Werner Pokorny

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Haus mit durchbrochener Form (1997), Skulpturen-Rundgang Schorndorf

Werner Pokorny (* 1949 in Mosbach) ist ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1971 bis 1976 studierte Pokorny Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Hans Baschang, Horst Egon Kalinowski und Günter Neusel. 1974 bis 1976 studierte er zudem Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Nach dem Studium unterrichtete Pokorny als Kunsterzieher. 1988 verbrachte er einen Gastaufenthalt an der Villa Romana in Florenz, von 1989 bis 1990 lehrte er als Gastprofessor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 1989 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Von 1998 bis 2013 war Pokorny Professor für Allgemeine Künstlerische Ausbildung mit dem Schwerpunkt Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Pokorny ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes[1] und des Künstlerbundes Baden-Württemberg.[2] Seine vierjährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg beendete er 2011, wurde aber bereits 2012 erneut in dieses Amt gewählt. Er ist außerdem Vorsitzender des Kunstvereins Wilhelmshöhe in Ettlingen.[3] und Mitglied der Kunstkommission Baden-Württemberg [4]

Er lebt und arbeitet in Ettlingen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pokorny verarbeitet in seinen Werken ausschließlich die Materialien Holz oder, für Arbeiten im Außenbereich, bevorzugt Cortenstahl. Dieser ermöglicht dabei die Erstellung von wetterbeständigen Skulpturen jeder Form und Größe. Häufig benutzt er einfache, archetypische Grundelemente wie Schale, Vase, Gefäß, Haus, Rippe oder Kugel.

„Eine Möglichkeit ist es, davon auszugehen, dass diese wesentlichen Dinge im Leben immer gleich bleiben und sich nicht verändern.“

Werner Pokorny [5]

Aushöhlungen oder Durchbrechungen, Zusammenspiel von Innen und Außen, Gegenständlichkeit und Abstraktion kennzeichnen sein gesamtes Werk. Bei den Arbeiten mit Cortenstahl können kantige und harte Formen präzise verschweißt werden. Durch die Verbindung mit der oxydierten, angerosteten Oberfläche entstehen neue eigenständige plastische Formen. Damit hat Pokorny einen ganz eigenständigen Stil entwickelt, in dem man eine intensive Spannung zwischen Komplexität und Einfachheit entdecken kann.[6]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der BRD, Dänemark, Frankreich, Portugal, Italien, Schweiz, Tschechien und Ungarn

Neuere Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Skulpturenpark Heidelberg, 19. Juni bis 23. Oktober 2016
  • 2015: 6. Schweizerische Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Vaduz[7]
  • 2014: Werner Pokorny: Skulptur & Zeichnung, Mannheimer Kunstverein
  • 2012: Skulpturen im Park, 5. August bis 9. September 2012, Mörfelden-Walldorf[8]
  • 2011: „Werner Pokorny“, H2 -Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg [9]
  • 2009: „Werner Pokorny – Skulpturen“, Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon
  • 2008: „Werner Pokorny im Hospitalhof Stuttgart“, Stuttgart
  • 2008: „Werner Pokorny – von Häusern und Gefäßen Holz- und Stahlarbeiten“, Kunsthalle Darmstadt [10]
  • 2007: Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart [11]
  • 2005: „Werner Pokorny – Skulpturen und Zeichnungen“, Mönchehaus Museum, Goslar
  • 2004: Galerie Schlichtenmaier, Schloss Dätzingen
  • 2003: „Werner Pokorny, die Holzskulpturen“ Saarland Museum Saarbrücken
  • 2002: Morat-Institut, Freiburg
  • 2001: Galerie Ruppert, Landau [12]
  • 2000: Galerie Rothenfuß, München

