Werder (bei Lübz)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Werder führt kein Wappen
Werder (bei Lübz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Werder hervorgehoben
Koordinaten: 53° 30′ N, 12° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 18,08 km2
Einwohner: 388 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19386
Vorwahl: 038731
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 151
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Markt 22
19386 Lübz
Webpräsenz: www.amt-eldenburg-luebz.de
Bürgermeister: Berno Schmalfeldt
Lage der Gemeinde Werder im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Werder ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet grenzt im Süden direkt an Lübz. Die höchste Erhebung ist im Norden der Sandberg mit 85,8 m ü. HN. Im Norden liegt auch das Waldgebiet Sehlsdorfer Tannen. Ein weiteres kleineres Waldgebiet ist das Birkmoor nördlich des Ortes Werder. Größere Seen und Fließgewässer gibt es in der Gemeinde nicht. Nördlich der Gemeinde befindet sich in etwa zwölf Kilometern Entfernung die Stadt Goldberg.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Benthen
  • Neu Benthen
  • Tannenhof
  • Werder[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werder wurde erstmals am 11. November 1234 urkundlich erwähnt.[3] Fürst Heinrich von Mecklenburg verpfändete damals seinen Anteil am Land Turne und das Lübzer Schloss Eldenburg an die in Lübz wohnwenden Brüder Helmold, Hinricke, Hennecken und Godewarde von Plessen. Erst 1446 wurde Werder bei Spenden in der St. Marienkirche zu Parchim wieder erwähnt. Beim Umbau der Burg Lübz hatten die Bauern aus Werder und Lattran (Lutheran) Hand- und Spanndienste zu erbringen.

Während des Dreißigjährigen Krieges gab es neben Scharmützeln und Plünderungen auch Einquartierungen in Werder. Höhepunkt des Leidens und der Zerstörung des Dorfes war 1635. Im Inventarium des Fürstlichen Amtes Lübz vom 31. Mai 1644 ist über das Dorf Werder zu lesen: Hirin haben 12 Hufener, mit dem Schulzen, ein Halb Hufener, 3 Kossaten und 7 Büdners gewohnet, itzo wohnt noch 7 darin. Einige Töchter arbeiteten in Lübz und die Söhne waren zu dieser Zeit Soldaten in Dänemark.

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Benthen und Tannenhof eingegliedert. Ruthen kam am 1. Januar 1951 hinzu.

Im Jahr 1997 wurde Werder zur schönsten Gemeinde des bis 2011 bestehenden Landkreises Parchim gekürt.

Benthen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Mittelalter ist zu Benthen nur eine Urkunde bekannt. Am 5. Juli 1267 soll Bischof Hermann von Schwerin die Kirche zu Benthen geweiht haben. [4] Seit dem 16. Jahrhundert und auch noch später gab es viel Streit zwischen den von Passow und von Weltzien, die auf ihren nach Benthen hin eingepfarrten Gütern Passow und Weisin saßen und an einzelnen Bauernhöfen in Benthen verschiedene Anrechte hatten. Bis 1700 saßen die von Weltzien noch in Benthen. Weitere Besitzfolge:

  • bis 1738 Adam Henning von Bülow
  • bis 1796 die von Weltzin
  • bis 1801 Dr. August Wilhelm Studemund
  • bis 1810 Adam Ernst Friedrich Otto von Flotow
  • bis 1833 Ernst Otto Friedrich von Raven
  • bis 1860 Christian Heinrich Düssler
  • bis 1883 Karl Johann Andreas Krey
  • bis 1938 Familie Glantz

Tannenhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1701 wurde vom Hauptmann Adam Henning von Bülow eine Meierei, der Tannenhof, auch Eulenkrug genannt, angelegt und durch einen Verwalter bewirtschaftet.[5]

  • 1709 Hansen, erster Verwalter
  • 1730 Herrmann Kahlen
  • 1738 Zibbeuren (Zibbuhr, Zebur)

Zu einem Hauptgut wurde Tannenhof erst 1796 erhoben, als der Dobbertiner Klosterhauptmann Rittmeister Gottfried Hartwig von Weltzien dahin zieht.[6]

  • 1810 Bresen
  • 1811 Hauptmann Maximilian Wilhelm von Weltzien
  • 1823 Friedrich Schumacher
  • 1830 Otto, Malchin, Becker, August von Schack
  • 1884 Otto Ewert
  • 1885 Kypprianus Amaranthus Kratsch aus Altenburg, Rittergutsbesitzer Blanck, Ludwig Müller
  • 1927 Wallis, Frau Hauptmann Schmidt
  • 1928 Werner Fenner

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Augustin: Chronik des Kirchspiels Benthen. 1939 (Neu bearbeitet von Burghard Keuthe, Parchim 1995)
  • Ralf Berg, Christel Helmcke: 675 Jahre Werder. 1324–1999 Parchim 1999.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 19 kB) der Gemeinde
  3. MUB VII. /1872, Nr. 4570.
  4. MUB IV. (1867) Nr. 2693.
  5. Dorfkirche Bentehen, Geschichte.
  6. Karl Augustin: Tannenhof. In: Chronik des Kirchspiels Benthen. 1939 S. 26.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werder (bei Lübz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien