stiftung gespendet wurden. Die Sendung gewann später den Deutschen Fernsehpreis 2006.

In der Folge vom 22. November 2012 trat Michael Kessler mit seiner Switch-reloaded-Rolle Günther Jauch auf. Kessler brachte als „Begleitperson“ seinen Switch-Kollegen Bernhard Hoëcker in seiner Rolle als Thomas Gottschalk mit. Kessler übernahm die Moderation der ersten sechs Fragen, die Jauch richtig beantwortete. Bei der Frage für 32.000 Euro (Wie heißt Günther Jauch mit zweitem Vornamen?) nutzte Kessler seinen Telefonjoker, nannte aber den Namen des Angerufenen nicht, und es klingelte schließlich Jauchs Handy, der damit zum ersten Mal als Telefonjoker auftrat und die Frage richtig beantwortete. Trotz richtiger Vermutung beantwortete Kessler die Millionenfrage nicht und gewann 500.000 Euro.

In derselben Sendung trat Cindy aus Marzahn auf und sorgte zum ebenfalls ersten Mal in der Geschichte von Wer wird Millionär für den doppelten Einsatz des Telefonjokers: Sie rief Oliver Pocher bei der 64.000-Euro- und bei der 500.000-Euro-Frage an. Hintergrund war, dass sie bei den Fragen für 64.000 Euro und 125.000 Euro zwei Joker eingesetzt hatte, obwohl sie bereits die richtige Antwort ahnte und sich von Jauch über den Tisch gezogen sah. Sie forderte auch mehrfach die ihrer Meinung nach zu Unrecht verbrauchten Joker zurück, was Jauch aber jedes Mal ablehnte.

Insgesamt sammelten die jeweiligen Prominenten 27.176.614,18 Euro (Umrechnung früherer DM-Beträge in Euro inbegriffen), RTL gab zum ersten Special eine Million DM (511.292,19 Euro) und zum 15. Special 279.000 Euro dazu, was eine Gesamtsumme von 27.966.906,37 Euro ergibt.

Let’s-Dance-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. April 2013 stellten sich anlässlich der darauffolgenden neuen Staffel der RTL-Show Let’s Dance die Juroren Joachim Llambi, Motsi Mabuse und Jorge González den Fragen Günther Jauchs und erreichten 64.000 Euro.

Sendungen mit doppelter Länge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelegentlich gibt es Folgen in doppelter Länge, beispielsweise nach einer Sommerpause. Früher wurden bei derartigen Sendungen nach einer Stunde die Kandidaten gewechselt, um ihnen keinen Vorteil gegenüber den Kandidaten aus Sendungen normaler Länge zu geben. Zwischenzeitlich wurde das abgeschafft, so dass die Kandidaten eine höhere Chance hatten, auf den Stuhl zu kommen. Nach der Verkleinerung der Kandidatenzahl von zehn auf fünf nach der Sommerpause 2010 und der Ausstrahlung von vier Doppelfolgen jeweils am Freitag wurden die Kandidaten wieder nach der Hälfte der Sendung ausgewechselt.

Die Gewinnsumme für die Beantwortung der Zuschauerfragen ist bei Sendungen in doppelter Länge doppelt so hoch wie im Normalfall.

Jubiläumssendungen (seit 2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

500. Folge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. September 2005 wurde die 500. Folge der Quizshow ausgestrahlt. Dazu stand für die Kandidaten zusätzlich ein vierter Joker zur Verfügung, der sogenannte „Kompetenzteam-Joker“. Die bis dahin vier Millionengewinner Eckhard Freise, Marlene Grabherr, Gerhard Krammer und Maria Wienströer wurden noch einmal in die lange Sondersendung eingeladen, um sich in einem Team zusammenzusetzen und sich bei einer schwierigen Frage zu beraten. Dieser Joker konnte vom Kandidaten ab einer Gewinnsumme von 1000 Euro eingesetzt werden. Das Kompetenzteam hatte – wie der Angerufene beim Telefonjoker – 30 Sekunden Zeit, um eine richtige Antwort abzugeben. Die Millionäre wurden aus einem anderen Studio per Bildschirm zugeschaltet.

Normalerweise wurde der Rest der zehn verbleibenden Kandidaten am Ende der Sendung ausgetauscht. In der 500. Folge durfte aber jeder einzelne bis zum Schluss der Sendung in der Mitte auf dem „heißen Stuhl“ Platz nehmen und die Chance erhalten, als Millionär das Studio zu verlassen.

Zehn-Jahres-Jubiläum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zehn-Jahres-Jubiläum der deutschen Ausgabe wurde am 11. und 18. September 2009 jeweils eine Sendung mit doppelter Länge und kronleuchterähnlichen Scheinwerfern an der Decke ausgestrahlt. Die Kandidaten in diesen Sendungen waren nicht Teil der normalen Folgen; die erste reguläre Ausgabe nach der Sommerpause, in der mit einem Überhangkandidaten fortgefahren wurde, lief erst am 13. September. Zudem wurden die Kandidaten der Jubiläumsshows zu Beginn der Sendungen erstmals mit einer Hintergrundgeschichte von einem Kommentator vorgestellt, was damals neuartig war und erst einige Zeit später auch in den normalen Folgen eingeführt wurde. Seitdem wird auch Günther Jauch durch den Kommentator als Moderator präsentiert.

Am 25. September fand als dritte Jubiläumssendung ein zusätzliches Prominenten-Special[5] statt, das fast vier Stunden dauerte. Dabei wusste Jauch vor der Sendung nicht, welche Gäste eingeladen worden waren. Es handelte sich mit Anke Engelke, Hape Kerkeling und Alice Schwarzer um Personen, die bei früheren Prominenten-Specials besonders aufgefallen waren, sowie um Marcel Reif, mit dem Jauch schon vor langer Zeit zusammengearbeitet hatte. Außerdem wirkte Cindy aus Marzahn als Assistentin, die etwa die Wassergläser auffüllte oder den Zusatzjokern im Publikum das Mikrofon brachte, mit. Zusätzlich wurden kurze Einspielfilme mit besonderen Höhepunkten aus zehn Jahren Wer wird Millionär? gezeigt.

1000. Folge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In nahezu dreifacher Länge wurde am 3. Februar 2012 die 1000. Sendung ausgestrahlt. Dafür wurden drei bisherige Millionen-Gewinner eingeladen (Oliver Pocher, Barbara Schöneberger und Ralf Schnoor), die im Team den Kandidaten als zusätzlicher Jubiläums-Joker zur Verfügung standen. Kandidaten waren vier von RTL definierte „Helden des Alltags“.[8] Jeder Kandidat kam an die Reihe; RTL zeigte einen kurzen Film über dessen selbstlose Tätigkeit. Die Kandidaten gewannen zwischen 64.000 Euro und 125.000 Euro. Zuletzt konnten sich die Kandidaten per erneuter Auswahlfrage für eine spezielle Millionenfrage qualifizieren. Die dadurch ermittelte Kandidatin verzichtete jedoch auf die Beantwortung, um nicht das Risiko einzugehen, von den bislang gewonnenen 64.000 Euro auf 500 Euro zurückzufallen.

Die Millionenfrage lautete:

  • Was war in 1000 Sendungen Wer wird Millionär am häufigsten die richtige Antwort?
  • A: Spanien (richtige Antwort)
  • B: Goethe
  • C: Angela Merkel
  • D: Blau

Fünfzehnjähriges Jubiläum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Oktober 2014 fand eine Jubiläumssendung zum fünfzehnjährigen Bestehen von Wer wird Millionär? statt. 100 Kandidaten saßen im Saalpublikum. Durch einen Zufallsgenerator Ausgewählte mussten eine bereits in einer früheren Sendung gestellte Frage richtig beantworten, ehe sie auf dem Kandidatenstuhl Platz nehmen durften. Auf der Gewinnstufe von 16.000 € konnten sie wahlweise direkt zur Millionenfrage vorrücken, dann allerdings nicht mehr ohne Antwort aussteigen.

