Werner Olk

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Werner Olk
Bundesarchiv B 145 Bild-F025342-0009, Bonn, Landesvertretung Bayern, Fußballmanschaft.jpg
Olk (links) mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller
1967 beim Signieren von Fußbällen
Spielerinformationen
Geburtstag 18. Januar 1938
Geburtsort OsterodeDeutsches Reich
Größe 174 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1948–1952 SG Letter 05
1952–1956 TuS Seelze
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1956–1960 SV Arminia Hannover  ? (?)
1960–1970 FC Bayern München 266 (4)
1970–1973 FC Aarau  ? (?)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1956 DFB-Jugendauswahl 2 (1)
1959 Deutschland Amateure 3 (0)
1961 Deutschland U-23 1 (0)
1961 Deutschland 1 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1970–1973 FC Aarau
1973–1974 TSV 1860 München (Manager)
1974–1975 Preußen Münster
1975–1977 FC Bayern München (Co-Trainer)
1977–1978 FC Augsburg
1978–1979 Eintracht Braunschweig
1980–1982 SV Darmstadt 98
1982–1983 SC Freiburg
1983–1985 Karlsruher SC
1985–1986 FC St. Gallen
1986–1988 FC Bayern München (Co-Trainer)
1988 SV Darmstadt 98
1990–1992 Marokko
1996–1997 Zamalek SC
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Werner Olk (* 18. Januar 1938 in Osterode in Ostpreußen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball spielte Olk vom 10. bis 14. Lebensjahr in der SG Letter 05, einem Stadtteilverein von Seelze, und vom 14. bis 18. Lebensjahr für den TuS Seelze.

Dem Jugendalter entwachsen spielte er von 1956 bis 1960 in der Fußballabteilung des SV Arminia Hannover, für die er eine Saison in der Oberliga Nord und drei Spielzeiten – abstiegsbedingt – in der Amateuroberliga Niedersachsen bestritt.

Zur Saison 1960/61 verpflichtete ihn der FC Bayern München, für den er am 14. August 1960 (1. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen die TSG Ulm 1846 in der Oberliga Süd debütierte. Sein erstes von zwei Toren erzielte er am 4. September 1960 (4. Spieltag) bei der 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den FSV Frankfurt mit dem Treffer zum 1:0 in der fünften Minute.

Nach drei Spielzeiten in der Oberliga Süd (76 Spiele) und zwei weiteren in der Regionalliga Süd (46 Spiele) stieg er zur Saison 1965/66 mit den Bayern in die Bundesliga auf. In dieser Spielklasse gab er sein Debüt am 14. August 1965 (1. Spieltag) im Lokal-Derby gegen den TSV 1860 München, welches bereits in der 1. Minute mit dem einzigen Tor verlorenging. Sein erstes von zwei Bundesligatoren erzielte er am 17. September 1966 (5. Spieltag) beim 4:3-Sieg im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit dem Treffer zum 1:0 in der 15. Minute.

Mit dem FC Bayern München wurde er 1967 Europa-Pokalsieger und erhielt dafür mit der gesamten Bayern-Mannschaft am 3. Dezember 1967 das Silberne Lorbeerblatt.[1]

Olk, der von Manager Robert Schwan wegen seiner akrobatischen Flugeinlagen als „Adler von Giesing“ bezeichnet wurde, war der erste Bundesliga-Mannschaftskapitän der Bayern. Das Amt bekleidete er bis zum 3. Mai 1970 (34. Spieltag) beim 2:2-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04, seinem letzten von 144 Bundesligaspielen.

Vom 1. Juli 1970 bis 30. Juni 1973 war er für den Schweizer Zweitligisten FC Aarau aktiv.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nationaltrikot trug Olk erstmals am 28. März 1956 im ersten Gruppenspiel des UEFA-Juniorenturniers beim 0:0-Unentschieden in Budapest gegen den Gastgeber. Im dritten und letzten Gruppenspiel am 31. März 1956 in Sztálinváros, bei der 1:2-Niederlage gegen die Auswahl Englands, kam er nochmals zum Einsatz, wobei er das einzige Tor erzielte.

Für die Amateur-Nationalmannschaft absolvierte Olk 1959 drei Länderspiele. Am 15. April in Enschede beim 2:0-Sieg gegen die Auswahl der Niederlande, am 27. Mai in Siegen beim 2:0-Sieg gegen die Auswahl Englands und am 24. November in Essen bei der 0:3-Niederlage gegen die Auswahl Polens.

Am 15. März 1961 kam er das einzige Mal für die U-23-Nationalmannschaft, die in London mit 1:4 gegen die Auswahl Englands verlor, zum Einsatz.

Sein einziges A-Länderspiel dauerte nur eine Halbzeit lang. Beim 2:0-Sieg in Warschau gegen die Auswahl Polens am 8. Oktober 1961 kam Richard Kreß für ihn ab der zweiten Spielhälfte zum Einsatz.

Spielstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Mannschaft Spiele Tore
1960/61 Oberliga Süd FC Bayern München 27 2
1961/62 Oberliga Süd FC Bayern München 29
1962/63 Oberliga Süd FC Bayern München 20
1963/64 Regionalliga Süd FC Bayern München 17
1964/65 Regionalliga Süd FC Bayern München 29
1965/66 Bundesliga FC Bayern München 28
1966/67 Bundesliga FC Bayern München 32 1
1967/68 Bundesliga FC Bayern München 32
1968/69 Bundesliga FC Bayern München 34 1
1969/70 Bundesliga FC Bayern München 18
Gesamt 266 4

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Zeit beim FC Bayern München war er drei Jahre Spielertrainer beim FC Aarau, eine Spielzeit Manager des TSV 1860 München und vier Spielzeiten Co-Trainer beim FC Bayern München. Des Weiteren trainierte er in Deutschland Preußen Münster, den FC Augsburg, Eintracht Braunschweig, zweimal den SV Darmstadt 98 (Aufstieg in die Bundesliga 1981), den SC Freiburg, und den Karlsruher SC (Aufstieg in die Bundesliga 1984). Darüber hinaus war er Trainer des FC St. Gallen, Nationaltrainer Marokkos und Trainer des ägyptischen Erstligisten al Zamalek SC, mit dem er 1996 die CAF Champions League (5:4 im Elfmeterschießen gegen Shooting Stars FC) gewann.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sportbericht der Bundesregierung vom 29. 9. 1973 an den Bundestag - Drucksache 7/1040 - Seite 58

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]