Weranika Zepkala

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Weranika Zepkala (2020)

Weranika Walerjewna Zepkala (belarussisch Вераніка Валер’еўна Цапкала, russisch Вероника Валерьевна Цепкало Veronika Tsepkalo; * 7. September 1972 in Mahiljou) ist eine belarussische parteilose Bürgerrechtlerin.

1998 schloss Zepkala ein Studium an der Fakultät für Internationale Beziehungen der Belarussischen Staatlichen Universität mit einem Diplom in Internationalen Beziehungen ab. Von 2004 bis 2006 studierte sie an der School of Management and Business der Belarussischen Staatlichen Wirtschaftsuniversität. Im Jahr 2008 studierte sie an dem National Institute of Small and Medium Enterprises in Hyderabad, Indien. Sie ist tätig für Microsoft.

Nachdem Zepkalas Mann Waleryj im Mai 2020 angekündigt hatte, für die Präsidentschaftswahl in Belarus zu kandidieren, begleitete sie ihn auf Veranstaltungen. Waleyj Zepkala wurde von der Wahlkommission jedoch nicht als Kandidat zugelassen. Er verließ im Juli 2020 mit den gemeinsamen Kindern das Land, um sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor waren Drohungen gegen die Kinder ausgesprochen worden.[1] Die Oppositionellen Swjatlana Zichanouskaja, Wiktar Babaryka und Zepkala schlossen sich zu einem Bündnis zusammen, das einen gemeinsamen Wahlkampf organisierte. Bei Auftritten vertrat Weranika Zepkala dabei ihren Mann. Später unterstützte sie die Kampagne der einzigen zugelassenen Oppositionskandidatin Swjatlana Zichanouskaja.[2] Selbst von den Behörden unter Druck gesetzt, verließ sie am Vorabend der Wahl das Land und sah ihren Mann in Moskau wieder. Ab September 2020 hielt sie sich nach Medieninformationen in der Ukraine auf.[3]

Zusammen mit den belarussischen Oppositionspolitikerinnen Swjatlana Zichanouskaja und Maryja Kalesnikawa erhält sie den Karlspreis 2022.[4] 2021 wurde den drei Frauen der Fritz-Csoklich-Demokratiepreis zuerkannt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Veronica Tsepkalo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die unerwartete neue Hoffnung für Belarus, merkur.de, 7. Oktober 2021.
  2. Flucht nach Moskau: Waleri Zepkalo im euronews-Interview, Euronews, 11. August 2020.
  3. Belarus opposition figure detained at Ukraine border, France 24, 8. September 2020.
  4. Swetlana Tichanowskaja erhält den Karlspreis 2022, Tagesspiegel, 17. Dezember 2021.
  5. Fritz-Csoklich-Preis: Auszeichnung für Frauen-Trio. In: Die Presse. 16. Juli 2021, abgerufen am 17. Dezember 2021.