1250. Folge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Zuschauer konnte sich im Vorfeld mit einer originellen Bastelei oder einem Video bewerben. 190 Zuschauer wurden für die Doppelfolge am 30. Mai 2016 ausgewählt und saßen auf den Zuschauerplätzen, auf denen ihnen die Auswahlfrage gestellt wurde. Der schnellste Löser wurde auf die übliche Weise vorgestellt, danach seine Bewerbung präsentiert. Der Kandidat drehte zunächst ein großes Glücksrad, auf denen auf zehn Feldern Zahlen von 500 bis 125.000 notierten (je zweimal 500, 8.000 und 16.000, je einmal 4.000, 32.000, 64.000 und 125.000) - der Wert der Frage, mit der er starten konnte. Zur Verfügung standen ihm zwei Zusatzjoker, die er unter den Prominenten Sonja Zietlow, Waldemar Hartmann und dem Millionengewinner Ralf Schnoor ziehen konnte. Die Zusatzjoker saßen auf den Plätzen, auf denen üblicherweise die Kandidaten die Auswahlfrage lösen. Der Kandidat musste die erste Frage beantworten und konnte ab der zweiten Frage aussteigen, eine Sicherheitsstufe gab es nicht. Die fünf Kandidaten, die es auf den Ratestuhl schafften, erspielten Gewinne von 0 bis 64.000 Euro.

18 Jahre WWM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. und am 25. September 2017 fand das Special „Wer wird Millionär – Endlich volljährig“ mit acht 18-jährigen Kandidaten statt. Wer es auf den Stuhl schaffte, durfte zu einem Zeitpunkt seiner Wahl einen seiner Joker gegen einen „Jubiläums-Joker“ tauschen. Dieser bestand aus den im Publikum anwesenden WWM-Millionengewinnern Eckhard Freise, Ralf Schnoor und Leon Windscheid, unter denen der Kandidat einen für die Beantwortung der Frage auswählte.

Rateteams (seit 2006)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familien-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. November 2006 wurde erstmals ein Wer wird Millionär?-Familien-Special ausgestrahlt. Dabei stellten sich ganze Familien den Fragen Jauchs. Drei Familien gewannen Beträge zwischen 4000 Euro und 125.000 Euro. Alle drei Familien traten mit ihren Töchtern an, die sich allesamt durch den Gewinn ein eigenes Pferd erhofften.

Am 27. und 30. April 2007 wurde das zweite und dritte Familien-Special ausgestrahlt, bei dem drei Familien zwischen 16.000 Euro und 64.000 Euro gewannen. Das vierte Familien-Special fand am 22. Dezember 2007 statt. Die drei Familien erspielten nacheinander 32.000 Euro, 64.000 Euro und 32.000 Euro.

Blind-Date-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Februar 2008 sowie am 23. März 2009 wurden Sendungen mit Paaren ausgestrahlt, die sich im Studio zum ersten Mal begegneten.

Für die erste Sendung konnten sich Singles ab Ende 2007 über die RTL-Seite anmelden: Ein Single wählte nach vier aufeinanderfolgenden Chats mit Singles seiner Zielgruppe im Geheimen einen Partner. Wurde er umgekehrt auch vom ausgewählten Partner favorisiert, durften sich beide zusammen für die Sendung bewerben.

2009 gab es ein anderes Vorgehen: Singles hatten einzeln einen Online-Fragebogen zu beantworten und mit einem Foto von sich an den Sender zu übermitteln. RTL stellte diesmal selbst Kandidatenpaare zusammen.

Die Sendungen begannen mit der üblichen Auswahlrunde von zehn Kandidaten. Auf die Kandidaten, die es auf den Stuhl schafften, wartete hinter einer Studiotür der ausgewählte Partner, der sich, wie bei den Familien-Specials, dazusetzte. Während der Sendung wurden die Paare von Günther Jauch nach ihren Erwartungen an den Partner gefragt, und ob sich ihre Vorstellungen vom Gegenüber erfüllt zeigen. Die Gewinnsummen wurden zur Hälfte auf beide Partner aufgeteilt. Am Ende der ersten Sendung wurden auch den restlichen acht Kandidaten ihre Partner vorgestellt, bei der zweiten Sendung fand das nicht vor laufender Kamera statt.

Während RTL den bislang fünf Blind-Date-Paaren Gewinnsummen von 32.000 Euro und 64.000 Euro bescherte, blieb eine Meldung über ein zustande gekommenes Liebesglück bislang aus.

Chef & Angestellten-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Januar 2015 fand ein Chef & Angestellten-Special statt. Dabei spielen jeweils ein Vorgesetzter und ein Mitarbeiter eines Unternehmens zusammen. Während der Chef von Anfang an eingeweiht ist, wird der Mitarbeiter bei der Arbeit überrascht. Der erspielte Gewinn geht ohne Abzüge an die Angestellten. Im Studio sitzen die Kollegen im Publikum.

Lehrer-Schüler-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. April 2015 fand ein zweistündiges Lehrer-Schüler-Special mit drei vorausgewählten, gemischtgeschlechtlichen Lehrer-Schüler-Paaren dreier Schulen statt. Die erspielten Gewinne von 32.000 bis 64.000 Euro kamen Schulprojekten an den beiden Gymnasien und der Gesamtschule zugute.

Mit Oma oder Opa zur Million[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Sonderausgabe wurde am 28. Dezember 2015 ausgestrahlt.[9] Drei Großelter-Enkel-Paare wurden vorab ausgewählt, mit einem Einspielfilm vorgestellt und konnten zu zweit die Fragen beantworten. Arno Boecker, der mit seiner Enkelin auftrat, war mit 89 Jahren der älteste Kandidat in der Geschichte von Wer wird Millionär?[10]

Zwillings-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. März 2018 fand ein Zwillings-Special mit doppelter Länge statt. Die drei Kandidatenteams bestanden aus eineiigen Zwillingen. Die Auswahlfragen stellte das Zwillingspaar Heiko und Roman Lochmann (Die Lochis). Die beiden Kandidatenteams, die es auf den Ratestuhl schafften, erspielten 32.000 beziehungsweise 125.000 Euro. Die Kandidaten Michael und Stephan Tönjes waren in den 1980er Jahren im Alter von neun Jahren in einem Kino-Werbespot von Langnese aufgetreten.[11]

Das Special der Generationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. April 2018 wurde unter diesem Titel ein Familien-Special mit doppelter Länge ausgestrahlt. Die sechs Kandidatenteams bestanden jeweils aus Kind, Eltern- sowie Großelternteil. Wie in den regulären Ausgaben mussten die Teilnehmer eine Auswahlfrage beantworten. Die Familie des Kandidaten mit der schnellsten Auflösung nahm auf einer Couch Platz, anschließend begann das erste Familienmitglied mit dem Spiel. Jeder Kandidat konnte nach einer beliebigen Anzahl von Fragen das Spiel beenden, allerdings musste er dies nach einer beantworteten Frage bekanntgeben und wurde anschließend durch ein anderes Teammitglied abgelöst. Jedes Familienmitglied konnte nur einmal auf dem Ratestuhl Platz nehmen. Der Telefonjoker wurde durch einen Familienjoker ersetzt. Bei diesem konnte sich der Kandidat mit einem Familienmitglied besprechen, wenn er bei einer Frage nicht weiterwusste. Die drei Familien, die es in die Mitte schafften, erspielten zweimal 32.000 Euro und einmal 64.000 Euro. Die Tochter des zweiten Rateteams war mit 15 Jahren die bisher jüngste Kandidatin der Sendung.

Wiederkehrende Kandidaten (seit 2006)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Chance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Dezember 2006 strahlte RTL ein Special mit dem Namen „Die Zweite Chance“ aus. In dieser Sendung konnten zehn ehemalige Kandidaten, die das Studio ganz ohne Gewinn verlassen mussten, noch einmal antreten. Dabei stand jedem Kandidaten ein Berater zur Seite, mit dem er sich absprechen konnte. Jedoch musste der mitgebrachte Gast die Antworten freigeben.

Davor waren 15 Kandidaten ohne Gewinn ausgeschieden, doch verzichteten, wie Jauch in der Sendung erklärte, fünf der Kandidaten darauf, noch einmal an der Sendung teilzunehmen.