Skulpturen im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986 : Spirale und Haus, Friedrichshafen-Fischbach, Fildenplatz [13]
  • 1986 : Kubus und Linie, Leonberg, Neue Ramtelstraße
  • 1987 : Geschwungene Linie /Haus, Karlsruhe, Generalbundesanwaltschaft Karlsruhe
  • 1987 : Stamm/Häuser, (Holzskulptur), Bremen, Arbeitsamt Bremen
  • 1987 : Haus im Kreis, Nürtingen, Kreiskrankenhaus
  • 1988 : Haus am Boden, Esslingen am Neckar, Villa Merkel
  • 1991 : Haus am Boden, Karlsruhe, Badisches Staatstheater Karlsruhe
  • 1992 : Zwei Skulpturen für Offenburg, Offenburg, Oberrheinhalle an der Kinzigbrücke
  • 1993 : Haus/Gehäuse, (Holzskulptur), Konstanz, Landeskrankenhaus Konstanz
  • 1993 : Haus oben/unten/gedreht, Horb am Neckar, Berufsakademie Horb
  • 1994 : 9 Pfeiler, aufrecht, Karlsruhe, ZKM Karlsruhe
  • 1996 : Haus, Tor, Linien, Schwäbisch Hall, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Crailsheimer Straße
  • 1997 : Haus mit durchbrochener Form, Schorndorf, beim Bahnhof
  • 1997 : Haus/Haus, Freiburg im Breisgau, Freiburg Institute for Advanced Studies, Albertstraße
  • 1998/2005: Obelisk, Zwei Häuser zwischen Stangen, Haus mit durchbrochener Form, Hildesheim, Fußgängerzone [14]
  • 1999 : Haus/Haus, Nürtingen, Kreiskrankenhaus
  • 2001 : Haus I, Aalen, Kreisverkehr an der Eisenbahnbrücke nahe dem ehemaligen Finanzamt
  • 2003 : Ineinander IX, Karlsruhe-Durlach, RaumFabrik
  • 2004 : Haus mit Rippen III, Stuttgart, Kleiner Schlossplatz
  • 1995/2007 : Haus mit durchbrochener Form, Wiesloch, Brunnengalerie

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuere Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Thoma-Kunstmuseum (Bernau im Schwarzwald), Johann Holten (Hrsg.): Werner Pokorny. play it again ..., Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-88423-446-4
  • Kunstsammlungen und Museen Augsburg, H2-Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast Augsburg (Hrsg.): "Werner Pokorny", - Kerber Verlag, 2011, ISBN 978-3-86678-610-3
  • Margit Biedermann Foundation (Hrsg.): "BACK TO THE ROOTS" - David Nash, Werner Pokorny, Jinmo Kang, Unen Enkh, - Donaueschingen, 2011, ISBN 978-3-86833-070-0
  • Helmut A. Müller (Hrsg.): "Werner Pokorny im Hospitalhof Stuttgart", - Edition Hospitalhof Stuttgart, 2008, ISBN 978-3-934320-37-6
  • Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Britta E. Buhlmann - Städtisches Kunstmuseum Singen, Christoph Bauer - Kunsthalle Darmstadt, Peter Joch (Hrsg.): "Pokorny - Die Stahlplastiken", 2007, ISBN 3-89422-146-1
  • SüdWestGalerie, Niederalfingen/Aalen (Hrsg.): "Werner Pokorny - Zeichnung 2005", 2005, ISBN 3-937295-44-5
  • Städtische Museen Heilbronn, Andreas Pfeiffer - Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Freiburg i.Br., Franz Armin Morat - Saarland Museum Saarbrücken, Ernest W. Uthemann (Hrsg.): "Pokorny - Die Holzskulpturen", 2002, ISBN 3-930811-92-8

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kuenstlerbund.de: Mitglieder "P" / Werner Pokorny (abgerufen am 12. November 2015)
  2. Information zu Vita und Ausstellungen
  3. http://www.kunstverein-wilhelmshoehe.de/kontakt.html, abger.7.3.2015, 12:00 Uhr
  4. http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/schwarzwald-baar-kreis/8222-Ein-besonderer-Gluecksfall-8220;art372502,6193716,abger.7.3.2015 12:02 Uhr
  5. Werner Pokorny im Hospitalhof Stuttgart. Edition Hospitalhof Stuttgart, 2008, Im Gespräch mit Helmut A. Müller, Seite 24
  6. Galerie Schlichtenmaier: vgl. Text Seite 9 (PDF; 546 kB)
  7. Bad Ragartz Triennale: Ausstellungsinformationen
  8. Skulpturen im Park 2012 - mit Werner Pokorny, Mörfelden-Walldorf (Welt der Form)
  9. Holzplastiken und Zeichnungen im Glaspalast in Augsburg
  10. Ausstellung Werner Pokorny in der Kunsthalle Darmstadt
  11. Galerie Schlichtenmaier, Abbildungen und Text, Seiten 8-12 (PDF; 546 kB)
  12. Galerie Ruppert, Werkfotos
  13. Stadt Friedrichshafen: Artikel und Abbildung
  14. Stadt Hildesheim, Abbildungen: Seiten 3-19 (PDF; 5,2 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]