Werkstatt Kollerschlag

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Die Werkstatt Kollerschlag wurde 1985 von den Brüdern Heinz, Wolfgang und Werner Baumüller gegründet und agiert als organisatorische Drehscheibe für Konzeption, Planung und Ausführung von Kunstprojekten. Die Werkstatt Kollerschlag ist in Kontakt mit einigen der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Die Vermittlungstätigkeit in der Ausführung der Werke erreicht die verschiedensten Handwerksbereiche. Es werden Skulpturen und Plastiken in sämtlichen Materialien und Größen produziert.

Zu Beginn stand die Frage, wie man es schaffen könnte, international bekannte und anerkannte Künstler in den damals eher unbekannten Ort Kollerschlag im Oberen Mühlviertel zu holen. Die Lösung fanden die Brüder in der Idee, die Skulpturen der Künstler hier nicht nur auszustellen, sondern auch herzustellen.

Drei Brüder als Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Baumüller, geb. 1954, übernahm ursprünglich das elterliche Geschäft und war bis 2008 Geschäftsführer der Werkstatt Kollerschlag. Sein Hauptaufgabengebiet ist die Produktion der Kunstwerke, wobei er die Produktionskonzepte erstellt, die er dann mit Partnerbetrieben, zu denen meist eine langjährige Vertrauensbasis besteht, umsetzt.
  • Werner Baumüller, geb. 1956, ist seit 2008 Geschäftsführer. Er war ursprünglich Werbetexter und ist nun für die Kundenkontakte und Konzepte verantwortlich.

Die Umsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1986 zeigte die Werkstatt Kollerschlag ihre erste Ausstellung[1]. Der Text auf der Einladung begann mit den Worten: Wir beginnen mit Beuys,…. Damit war auch gleich die Latte gelegt, die Brüder zeigten damit, dass sie bei Qualität und Bekanntheit der Künstler ganz oben eingestiegen sind. In der Folge gab es je eine Ausstellung pro Jahr. Das Wohnhaus der Familie Baumüller, in dem es ursprünglich auch eine Gemischtwarenhandlung samt diversen Magazinen gab, wurde von den Architekten Ortner & Ortner Baukunst in eine Moderne Galerie umfunktioniert. Insgesamt gab es 10 Vernissagen in Kollerschlag, zu denen Jahr für Jahr immer mehr Gäste aus allen Herren Ländern anreisten.

In der Folge konzentrierte sich die Werkstatt Kollerschlag immer mehr auf die Gebiete „Kunst und Architektur“, „Kunst im öffentlichen Raum“, bzw., „Kunst als Teil einer Unternehmenskultur“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekannten Werken aus der Werkstatt Kollerschlag zählen unter anderem der 21,5 m hohe „Hammering Man“ von Jonathan Borofsky in Frankfurt, Jeff Koons‘ Puppy, welcher temporär vor den Schloss Arolsen stand, das 8,5 Meter hohe „Tägliches Brot“ von Tony Cragg in Wr. Neustadt, die „Cythera“ von Ian Hamilton Finlay bei der Metropolis-Ausstellung in Berlin und in Wien, das Holocaust-Mahnmal von Rachel Whiteread, sowie das Alban-Berg-Denkmal von Wolf D. Prix vor der Staatsoper.

Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den oben genannten gab es Kooperationen mit vielen anderen bekannten Künstlern, wie: Vito Acconci, Joseph Beuys, Chris Burden, Felix Droese, Liam Gillick, Anselm Glück, Alfred Haberpointner, Erwin Heerich, Georg Herold, Jene Highstein, Harald Klingelhöller, Imi Knoebel, Magdalena Jetelová, Per Kirkeby, Peter Kogler, Brigitte Kowanz, Sol Lewitt, Thomas Locher, Matt Mullican, Dennis Oppenheim, Walter Pichler, David Rabinowitch, Sabine Richter, Eva Schlegel, Daniel Spoerri, Johannes Stüttgen, Manfred Wakolbinger, Lawrence Weiner, Erwin Wurm und viele andere.

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke aus der Werkstatt Kollerschlag waren unter anderem zu sehen:

  • Palais Liechtenstein - Wien (A)
  • Kröller-Müller-Museum - Otterlo (NL)
  • Centre National d'Art
  • Contemporain de Grenoble (F)
  • New Port Harbor Museum (USA)
  • Tramway - Glasgow (GB),
  • I.V.A.M. - Valencia (E), Biennale - Venedig (I)
  • Kunst.Halle.Krems - Krems (A)
  • Dokumenta - Kassel (D)
  • ICA - London (GB)
  • Leo Castelli Gallery - New York (USA)
  • Lisson Gallery - London (GB)
  • Museum Narodnis Galerie - Prag (CZ)
  • Ace Gallery - New York (USA)
  • Van Abbemuseum - Eindhoven (NL)
  • Staatsgalerie Stuttgart (D)
  • Guggenheim Museum Salzburg [mit T. Ropac] (A)
  • Wilhelm Lehmbruck-Museum - Duisburg (D)
  • Kunsthalle Rostock (D)
  • Martin Gropius-Bau - Berlin (D)
  • Overbeck Gesellschaft - Lübeck (D)
  • Museu de Arte Contemporanea - Porto (P)
  • Städtische Galerie Lenbachhaus – München (D)
  • Kunstmuseum Wolfsburg (D)
  • Kunstmuseum Luzern (CH)
  • Kunsthalle Basel (CH)
  • Lentos - Linz (A)
  • Künstlerhaus Palais Thurn - Bregenz (A)
  • Kuhlenschmidt Gallery - Los Angeles (USA)
  • Kunstbunker Tumulka - München (D)
  • aedes - Wien (A)
  • Museum Moderner Kunst Passau (D)
  • Skulpturenpark Ismaning (D)
  • Museum Liaunig Neuhaus (A)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum Moderner Kunst (Hrsg.): Werkstatt Kollerschlag präsentiert Tony Cragg, Felix Droese, Anselm Glück, Erwin Heerich, Jene Highstein, Matt Mullican, David Rabinowitch, Klaus Rinke, Beatrix Sassen. Museum Moderner Kunst, Passau 1992, ISBN 3-928844-00-8.
  • Kunst: Löcher und Drumherum, Handwerker aus Oberösterreich produzieren die Werke wichtiger Bildhauer. Jetzt wird ihre Kunst in zwei Ausstellungen gezeigt. Der Spiegel, 13. Mai 1996[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werkstatt Kollerschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]