Zweite Chance für Pechvögel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter diesem Motto fanden eine einfache Folge am 29. August 2016 und eine Doppelfolge vier Tage später statt. Zum ersten Termin waren fünf ehemalige Kandidaten der Sendung eingeladen, die an einer frühen Frage oder unglücklich gescheitert waren oder mehrmals vergeblich an Auswahlrunden teilnahmen. Eingeladen zur zweiten Sendung waren Personen, die im Leben finanzielles Pech hatten; sie nahmen ohne Auswahlfrage direkt auf dem Kandidatenstuhl Platz.

Wer verdient eine zweite Chance?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. April 2018 fand unter diesem Titel ein Special mit doppelter Länge statt. Von den neun Kandidaten, die erneut antraten, hatten sieben in vergangen Sendungen 500 Euro gewonnen, eine Kandidatin bei einem Zocker-Special 1000 Euro und ein Kandidat hatte es bei einem Klugscheißer-Special nicht in die Mitte geschafft. In drei Dreiergruppen stellten sie sich mit einem kurzen Plädoyer für sich selbst dem Studiopublikum zur Wahl, nachdem Ausschnitte ihres letzten Auftritts zu sehen waren. Dann wurde das Ergebnis der Abstimmung verkündet und der Sieger nahm auf dem Ratestuhl Platz. Gewonnen wurden zweimal 32.000 Euro und einmal 16.000 Euro.[12]

Mit geänderten Regularien (seit 2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zocker-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 13. September 2013 fanden mehrfach längere Zocker-Spezialsendungen statt. Für die Auswahlfrage sitzen acht Kandidaten bereit, die nur die Risikovariante spielen können und bis zur 16.000-Euro-Frage keinen Joker benutzen dürfen, um danach mit allen Jokern um den verdoppelten Maximalgewinn von 2 Millionen Euro weiterzuspielen. Dabei betrug die einzige Sicherheitsstufe 1.000 Euro. Sollte vor der 16.000-Euro-Frage ein Joker benutzt werden, verfallen die restlichen Joker. In der ersten und in der vierten Sendung wurden jeweils einmal 750.000 Euro gewonnen.[13]

Highspeed-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. August 2014 fand in einer Sendung doppelter Länge ein Highspeed-Special mit zehn Kandidaten statt. Diesen wird nur eine begrenzte Zeit zur Beantwortung der ersten zehn Fragen zur Verfügung gestellt: 5 Sekunden für die Fragen eins bis fünf, 20 Sekunden für die Fragen sechs bis zehn. Wählt der Kandidat einen Joker, wird die Uhr bis zum Vorliegen der Jokerantwort bzw. des Jokerergebnisses angehalten. Ab Frage 11 hat der Kandidat wieder unbegrenzt Zeit und kann bis zu zwei Millionen Euro gewinnen.

Jackpot-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. April 2015 fand erstmals ein zweistündiges Jackpot-Special mit acht Kandidaten nach folgenden Regeln statt: Der „Jackpot“ besteht aus dem erspielten Geld aller Kandidaten. Der Wert der Fragen wird einzeln aufsummiert. Das heißt, nach der erfolgreichen Beantwortung der 100-Euro-Frage werden nicht wie normalerweise 100 € erspielt, sondern (mit Berücksichtigung der vorherigen 50-Euro-Frage) 150 €. Der Kandidat, der am Ende der Sendung die meisten Fragen richtig beantwortet hat, erhält den Jackpot, während seine Konkurrenten leer ausgehen. Fällt ein Kandidat auf eine Sicherheitsstufe zurück, werden ihm jedoch nur die Fragen bis inklusive der Sicherheitsstufe angerechnet, während in den Jackpot das ganze Geld einfließt, das er bis zur letzten richtig beantworteten Frage erspielt hat. Der momentane Jackpotgewinner sitzt dabei jeweils im Hintergrund der Bühnenmitte, über ihm wird in eine Grafik der aktuelle Stand des Jackpots eingeblendet. Für den Fall, dass zwei Kandidaten die gleiche Anzahl an Fragen richtig beantwortet haben, findet ein Stechen statt. Dazu erhalten beide die gleiche Frage mit vier Antwortmöglichkeiten; wer am schnellsten einen Buzzer drückt, darf sie beantworten. Beantwortet der Kandidat die Frage richtig, erhält er einen Punkt. Antwortet er falsch, geht der Punkt an seinen Gegner. Wer zuerst drei Punkte erreicht, gewinnt den Jackpot.

Der Gewinner des ersten Jackpot-Specials beantwortete die 500.000-Euro-Frage richtig, gewann durch die Jackpotregelung jedoch 917.600 Euro. Beim zweiten Special am 13. November 2015 gab es ein Stechen zwischen zwei Kandidaten, die jeweils die 500.000-Euro-Frage richtig lösten. Die Gewinnsumme betrug 1.538.450 Euro und war damit die bisher höchste in der Geschichte der Sendung.

Überraschungskandidaten (seit 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überraschungs-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. Mai 2014 fand das erste von inzwischen acht (Stand 15. Dezember 2016) Überraschungs-Specials statt. Dazu rief RTL im Herbst 2013 auf. Man konnte Personen ohne deren Wissen für die Sendung anmelden. Ein von seiner Schulklasse angemeldeter Lehrer befand sich als Zuschauer in der Sendung, ein von seiner Chefin angemeldeter Angestellter mit ihr im Studio nebenan, in dem Die ultimative Chartshow aufgezeichnet wurde; der dritten, von ihrer Familie angemeldeten Kandidatin, wurde zuhause eine Einladung von Günther Jauch in eine Wer wird Millionär?-Sendung eingespielt. Die Chefin durfte neben ihrem Angestellten mitraten, der Lehrer nach einer Entscheidung von Günther Jauch und RTL ein Fünftel der für den Förderverein seiner Schule erspielten 125.000 Euro für seine anstehende Hochzeit verwenden.

Klugscheißer-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Klugscheißer-Special, einer Variation des Überraschungs-Specials, welches am 21. Oktober 2016 ausgestrahlt wurde, konnten Freunde und Familie heimlich ihren persönlichen „Klugscheißer“ anmelden, um sich für dessen Belehrungen zu rächen. Am 16. Januar 2018 wurde ein weiteres Klugscheißer-Special ausgestrahlt. Das Studiopublikum stimmte zwischen jeweils zwei Kandidaten ab, von denen einer auf dem Ratestuhl Platz nehmen sollte. Als Entscheidungshilfe dienten dafür „Beweisvideos“, die von den Begleitpersonen der Kandidaten aufgenommen wurden und die Kandidaten zu Hause beim „Klugscheißen“ zeigten. Am 31. August 2018 wurde ein drittes Klugscheißer-Special ausgestrahlt, bei dem die Kandidaten wie in regulären Ausgaben eine Auswahlfrage beantworten mussten, um auf den Ratestuhl zu kommen. Bei dieser Ausgabe wurde auf die Regeln des Zocker-Specials zurückgegriffen.

Undercover-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kandidaten wurden in einem Bielefelder Parkhaus „gecastet“, indem die Ausfahrtschranke nicht aufging und sie stattdessen von kostümierten Komparsen Fragen nach Wer wird Millionär?-Muster präsentiert bekamen. Von den Kandidaten, die es in der Doppelfolge am 1. Dezember 2016 auf den Stuhl schafften, wurde als Einspielfilm das von versteckten Kameras aufgenommene „Casting“ gezeigt.

Publikums-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Februar 2017 fand erstmals ein Publikums-Special statt. Dabei gab es keine regulären Kandidaten, sondern über eine Auslosung wurden acht Zuschauer aus dem Publikum ausgewählt, die anschließend gewohnterweise über eine Auswahlfrage die Chance auf das Spiel hatten.

Gewinne für einen sozialen Zweck (seit 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehrer-Schüler-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe unter Rateteams (seit 2006)

Vereins-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem am 11. Dezember 2017 gesendeten zweistündigen Special „Für den Verein zur Million“ traten acht Kandidaten für ihren Verein an. Die erspielten Gewinne gingen in die Vereinskassen. Im Studio saßen zur Unterstützung der Kandidaten Mitglieder der antretenden Vereine. Die drei Kandidaten, die es auf den Ratestuhl schafften, spielten für einen Roller Derby-, Tätowierer- sowie das Männerballett eines Karnevalsvereins.[14]

Mottosendungen (seit 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

80er-Jahre-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. November und am 30. November 2015 fanden einstündige 80er Jahre-Specials mit acht Kandidaten zu Beginn der ersten Sendung statt. Hintergrund für diese Ausgabe war der Start der Fernsehserie Deutschland 83.

