Werner Boote

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Boote bei der Wien-Premiere von Population Boom (Gartenbaukino 2013)
Boote (r.) während der Dreharbeiten zu Plastic Planet (Dachsteingebiet 2008)

Werner Boote (* 2. Juni 1965 in Wien, Österreich) ist ein österreichischer Filmregisseur und Autor, der von 1993 bis 2002 in Amsterdam arbeitete und heute in Wien wohnt.

Boote machte sich durch seinen Film Kurt Rydl – Der Gladiator aus dem Jahre 2003 einen Namen, der den ORF bei den Emmy Awards vertrat und bei der FIPA Biarritz für den europäischen Filmpreis nominiert war.

Seit 1993 dreht er Filme, die vor allem im Musikbereich angesiedelt sind. Darunter Anouk – Sacrifice (1999) für das er den TMF Award erhielt, sowie Andrea Bocelli – Cieli di Toscana (2002) oder die Filme seiner Reihe „Opera Quest“ wie Der Fliegende Holländer – Feuer und Eis, der die Anerkennung „Best Of INPUT“ erhielt, und Parsifal – Richard Wagner und Indiana Jones (2005). 1996 drehte er die Politdokumentation Südtirol – Alto Adige.

Er erhielt zahlreiche Preise, darunter zwei Mal den „Delphin“ in Frankreich, „Best Tourism Film of the World“, „Certificate For Creative Excellence“ beim US Filmfestival und World Medals beim New York Filmfestival.

Als Second Unit Regisseur spezialisierte er sich auf Stunt- und Massenszenen mit bis zu 26.000 Statisten, zum Beispiel beim Bibelepos Die zehn Gebote von Robert Dornhelm.

Im Jahr 2009 präsentierte Boote den Kinodokumentarfilm Plastic Planet (mit Neue Sentimental Film und Oscarpreisträger ARSAM Die Reise der Pinguine) über die Gefahren synthetischer Kunststoffe in ihren verschiedensten Formen und ihrer weltweiten Verbreitung, an dem er rund 10 Jahre gearbeitet hatte. 2013 kam die Dokumentation Population Boom in die Kinos. In ihr geht er der Frage nach, ob die Überbevölkerung, also die Annahme, es gäbe jetzt oder in naher Zukunft zu viele Menschen auf der Erde, eine reale Gefahr darstellt oder nicht vielmehr eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit ist.

Am 25. Dezember 2015 kam sein Dokumentarfilm Alles unter Kontrolle in die österreichischen Kinos. In diesem Film thematisiert er die allgegenwärtige digitale Überwachung und spricht mit Experten sowie Gegnern darüber. Wie schon in den beiden oben genannten Filmen reist er dafür zu bedeutenden Schauplätzen um die Welt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werner Boote – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. derstandard.at: Im Datendschungel verlaufen: "Alles unter Kontrolle" von Werner Boote. Bericht vom 18. Dezember 2015, abgerufen am 27. Dezember 2015