Wernberg (Kärnten)

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Wernberg
Wappen von Wernberg
Wernberg (Kärnten) (Österreich)
Wernberg (Kärnten)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 26,43 km²
Koordinaten: 46° 37′ N, 13° 56′ OKoordinaten: 46° 37′ 23″ N, 13° 56′ 22″ O
Höhe: 590 m ü. A.
Einwohner: 5.587 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 211 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9241
Vorwahl: 0 42 52
Gemeindekennziffer: 2 07 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bundesstraße 11
9241 Wernberg
Website: www.wernberg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Zwölbar (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
12 SPÖ, 4 FPÖ, 4 ÖVP, 2 Grüne, 1 WGW
Lage der Gemeinde Wernberg im Bezirk Villach-Land
Arnoldstein Arriach Bad Bleiberg Feistritz an der Gail Feld am See Ferndorf Finkenstein am Faaker See Fresach Hohenthurn Nötsch im Gailtal Paternion Rosegg Sankt Jakob im Rosental Stockenboi Treffen am Ossiacher See Velden am Wörther See Weißenstein Wernberg (Kärnten) Afritz am See Villach KärntenLage der Gemeinde Wernberg (Kärnten) im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Renaissance-Schloss und Kloster Wernberg
Hauptportal des Schlosses Wernberg aus dem Jahr 1575
Pfarrkirche Heiliger Johannes der Täufer in Damtschach
Gottestal mit Mittagskogel
Ruine Eichelberg
Burg Sternberg
Wernberger Kreuz an der Triester Straße 1
Filialkirche Heiliger Stefan in Föderlach

Wernberg (slowenisch Vernberk) ist eine Gemeinde mit 5587 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Villach-Land in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wernberg liegt in den Ossiacher Tauern, östlich von Villach und zwischen Ossiacher See (im Norden), Wörthersee (im Osten) und Faaker See (im Süden des Gemeindegebiets).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wernberg ist in die fünf Katastralgemeinden Neudorf (Nova vas), Sand (Pešče), Trabenig (Trabenče), Umberg (Umbar) und Wernberg (Vernberk) gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 24 Ortschaften (in Klammern der slowenische Ortsname[1] und die Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[2]):

  • Damtschach (Domačale) (255)
  • Dragnitz (Dragniče) (73)
  • Duel (Dolje) (190)
  • Föderlach I (Podravlje) (1034)
  • Föderlach II (73)
  • Goritschach (Goriče) (426)
  • Gottestal (Skočidol) (171)
  • Kaltschach (Hovče) (500)
  • Kantnig (Konatiče) (78)
  • Kletschach (Kleče) (44)
  • Krottendorf (Kročja vas) (182)
  • Lichtpold (Lihpolje) (244)
  • Neudorf (Nova vas) (276)
  • Ragain (Draganje) (134)
  • Sand (Pešče) (109)
  • Schleben (Šleben) (30)
  • Stallhofen (Štavf) (196)
  • Sternberg (Strmec) (81)
  • Terlach (Trnovlje) (152)
  • Trabenig (Trabenče) (275)
  • Umberg (Umbar) (312)
  • Wernberg (Vernberk) (592)
  • Wudmath (Vudmat) (64)
  • Zettin (Cetinje) (36)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ossiach
Villach Nachbargemeinden Velden
Rosegg
Villach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet war wohl schon in der Antike besiedelt, worauf Relikte römischer Reliefs und Bauten hinweisen, die in der Pfarrkirche von Sternberg sowie in Föderlach und Gottestal gefunden wurden.

Die bisher älteste dokumentierte Erwähnung einer Ortschaft der Gemeinde findet sich in einer Urkunde des Stiftes St. Paul über die Burg Sternberg (als Sternberc) aus der Zeit um 1170/1180. Wernberg wird in einer Urkunde vom 17. November 1227 erstmals erwähnt, die den Abriss einer Draubrücke bei Wernberg sowie die Übergabe des Schlosses Wernberg an das Bistum Bamberg festlegt.

Die Gemeinde bildete sich 1850 aus vier Katastralgemeinden des Steuerbezirks Landskron, 1865 kam die Katastralgemeinde Umberg hinzu. 1922 erfolgten weitere Gebietskorrekturen, dabei verlor Wernberg Teile seines Gemeindegebiets an Villach, erhielt aber auch abgetretene Anteile von Velden und Rosegg.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat Wernberg 4837 Einwohner, davon sind 94,8 % österreichische Staatsbürger, unter den anderen Nationalitäten sind Deutschland (1,7 %), Bosnien-Herzegowina (1,0 %) und Kroatien (0,9 %) am stärksten vertreten.