Winnetou-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld der Ausstrahlung der Neuverfilmung fand am 22. Dezember 2016 ein Winnetou-Special als Doppelfolge statt. Acht Kandidaten hatten als Auswahlfrage eine Themafrage zu lösen und wer es auf den Stuhl schaffte, eine weitere vorab in der Fragenleiter auf einen Platz zwischen 50 und 16.000 Euro zu setzen. Dieses Niveau stellte gleichzeitig die Sicherheitsstufe dar. Wurde es erreicht, setzte sich Günther Jauch beim Stellen dieser „Winnetou“-Frage eine indianische Federhaube auf. Jeder Kandidat durfte über drei Joker verfügen, den Publikums- und den Zusatzjoker sowie einen abgewandelten 50:50-Joker, der im Jokerdiagramm als Zielscheibe stilisiert wurde. Wählte der Kandidat diesen, bekam er einen Bogen und drei Pfeile in die Hand, mit denen er auf eine Zielscheibe zu schießen hatte. Damit zwei falsche Antworten wegfielen, musste er mindestens mit einem Pfeil die beiden inneren Ringe oder mit zwei Pfeilen die beiden äußeren Ringe treffen. Traf er nur mit einem oder mit keinem Pfeil die äußeren Ringe, verschwand nur eine oder keine falsche Antwort.

Weihnachts-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der letzten Ausgabe vor Weihnachten fand am 18. Dezember 2017 ein Weihnachts-Special mit doppelter Länge statt. Die Kandidaten nahmen nach korrekter Beantwortung der 500-Euro-Frage aus einem Sack „Geschenke“, die aus einem zusätzlichen Joker beziehungsweise einer Sicherheitsstufe bestanden. Bei den drei Kandidaten, die es auf den Ratestuhl schafften, waren dies ein doppelter Joker (z. B. bei einer Frage zwei Telefonjoker anrufen), eine zusätzlich, frei wählbare Sicherheitsstufe und ein fünfter Joker, bei dem der Kandidat sich für eine Joker-Art entscheiden musste.

Lehrer-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Doppelfolge am 16. April 2018 stellten acht Lehrer die Kandidaten. Auf dem Ratestuhl erspielten drei von ihnen 64.000, 16.000 und 8.000 Euro.

Fußball-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Juni 2018 wurde anlässlich der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft eine Doppelfolge mit dem Titel „Das große Special zur Fußball-WM“ ausgestrahlt. Die Auswahlfragen um das Thema Fußball stellte Matze Knop, der dabei den Bundestrainer Joachim Löw imitierte. Die acht Kandidaten hatten alle mit dem Thema Fußball zu tun, unter anderem traten eine Schiedsrichterin, ein Maskottchen-Darsteller sowie ein Musiker einer Fußballband an. Die drei Kandidaten, die es auf den Ratestuhl schafften, erspielten einmal keinen Gewinn und zweimal 16.000 Euro. Vor Spielbeginn konnten sie festlegen, bei welcher Gewinnstufe eine Fußballfrage gestellt werden sollte.

Abi-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. August 2018 traten acht Kandidaten an, die im Schuljahr 2017/2018 ihr Abitur erhalten haben. Die drei Kandidaten, die es auf den Ratestuhl schafften, erspielten einmal 32.000 Euro und zweimal 16.000 Euro.

Oktoberfest-Special[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Doppelfolge am 24. September 2018 traten acht Kandidaten an, die eine Tätigkeit auf dem zwei Tage zuvor eröffneten Oktoberfest ausüben, wie eine Wiesnführerin oder eine Rosenverkäuferin. Mottobezogen erschienen die Kandidaten in Tracht, Jauch zapfte ein Bierfass an und ließ sich von der letzten Kandidatin, einer Wiesnbedienung, im Tragen von zehn Maßkrügen unterweisen, bevor diese schlussendlich 500.000 Euro gewann. Zwei andere Kandidaten nahmen 500 und 32.000 Euro nach Hause.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strittige Fragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz intensiver Überprüfungen kommt es bei der Erstellung der Fragen in seltenen Fällen zu Fehlern, meist aufgrund widersprüchlicher Quellen. In einigen Fällen durfte der betreffende Kandidat später neu einsteigen.

  • „Jedes Rechteck ist ein …?“
    • Antwortmöglichkeiten: Rhombus, Quadrat, Trapez, Parallelogramm
    • Folge vom 31. Januar 2003
    • Wert: 16.000 €
    • Richtig sind zwei Antworten: Parallelogramm und Trapez, denn ein Rechteck ist sowohl Spezialfall des Trapezes als auch des Parallelogramms,[15] welches selbst ein Spezialfall eines Trapezes ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die große Brockhaus-Enzyklopädie (1996, Band 22) das Trapez ausdrücklich mit zwei unterschiedlich langen parallelen Seiten definiert und dann tatsächlich nur das gesuchte Parallelogramm richtig gewesen wäre. Nach der mathematischen Definition allerdings versteht man unter einem Trapez ein Viereck, das mindestens ein Paar paralleler Gegenseiten besitzt. Die Kandidatin, die bei dieser Frage ausgestiegen war, wurde erneut eingeladen.[16][17][18]
  • „Welcher Nobelpreisträger für Physik war mehrfacher Fußballnationalspieler seines Landes?“
    • Antwortmöglichkeiten: Gustav Hertz, Niels Bohr, Pierre Curie, Henri Becquerel
    • Folge vom 10. Oktober 2005
    • Wert: 500.000 €
    • Laut WWM soll es Niels Bohr gewesen sein. Belegbar ist aber nur, dass der Bruder Harald Bohr Fußball-Nationalspieler für Dänemark war. Beide Brüder waren erfolgreiche Vereinsfußballer. Der dänische Verband erklärte, für die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts keine Aufzeichnungen mehr zu haben. Möglicherweise beruht die Information, dass auch Niels Bohr Nationalspieler war, auf der Meldung einer dänischen Tageszeitung anlässlich der Nobelpreis-Verleihung an Niels Bohr. Eine der Quellen für die WWM-Redaktion war (neben der Brockhaus-CD-ROM) Wikipedia. Im Anschluss an die strittige Frage wurde dort der Eintrag zu Niels Bohr geändert. Der Kandidat wurde erneut eingeladen.[19]
Verkehrszeichen 317
  • „Worauf weist das zu den Richtzeichen gehörende Verkehrszeichen 317 hin?“
    • Antwortmöglichkeiten: Wanderdüne, Wanderzirkus, Wanderparkplatz,[20] Wanderratten
    • Folge vom 15. Januar 2007
    • Wert: 4.000 €
    • Nach der ab 1992 gültigen Straßenverkehrsordnung wäre die richtige Antwort Wandererparkplatz. Daraufhin erhielt die Kandidatin in der folgenden Sendung den bei der Wanderparkplatz-Frage verwendeten 50:50-Joker zurück. Das 1967 erstmals verordnete Verkehrszeichen wurde damals jedoch unter der Bezeichnung Wanderparkplatz eingeführt.[21] Der Ausdruck „Wanderparkplatz“ blieb offensichtlich im Bewusstsein weitaus gebräuchlicher als der später eingeführte „Wandererparkplatz“.
  • „Wer ist der Namensgeber einer der drei größten deutschen Universitäten?“
    • Antwortmöglichkeiten: Friedrich Wilhelm, Ludwig Maximilian, Ernst August, Peter Alexander
    • Folge vom 30. Januar 2017
    • Wert: 32.000 €
    • Der Kandidat entschied sich für Friedrich Wilhelm; richtig sei jedoch Ludwig Maximilian gewesen. Diesen Namen trägt zwar die Universität München, jedoch sind zwei verschiedene Personen Namensgeber: Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut, der die Universität damals noch mit Sitz in seiner Landeshauptstadt gründete, und König Maximilian I. Joseph von Bayern, der die Universität nach Ingolstadt verlegte. Da die Redaktion zu dem Schluss kam, die Frage sei missverständlich, wurde der Kandidat erneut eingeladen, musste jedoch – anders als die bisherigen Kandidaten, die aufgrund einer strittigen Frage ausschieden – erneut an der Auswahlrunde teilnehmen.[22]

Nachträgliche Disqualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Kandidat, der es in der Sendung einmal in die Mitte geschafft hat, ist von weiteren Teilnahmen an der Sendung ausgeschlossen. Diese Regel umging am 10. April 2006 ein Kandidat, der auf dem Stuhl in der Mitte als Reinhold Schlager 64.000 Euro erspielte, obwohl er bereits drei Jahre zuvor am 16. Mai 2003 unter dem Namen Luis Meyer 500 Euro als Kandidat gewonnen hatte. Er soll auf der Bewerbung zur erneuten Teilnahme auch falsche Angaben zu seinem Wohnsitz gemacht haben. Die Sendungsverantwortlichen haben den Spieler, der zufällig von einem Zuschauer wiedererkannt wurde, nachträglich disqualifiziert und zahlten den Betrag von 64.000 Euro nicht aus. Die verbliebenen Kandidaten der Show vom 10. April 2006 bekamen am 8. Mai 2006 eine zweite Chance.

