Werner Fuchs (Verleger)

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Werner Fuchs (* 17. August 1949 in Aalen, Baden-Württemberg[1]) ist ein deutscher Verleger, Autor, Herausgeber und Rollenspielpionier.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuchs studierte Wirtschaftswissenschaften in Bochum sowie Anglistik und Germanistik in Düsseldorf.

Seit 1971 arbeitet Fuchs im Bereich Science-Fiction und Fantasy. Er war von 1972 bis 1974 Mitherausgeber der SF-Reihe Fischer Orbit und von 1980 bis 1987 Herausgeber von Knaur Science Fiction. Dazwischen arbeitete er als Redakteur des SF-Magazins Comet und Herausgeber verschiedener SF-Anthologien, war Buchhändler, Literaturagent (u.a. für George R. R. Martin[2]) und Übersetzer.

1977 gründete er gemeinsam mit dem Tageszeitungsredakteur Bernd Holzrichter in Düsseldorf den Fantastic Shop, das erste Geschäft für Abenteuerspiele in Deutschland. Da sich dieses Geschäft gut entwickelte, gründete Fuchs 1983 mit Ulrich Kiesow und Hans Joachim Alpers den Verlag Fantasy Productions. Diese Firma brachte mit Schwerter und Dämonen das erste deutschsprachige Pen-&-Paper-Rollenspiel heraus und entwickelte Das Schwarze Auge.

Fuchs war auch verantwortlich für das erste deutsche Sammelkartenspiel Dark Force, das 1994 bei Schmidt Spiele veröffentlicht wurde.[3] Viele seiner sekundärliterarischen Arbeiten zur Phantastik erschienen in dem Jahrbuch Das Science Fiction Jahr.

Werner Fuchs ist verheiratet und hat zwei Töchter.[4]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dokumentation der Science Fiction ab 1926 in Wort und Bild (1978, mit Hans Joachim Alpers und Ronald M. Hahn)
  • Lexikon der Science Fiction-Literatur (1980 und 1987, mit H.J. Alpers, R.M. Hahn und Wolfgang Jeschke)
  • Reclams Science Fiction Führer (1982, mit H.J. Alpers und R.M. Hahn)
  • Lexikon der Horror-Literatur (1999, mit H.J. Alpers und R.M. Hahn)
  • Lexikon der Fantasy-Literatur (2005, mit H.J. Alpers, R.M. Hahn, Jörg Martin Munsonius und H. Urbanek)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Rollenspielpreis im Juni 2015[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Utoprop Library Agency / Verlagsservice, Phantastik-News.de, Interview mit Werner Fuchs
    Davon abweichend wird auch Hüttlingen-Sulzdorf bei Aalen als Geburtsort genannt: Gero Pappe: P&P-Rollenspiel. Der kollektive Zugang zu utopischen Weltentwürfen und individuellen Phantasiekonstrukten. Dissertation Justus-Liebig-Universität Gießen. Logos Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8325-2777-8, S. 231 (online).
  2. Werner Fuchs: Wie ich das Rollenspiel nach Deutschland brachte (Interview). Eskapodcast, 8. Januar 2017, abgerufen am 3. Juli 2017.
  3. Credits von Darkforce bei darkforceweb
  4. Utoprop Library Agency / Verlagsservice
  5. Website des Deutschen Rollenspielpreises

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]