77,3 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen, 11,7 % zur evangelischen und 0,4 % zur orthodoxen Kirche, 0,8 % sind islamischen Glaubens, 8,2 % ohne religiöses Bekenntnis.

Die Gemeinde Wernberg liegt am nordwestlichen Rand des gemischtsprachigen Gebietes in Kärnten. Die slowenische Prägung der Gemeinde zeigt sich unter anderem darin, dass sie von 1908 bis 1916 mit Matija Vospernik einen Vertreter der Slowenischen Partei zum Bürgermeister hatte. Noch bei der Volkszählung im Jahr 1951 gab ein Fünftel der Bevölkerung Slowenisch als Umgangssprache an, mittlerweile hat sich der Anteil der Kärntner Slowenen an der Gesamtbevölkerung auf weniger als ein Prozent (48 von 4837 Einwohnern bei der Volkszählung 2001) verringert.

Zweisprachig, deutsch-slowenisch, werden im Rahmen des Dekanats Rosegg/Rožek auf dem Gebiet der Gemeinde Wernberg die Pfarrkirche Damtschach/Domačale und deren Filialkirchen Umberg/Umbar und Ragain/Draganje, die Pfarrkirche Gottestal/Skočidol und deren Filialkirche Föderlach/Podravlje sowie die Pfarrkirche Sternberg/Strmec geführt.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wernberg
  • Schloss Wernberg
  • Burgruine Sternberg
  • Schloss Damtschach
  • Burgruine Eichelberg, Umberg
  • Pfarrkirche Gottestal
  • Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer, Damtschach
  • Filialkirche hl. Stefan, Föderlach
  • Pfarrkirche Sternberg
  • Filialkirche Hll. Peter und Paul, Kantnig
  • Filialkirche hl. Bartlmä, Ragain
  • Filialkirche hl. Matthäus, Umberg
  • Schlosskirche Wernberg
  • Kapelle, Stallhofen
  • Nischenkapelle, Friedhof in Damtschach
  • Wernberger Kreuz an der Triester Straße Nr. 1
  • Keltischer Kultplatz Viereckschanze nördlich von Terlach
  • Abwehrkämpfer-Denkmal: Auf einem Hügel östlich der Ortschaft Wernberg mit Panoramablick auf den Mittagskogel, den Dobratsch und Villach steht ein Marmorblock des KAB Wernberg aus dem Jahr 2002 zum Andenken für die Abwehrkämpfer von Wernberg. Die Inschrift lautet: „Wenn die Heimat reden könnte, würde sie Euch danken den Abwehrkämpfern der Gemeinde Wernberg“

Wernberger Kreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim sogenannten Wernberger Kreuz handelt es sich um eine Bildsäule mit einem reliefierten Würfelaufsatz. Am Dachkreuz befindet sich die Bezeichnung 1578. Der Rundpfeiler zeigt zwei Wappenschilder: Das erste (mit der Jahreszahl 1767) zeigt das Wappen der Äbte von Ossiach, das zweite das der Familie Khevenhüller. Der Würfel zeigt auf seinen vier sichtbaren Seiten je ein Relief aus dem Leben Jesu: seine Geburt, die Kreuzigung, seine Auferstehung sowie die Himmelfahrt Christi. Eine vierseitige Pyramide bildet das Dach der Bildsäule, welche die nördliche Grenze des ehemaligen Landesgerichtes Wernberg markiert.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Föderlach befinden sich zwei Tennisplätze, ein Freibad und ein Fußballplatz. Die Fußballmannschaft von Wernberg heißt SV Wernberg. Der SV Wernberg zählt über 100 Mitglieder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Wernberg hat 23 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Franz Zwölbar (SPÖ).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Wernberg nimmt auf die lokale Herrschaftsgeschichte Bezug. Der vierfach gezinnte Schild steht für die vier Burgen Aichelburg, Damtschach, Sternberg und Wernberg. Alle befanden sich im Besitz der Khevenhüller, so dass aus deren Stammwappen der goldene Eichenzweig übernommen wurde. Die drei Sterne schließlich leiten sich vom Wappen der Sternberger Grafen ab.

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 5. April 1995 verliehen. Die Fahne ist Blau-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Wiesflecker: Wernberg - Aus der Geschichte einer Kärntner Gemeinde. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2001, ISBN 3-85366-967-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wernberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Zdovc: Slovenska krajevna imena na avstrijskem Koroškem, razširjena izdaja. Die slowenischen Ortsnamen in Kärnten (Herausgegeben von: Slovenska akademija znanosti in umetnosti, Razred za filološke in literarne vede, Razprave/Dissertationes 21), Erweiterte Auflage, Ljubljana 2010. ISSN 0560-2920.
  2. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  3. vgl. hierzu Liste der Pfarren im Dekanat Rosegg/Rožek