Mutmaßlicher Betrug durch eine Spendenorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Prominenten-Special im September 2009 gewann Alice Schwarzer 500.000 Euro zugunsten des Berliner Frauenhilfsvereins Hatun und Can e. V. Im Rahmen späterer Nachfragen durch Schwarzer und RTL kam der Verdacht auf, dass der Verein Spenden nicht satzungsgemäß verwende.[23] Im März 2010 wurde der Vereinsgründer festgenommen[24] und von der Staatsanwaltschaft Berlin wegen betrügerischen Vorgehens angeklagt. Im September 2011 wurde er in erster Instanz wegen Spendenbetrugs zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Das Landgericht Berlin sah es als erwiesen an, dass er mit falschen Behauptungen Spendengelder in Höhe von rund 700.000 Euro erschlichen und für eigene Zwecke verwendet hat. Der Verein wäre jedoch „nur eine Luftnummer“ und habe ihm lediglich als Konstrukt gedient, um Spenden zu kassieren. Die Polizei konnte 360.000 Euro und einen 60.000 Euro teuren Pkw sicherstellen, jedoch ist der Verbleib des restlichen Geldes nicht geklärt. Der Angeklagte habe davon gut gelebt, doch es bestünde eine „riesige Deckungslücke“ zwischen den Spendeneinnahmen und den ermittelten Ausgaben. Das Gericht war überzeugt, dass nur „eine Handvoll Frauen“ finanzielle Hilfe oder anderweitige Unterstützung erhalten haben.[25]

Verdacht auf Schleichwerbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sendung vom 8. Dezember 2006 fragte Jauch nach dem körpereigenen Wirkstoff Hyaluron, der als Antifaltenmittel verwendet wird. In der folgenden Werbepause zeigte RTL einen Spot für eine Creme mit genau dieser Substanz. RTL bestritt einen Zusammenhang zwischen Frage und Werbespot; die für RTL zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt sah darin ebenfalls keine Schleichwerbung und wertete das Vorkommnis als Zufall.[26]

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Hauptgewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreizehnmal lösten Kandidaten die Millionenfrage, davon drei Prominente in den Prominenten-Specials. Zweimal wurde der Hauptgewinn dabei in Deutscher Mark, elfmal in Euro erreicht. Eine Kandidatin beantwortete die Millionenfrage nicht, sondern erzielte den bisherigen Höchstgewinn von mehr als 1.500.000 Euro über die Jackpotvariante (Stand: 7. Dezember 2015).

Millionen-
gewinner
Name Sendungsdatum Sendung
1 Eckhard Freise 2. Dezember 2000 62
2 Marlene Grabherr 20. Mai 2001 130
3 Gerhard Krammer 18. Oktober 2002 247
4 Maria Wienströer 29. März 2004 394
5 Stefan Lang 9. Oktober 2006 601
6 Timur Hahn 8. Januar 2007 627
7 Oliver Pocher 30. Mai 2008 Prominenten-Special 16
8 Thomas Gottschalk 20. November 2008 Prominenten-Special 17
9 Ralf Schnoor 26. November 2010 906
10 Barbara Schöneberger 30. Mai 2011 Prominenten-Special 22
11 Sebastian Langrock 11. März 2013 1073
12 Thorsten Fischer1 17. Oktober 2014 Fünfzehnjähriges Jubiläum
13 Nadja Sidikjar2 13. November 2015 2. Jackpot-Special
14 Leon Windscheid 7. Dezember 2015 1214
1 Hatte aufgrund einer Sonderregelung zum Special nur 11 Fragen zur Million zu beantworten
2 Gewann 1.538.450 Euro

Weitere bekannte Gewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb der Prominenten-Specials gibt es weitere Gewinner mit größerem Bekanntheitsgrad (Auswahl):

Jubiläumsfolgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendung Sendungsdatum Telefongewinnspiel
100 24. März 2001
200 4. März 2002
300 18. Oktober 2002
400 29. März 2004
500 10. September 2005 10.000 Euro
555 13. Februar 2006 5.555 Euro
600 6. Oktober 2006 6.000 Euro
700 12. November 2007 7.000 Euro
800 20. März 2009 8.000 Euro
900 5. November 2010 9.000 Euro
1000 3. Februar 2012 10.000 Euro1
11002 2. September 2013
15 Jahre 17. Oktober 2014 15.000 Euro
1200 22. Juni 2015
1250 30. Mai 2016 10.000 Euro
1300 13. März 2017 10.000 Euro
18 Jahre 18. September 2017 10.000 Euro
1 Der Gewinner durfte zudem als Kandidat an einer der folgenden Sendungen teilnehmen
2 Zweiter Teil einer Doppelfolge

Weitere Zahlen und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die ersten vier Sendungen wurden in den Niederlanden produziert.[29]
  • Seit dem Sendungsbeginn wurde das Design sechsmal verändert. (Stand: September 2012)
  • 2.731 Kandidaten waren seit der ersten Show am 3. September 1999 dabei. (Stand: 24. September 2018)
  • Sie erspielten insgesamt rund 113 Millionen Euro. (Stand: 1372 Folgen – September 2018)
  • Die Millionenfrage wurde insgesamt 88-mal gestellt. (Stand: 24. September 2018)
  • Von diesen 88-mal wurde sie einmal falsch und dreizehnmal richtig beantwortet. (Stand: 24. September 2018)
  • Es gibt 42 Gewinner, die 500.000 Euro gewannen, zwei Kandidaten, die die Gewinnsumme von 750.000 Euro erspielten und zwei Kandidaten, die beim Jackpot-Spezial 917.600 Euro bzw. 1.538.450 Euro gewannen. (Stand: 24. September 2018).
  • Bisher gab es 31 Kandidaten, die das Spiel gänzlich ohne Gewinn beendeten, davon fünf Kandidaten beim Jackpot-Spezial und eine Kandidatin, die bereits die 50-Euro-Frage falsch beantwortete. (Stand: 4. Juni 2018)
  • Am 14. März 2011 wurde die 25.000. Frage gestellt.
  • Bisher wurde sechsmal der Publikumsjoker bei der Millionenfrage angewendet, dabei wählte die Mehrheit des Publikums viermal die falsche Antwort. (Stand: 13. April 2012)[30]
  • Durchschnittlich gewann jeder Kandidat 36.306 Euro. (Stand: 999 Folgen – Januar 2012)
  • Pro Sendung werden durchschnittlich Gewinne in Höhe von 75.000 Euro ausgeschüttet.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tanja Ortmann beantwortete die erste Auswahlfrage in 4,85 Sekunden – und wurde damit am 3. September 1999 als erste Kandidatin bei Wer wird Millionär? ausgewählt. Sie gewann nach etwa 25 Minuten 8.000 DM. Ortmann verstarb im Jahr 2008.[31]
  • Der Moderator hat für jede Auswahlrunde drei Fragen bei sich. Es ist schon vorgekommen, dass keine der Fragen beantwortet wurde und eine vierte ins Studio gebracht werden musste.
  • Im März 2002 schaffte es erstmals eine blinde Kandidatin in die Mitte. Sie erspielte 32.000 Euro.[32]
  • Im Februar 2005 beantworten zwei Kandidaten eine Auswahlfrage auf die hundertstel Sekunde genau gleich schnell richtig. Es folgte ein Stechen zwischen diesen beiden. Da sie die folgende Auswahlfrage nicht innerhalb des Zeitlimits beantworten konnten, musste eine weitere Auswahlfrage herhalten.
  • Für die Sendung am 10. Oktober 2005 schafften es zwei verwandte Kandidaten sowie eine weitere diesen bekannte Person, sich zu qualifizieren. Es handelt sich um Antje Telgenbüscher, ihren Sohn Jochen Telgenbüscher und einen Sohn dessen Griechischlehrers.[33] Erstere hatten beide ihren Ehemann beziehungsweise Vater als Telefon-Joker angegeben.[34] Letzterer schaffte es zuerst auf den Stuhl und gewann 125.000 Euro (die letzte Frage war die oben aufgeführte strittige Frage nach Niels Bohr[35]). Anschließend gelang es auch Jochen Telgenbüscher, die Auswahlfrage kurz vor Sendungsschluss als Schnellster zu beantworten.[33] Er erspielte in der darauffolgenden Sendung 32.000 Euro. Durch die Teilnahme an zahlreichen Quizsendungen hat er sich über sieben Jahre sein Studium finanziert und veröffentlichte ein Buch mit Ratschlägen zur Vorbereitung auf Quizshows (Quizknacker. Ein Gewinner zeigt wie’s geht).[36]
  • Viermal schaffte es keiner der Kandidaten in die Mitte, da die Überhangkandidaten die ganze Sendung benötigten. Zweimal benötigte ein Kandidat gleich drei Sendungen. Nach Aaron Troschke, dem das 2012 zuerst gelang, brauchte auch Leon Windscheid drei Sendungen für seinen Millionengewinn am 7. Dezember 2015. Die Kandidaten bekamen jeweils eine neue Chance.
  • Am 20. November 2008 nahm Thomas Gottschalk am 17. Prominenten-Special teil. Dabei gab er an, Marcel Reich-Ranicki als Telefonjoker zu haben. Reich-Ranicki hatte erst kurze Zeit zuvor breite mediale Aufmerksamkeit erregt, als er den Deutschen Fernsehpreis 2008 in einer von Gottschalk moderierten Sendung nicht angenommen hatte und das Bildungsniveau im deutschen Fernsehen scharf kritisierte. Schließlich setzte Gottschalk den Joker ein, als sich die Millionenfrage mit Franz Kafka beschäftigte. Reich-Ranicki konnte sie problemlos beantworten.
  • Am 16. März 2009 schied erstmals eine Kandidatin mit vier ungenutzten Jokern aus dem Spiel aus.
  • Das 18. Prominenten-Special vom 29. Mai 2009 musste zweimal aufgezeichnet werden. Einen Tag nach der ersten Aufzeichnung vom 19. Mai wurden in einem Konferenzraum Fragenausdrucke gefunden, die dort nach einer Beratung der Redaktion am 13. Mai vergessen worden waren, statt sie unmittelbar danach zu vernichten. Um Beeinflussungen gänzlich auszuschließen, entschied man sich, die Sendung am 26. Mai erneut aufzuzeichnen. Dabei wurde den Prominenten versichert, mindestens ihre in der ersten Aufzeichnung erspielte Summe zu erhalten.[37] In der Sendung kam es dann zu weiteren Neuheiten: Erstmals stand beim Zusatzjoker niemand aus dem Publikum auf. Außerdem durfte Cindy aus Marzahn ihren Zusatzjoker zweimal benutzen.
  • In der 2. Jubiläumsfolge am 18. September 2009 wurde bei dem zweiten Kandidaten die 2000-Euro-Frage ausgelassen. Der Kandidat beantwortete die 1000-Euro-Frage, bei der es um einen Ochsenfrosch ging, richtig. Danach wurde plötzlich die 4000-Euro-Frage gestellt. Günther Jauch, dem Kandidaten und dem Publikum fiel das nicht auf.
  • In einer Folge wurde nach dem Durchschnittsalter der neuen Bundesregierung gefragt. Das Alter hatte sich jedoch vor der Ausstrahlung der Sendung verändert, da Franz Josef Jung zurückgetreten und Kristina Schröder (damals noch als Kristina Köhler) neu vereidigt worden war. Ein eingeblendeter Text wies darauf hin, dass die Antwort zum Zeitpunkt der Aufzeichnung korrekt war.
  • Am 12. November 2010 nahm eine Kandidatin den Zusatzjoker bei der 300-Euro-Frage: „Wer mit seinem Auto sehr schnell fährt, der …? A wärmt, B feuert, C heizt, D macht den Kamin an“ (richtige Antwort war C). Damit hat der Zusatzjoker zum ersten Mal für eine Antwort mehr Geld bekommen als die Kandidatin. Die Kandidatin fiel später von 4000 Euro auf 500 Euro zurück.
  • In der 906. Folge Ende 2010 kannte der Kandidat die Antwort auf die Millionenfrage bereits, als der Telefonjoker angerufen wurde. Der Kandidat begann das Telefonat mit der Frage, ob der Telefonjoker noch bei der Arbeit sei.[38]
  • Am 28. Januar 2011 hatte die Begleitung eines Kandidaten die richtige Antwort versehentlich verraten, welches Günther Jauch jedoch auch als Versehen ansah und die Frage weiterlaufen ließ.
  • Für ihren Auftritt im Prominenten-Special am 30. Mai 2011 hatte Maria Höfl-Riesch nur zwei Telefonjoker zur Verfügung, weil der ebenfalls vorgesehene Ralf Rangnick keine Zeit hatte. Auf Vorschlag von Steffen Hallaschka wurde dann bei der 125.000-Euro-Frage ein Studiogast spontan zum Telefonjoker ernannt und von Jauch hinter die Studiotür gebracht, um den Regeln des Telefonjokers zu entsprechen und sich nicht im Studio zu befinden. Bei einem virtuellen Anruf antwortete der Studiogast mit einem Megafon durch die offene Tür. Wie die Zusatzjoker erhielt er für die richtige Antwort 500 Euro.
  • In der Doppelfolge am 23. September 2011 hatte ein Kandidat seinen Telefonjoker fünfmal verwenden dürfen. Beim ersten Mal war die gewünschte Person nicht erreichbar, und der Kandidat durfte einen anderen Joker verwenden. In der nachfolgenden Frage, der Telefonjoker war als einzige Hilfe übrig geblieben, war eine weitere Person nicht erreichbar. Jauch eröffnete ihm die Möglichkeit, den erweiterten Telefonjoker zu nutzen. Da es sich um eine Modefrage handelte, wünschte der Kandidat eine weibliche Person zu sprechen: Die erste aus Düsseldorf ging ans Telefon, war aber ob der Tatsache erbost, dass ihre Telefonnummer bei RTL zugänglich war, und legte auf. Eine zweite Frau aus München war nicht erreichbar. Erst die dritte Frau aus Potsdam spielte mit, konnte jedoch die Frage nicht beantworten.
  • In einer Folge vom Oktober 2011 gelang es einer Frau als Zusatzjoker, in einer Sendung doppelt die 500 Euro zu gewinnen, indem sie die Fragen zweier Kandidaten richtig beantwortete.
  • In der Sendung vom 14. November 2011 schaffte es ein Zusatzjoker erstmals, die 500 Euro zu gewinnen, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Bei der 8000-Euro-Frage, bei der es um das Zusammenrechnen von Dartpunkten ging, half Jauch der Kandidatin, die zum Schluss doch zur richtigen Antwort fand. Der Zusatzjoker gewann die 500 Euro, die Kandidatin beendete das Spiel bei 16.000 Euro.
  • Die häufigste richtige Antwort in den ersten 1000 Folgen Wer wird Millionär? war „Spanien“; sie kam 17-mal vor. In der tausendsten Sendung wurde diese Frage als Millionenfrage gestellt, die ein Kandidat garantiert spielen durfte, egal wann er ausgestiegen war.
  • Abgesehen von den Prominenten-Specials gewannen bislang zwei Kandidaten, am 11. März 2013 und am 7. Dezember 2015, mit der Risikovariante die Höchstsumme.
  • In der Sendung vom 26. Oktober 2012 wurde eine Frage inoffiziell gestellt: Eine Kandidatin beantwortete die 125.000-Euro-Frage nicht und gewann 64.000 Euro. Da sie anschließend jedoch beim Raten der 125.000-Euro-Frage richtig tippte, ließ es sich Günther Jauch nicht nehmen, eine 500.000-Euro-Frage stellen zu lassen, um zu testen, ob die Kandidatin auch diese richtig beantworten würde. An dieser scheiterte sie jedoch. Das geschah bereits bei einem anderen Kandidaten in den Vorjahren.
  • Beim Promi-Special am 22. November 2012 war der Telefonjoker von Michael Kessler Günther Jauch. Die gestellte Frage war: Wie heißt Günther Jauch mit zweitem Vornamen?
  • In der Folge vom 11. März 2013 gewann der Kandidat eine Million Euro – er wusste die letzte Antwort bereits, bevor die Antwortmöglichkeiten genannt wurden, hatte dabei aber mit dem Telefonjoker noch einen seiner vier Joker. Dennoch wurde dieser benutzt, dem Angerufenen dabei aber erst nach der Vorlesung der Frage gesagt, dass das Spiel bereits beendet war.[39]
  • Beim Promi-Special am 21. November 2013 saß erstmals eine Moderatorin von Wer wird Millionär? auf dem Kandidatenstuhl: Khatera Yusufi moderiert die afghanische Ausgabe. Die Journalistin aus Kabul ist in Deutschland aufgewachsen und ausgebildet und erspielte 64.000 Euro für den RTL-Spendenmarathon.[40]
  • In derselben Sendung schaffte es der Fußballexperte und Telefonjoker Waldemar Hartmann mit einem Patzer bei einer Fußballfrage in die Schlagzeilen. Die Supertalent-Juroren Lena Gercke und Guido Maria Kretschmer stellten ihm die 64.000-Euro-Frage „Welche Fußballnation konnte bei den bisherigen 19 Weltmeisterschaften nie den Titel im eigenen Land gewinnen?“ Aus den Antwortmöglichkeiten Brasilien, Deutschland, Argentinien oder Frankreich entschied sich Hartmann für Deutschland, das jedoch 1974 den Titel im eigenen Land gewann. Erst nach Jauchs Hilfestellung, sich durch den Publikumsjoker noch einmal abzusichern, kamen die Kandidaten der richtigen Antwort Brasilien auf die Spur.[41] (Beim Promi-Special am 11. Juni 2018 war Hartmann erneut Telefonjoker, diesmal für Chris Tall. Bei der 32.000-Euro-Frage „Welche ist die einwohnerreichste Stadt Deutschlands, die noch nie einen Erstligisten im Männerfußball stellte?“ entschied sich Hartmann aus den Antwortmöglichkeiten Bonn, Dresden, Fürth und Saarbrücken sowohl für Bonn als auch für Fürth, was im Studio für Verwirrung sorgte. Tall wählte mit Hilfe des 50:50-Jokers schließlich die richtige Antwort Bonn.)
  • Am 14. Februar 2014 schaffte es der bis dahin älteste Kandidat der Sendung in die Mitte: Karlheinz Reher war 86 Jahre alt. In der darauffolgenden Folge am 17. Februar gewann er 125.000 Euro. Vor der Teilnahme an der Show hatte er sich nach eigener Aussage knapp 300-mal erfolglos beworben.[42]
  • Am 17. Oktober 2014 beantwortete ein Kandidat zum ersten Mal die Millionenfrage falsch. Georges Devalois Yepnang Mouhoutou aus Siegen wählte in der Sendung zum 15-jährigen Jubiläum nach dem Erreichen der 16.000 Euro die Möglichkeit, die Millionenfrage direkt gestellt zu bekommen, die dann definitiv beantwortet werden musste. Er wählte die falsche Antwort und fiel von 16.000 Euro auf 500 Euro zurück.
  • Am 15. Juni 2015 beantwortete zum ersten Mal in der Geschichte von Wer wird Millionär? eine Kandidatin die 50-Euro-Frage falsch.[43]
  • In der Folge vom 21. September 2015 verriet Günther Jauch versehentlich indirekt die Antwort auf eine 16.000-Euro-Frage. In der Frage, in der es um den identischen Standort des Schlosses Charlottenburg und des (gesuchten) Schlosses Bellevue ging, erwähnte Jauch ungläubig den korrekten Ort – die Bundeshauptstadt Berlin. Daraus folgerte der Kandidat die richtige Antwort. In der Sendung vom 27. März 2017 kam es zu einer ähnlichen Situation, als Jauch bei einer 2.000-Euro-Frage einen Evergreen um den gesuchten Namen Alice als Sprachgesang ergänzte.
  • Als bislang ältester Telefonjoker beantwortete in der Sendung vom 14. März 2016 der 101-jährige Hans von Seggern die 125.000-Euro-Frage richtig.
  • Im Undercover-Special vom 1. Dezember 2016 wurde einer Kandidatin folgende 100-€-Frage gestellt: Steht man während einer Kabinettssitzung vor dem Bundeskanzleramt, dann tagen …? Die richtige Antwort sollte innen Minister lauten, tatsächlich stand aber im Antwortfeld innen Minster.
  • Der Philosoph Richard David Precht ist der bislang einzige Kandidat, der sowohl in einer regulären Ausgabe (17. November 2003) als auch bei einem Prominenten-Special (22. Mai 2017) antrat.[44]
  • In der Ausgabe vom 29. Mai 2017 wurde vom Kandidaten ein Zusatzjoker ausgewählt, der bereits eine Woche zuvor in dieser Funktion eine Frage beantworten durfte. In beiden Fällen gab er die richtige Antwort.
  • Im Zocker-Special vom 21. August 2017 schaffte es Heinrich Röhrl in die Mitte. Er hatte sich von allen bisherigen Kandidaten mit 3899-mal am häufigsten beworben und erspielte in der Sendung 125.000 Euro.[45]
  • Im Klugscheißer-Special vom 16. Januar 2018 war auf Günther Jauchs Moderationskarte ein Name falsch angegeben, des Weiteren wurde einem Kandidaten versehentlich die 50-Euro-Frage seiner Vorgängerin gestellt.[46]
  • In der Ausgabe vom 19. Januar 2018 war das Studio exotisch dekoriert, denn am selben Abend feierte die zwölfte Staffel von Ich bin ein Star - Holt mich hier raus ihre Premiere. Aus diesem Anlass stellte Bob McCarron, der in der Dschungel-Sendung als Dr. Bob auftritt, per Einspieler aus Australien die Auswahlfrage.[47] In der darauffolgenden Ausgabe vom 22. Januar wurde dieselbe Kulisse genutzt, und Dr. Bob stellte erneut die Auswahlfrage.
  • Beim Promi-Special vom 11. Juni 2018 bekam in der Runde von Dunja Hayali der Zusatzjoker nicht wie üblich 500, sondern 1000 Euro für die korrekte Beantwortung der 500.000-Euro-Frage. Hayali entschied sich allerdings gegen das Risiko und wählte die Antwort nicht.
  • Beim Abi-Special vom 20. August 2018 war gleich bei zwei Kandidaten ein Telefonjoker nicht zu erreichen.[48]

Gesellschaftlicher Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie auch andere Sendungen mit hohen Einschaltquoten im deutschen Fernsehen hat WWM einen gesamtgesellschaftlichen Einfluss. So haben inzwischen die Begriffe „Telefonjoker“, „Publikumsjoker“ und „Fifty-fifty-Joker“ einen so hohen Bekanntheitsgrad erreicht, dass sie in der 24. Auflage des Duden-Rechtschreibwörterbuchs zu finden sind. Diese Tatsache wurde sogar in einer 125.000-Euro-Frage im Prominentenspecial vom 22. November 2007 thematisiert: „Welcher Begriff schaffte es nicht in die aktuelle, 24. Auflage des Rechtschreibdudens? A: Millionenfrage, B: Fifty-fifty-Joker, C: Telefonjoker, D: Publikumsjoker“ – Anke Engelke als Kandidatin beantwortete sie richtig, indem sie Antwort A wählte.

In anderen Quizsendungen wird immer wieder scherzhaft nach den aus WWM bekannten Jokern gefragt, wenn der Kandidat nicht weiter weiß.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wer Wird Millionär?
  • Wer Wird Millionär 2
  • Wer Wird Millionär 3
  • Wer Wird Millionär – vierte Edition
  • Wer Wird Millionär – Sport Edition
  • Wer Wird Millionär – Party Edition
  • Wer Wird Millionär Junior
  • Wer Wird Millionär – Collectors Edition (beinhaltet WWM 3 und 4 sowie die Sport-Edition)

DVD-Spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgestimmt zur Fernsehsendung gibt es ein gleichnamiges DVD-Spiel von Ravensburger, von dem zwei Editionen erhältlich sind. In der 1. Edition kann man nach Erreichen der Millionenfrage eine Reise gewinnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günther Jauchs Senderwechsel von RTL zu ARD: Der Meister der Unterhaltung wird Polit-Talker. In: bild.de. 10. Juni 2010, abgerufen am 12. April 2018.
  2. Thomas Lückerath: Geschäftsführer Stefan Hoff im Gespräch: Studiobetreiber Nobeo reitet auf Gameshow-Welle. In: DWDL.de. 18. August 2016, abgerufen am 25. Januar 2018.
  3. Blick hinter die Kulissen: 15 skurrile Fakten über „Wer Wird Millionär“, die Sie nicht vergessen werden. In: focus.de. 3. Mai 2016, abgerufen am 12. April 2018.
  4. Jauchs Millionen-Mastermind packt aus (Memento vom 3. Juni 2013 im Internet Archive)
  5. a b Das Jubiläums-Prominenten-Special wäre das 19. Prominenten-Special gewesen, wurde aber in der offiziellen Nummerierung übersprungen
  6. Presseportal
  7. Spiegel-Online.de: Wie Pocher bei Jauch die erste Promi-Million holte
  8. Julia Bähr auf focus.de: „Ich bin hart, aber ungerecht“. Erfolgsgeschichte Wer wird Millionär?
  9. RTL schickt Oma und Opa mit Enkeln zu "WWM". DWDL, 9. Dezember 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  10. „Dann sterben Sie hier“ – Jauch witzelt über 89-jährigen Kandidaten. Focus, 28. Dezember 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  11. Ida Haltaufderheide: Wer Wird Millionär – Das Zwillings-Special: „Anleitung zum Steuern hinterziehen“. In: focus.de. 19. März 2018, abgerufen am 20. März 2018.
  12. „Wer wird Millionär?“ Publikum gibt falsche Antwort vor – Kandidat räumt trotzdem ab. In: express.de. 10. April 2018, abgerufen am 10. April 2018.
  13. „WWM-Zockerspecial“: Schrotthändler Alexander holt sich 750.000 Euro (Memento des Originals vom 3. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rtl.de. rtl.de, 13. September 2013. Abgerufen am 16. September 2013
  14. Vereinsspecial bei „Wer wird Millionär?“: Tattoo für Günther Jauch. In: augsburger-allgemeine.de. 12. Dezember 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  15. Jauchs Quizshow: Falsche Frage – Kandidatin erhält neue Chance. In Spiegel Online. 3. Februar 2003, abgerufen am 7. Mai 2013
  16. Christoph Pöppe: Ist jedes Rechteck ein Trapez? Spektrum.de, 1. April 2003, abgerufen am 7. Mai 2013
  17. Jedes Rechteck ist auch ein Trapez Website der Die Welt vom 03.02.2003. Abgerufen am 7. Februar 2017.
  18. Jauchs Quizshow: Falsche Frage - Kandidatin erhält neue Chance Website des Spiegels vom 03.02.2003. Abgerufen am 7. Februar 2017.
  19. „Wer wird Millionär?“ Kandidat bekommt eine zweite Chance. In: Der Spiegel. 12. Oktober 2005, abgerufen am 7. Februar 2017.
  20. Zehn Jahre „Wer wird Millionär?“ Hier entstehen die Fragen für Günther Jauch. In: RP Online. 11. September 2009, abgerufen am 7. Mai 2013.
  21. Verkehrszeichen für Wanderparkplätze. In: Verkehrsblatt. 1967, Nr. 128, S. 298.
  22. Das gab’s noch nie! Jauch-Kandidat darf nochmal bei WWM ran – und das ist der Grund! Website des Express vom 03.02.2017. Abgerufen am 5. Februar 2017.
  23. Hintergrundbericht im Magazin Stern: Wie der Verein Spender getäuscht haben soll (Memento vom 23. Mai 2010 im Internet Archive) vom 14. April 2010 (Archiv-Version, nur teilweise einsehbar)
  24. Vereinsvorsitzender von Hatun und Can verhaftet, Der Tagesspiegel, 25. August 2010
  25. Fast fünf Jahre Haft für Gründer von Hatun & Can. In Spiegel Online vom 21. September 2011
  26. Untersuchungsergebnis: Schleichwerbung bei Jauch war „Zufall“. In: spiegel.de. 18. Dezember 2006, abgerufen am 10. Juni 2018.
  27. Quiz-Weltmeisterschaften feiern Premiere in Hannover. Hannoversche Allgemeine. 31. Mai 2013. Abgerufen am 26. Juli 2018.
  28. Christopher Menge: Celler Thorsten Zirkel kämpft in ZDF-Sendung bei Kerner um 500.000 Euro. Cellesche Zeitung, 1. Dezember 2013, abgerufen am 2. August 2018.
  29. „Wer wird Millionär?“: Günter Jauch verrät seine Zukunftspläne. In: focus.de. 18. September 2017, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  30. Statistik. Abgerufen am 19. Januar 2018.
  31. focus.de: Zehn Jahre "Wer wird Millionär?"
  32. berliner-zeitung.de
  33. a b „Wer wird Millionär?“: Merkwürdiges Familientreffen bei Günther Jauch. Spiegel Online, 11. Oktober 2005
  34. Zufall? Mutter und Sohn bei „Wer wird Millionär?“ (Memento des Originals vom 19. Mai 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rp-online.de. RP online, 10. Oktober 2005
  35. Das seltsame Millionärs-Quiz. Berliner Morgenpost. 12. Oktober 2005
  36. Im Rätsel-Trainingslager. Wie werde ich zum Quizknacker? Spiegel Online. 6. Oktober 2005
  37. RTL muss Prominenten-„Wer wird Millionär?“ zweimal aufzeichnen. Auf: FAZ.NET
  38. Mike Glindmeier, Benjamin Schulz: Cooler Kneipier räumt bei Jauch die Million ab. In: spiegel.de. 26. November 2010, abgerufen am 12. September 2017.
  39. Sensationell! Pokerspieler räumt bei Wer wird Millionär? die Million ab! 11. März 2013, abgerufen am 11. März 2013.
  40. WWM-Promispecial: Insgesamt 378.000 Euro für den RTL-Spendenmarathon! RTL.DE, 21. November 2013, archiviert vom Original am 23. November 2013; abgerufen am 22. November 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rtl.de
  41. WWM-Promispecial: „Waldi“ patzt – Jauch zeigt Verständnis! RTL.DE, 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.
  42. Wer wird Millionär: Ältester Kandidat bei Günther Jauch gewinnt 125.000 Euro auf focus.de vom 18. Februar 2014
  43. Totalabsturz! Studentin fliegt bei der 50-Euro-Frage, 15. Juni 2015
  44. Wer wird Millionär? - Das Prominentenspecial vom 22.05.2017 (Videoclip) RTL. S. 4, ab 2:31. 22. Mai 2017. Abgerufen am 23. Mai 2017.
  45. Kandidat landet endlich auf Günther Jauchs Stuhl. In: t-online.de. 22. August 2017, abgerufen am 18. Januar 2018.
  46. Panne bei „Wer wird Millionär?“: Günther Jauch stellt Frage doppelt. 16. Januar 2018, abgerufen am 20. Januar 2018.
  47. Dr. Bob bei „Wer wird Millionär“ – Die Millionen-Frage stellte Jauch aber nicht ihm. In: t-online.de. 21. Januar 2018, abgerufen am 9. März 2018.
  48. "Wer wird Millionär?" Das mit den Telefon-Jokern ist manchmal so eine Sache… In: rtl.de. 31. August 2018, abgerufen am 31. August 2018.