Werner Rügemer

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Werner Rügemer

Werner Rügemer (* 4. September 1941 in Amberg) ist ein deutscher Journalist und Publizist. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rügemer ging in Brendlorenzen/Rhön, Bad Neustadt an der Saale und Berchtesgaden zur Schule. Er studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Ökonomie in München, Tübingen, Berlin und Paris.

1979 wurde er an der Universität Bremen zum Dr. phil. promoviert. Seine Dissertation verfasste er zum Thema Philosophische Anthropologie und Epochenkrise. Studie über den Zusammenhang von allgemeiner Krise des Kapitalismus und anthropologische Grundlegung der Philosophie am Beispiel Arnold Gehlens. Eine der Hauptaussagen war, dass eine „Weltanschauungskritik“ gegenüber qualifizierter bürgerlicher Philosophie nicht genüge. Die materiellen Konstitutionsformen der Wissenschaft müssten einbezogen werden, um sie verständlich zu machen. Gehlens Philosophie wird daher auf die soziale und politische Entwicklung Deutschlands seit Weimar bezogen.[1]

Rügemer war von 1967 bis 1974 im Vorstand des Service Civil International (SCI) mit der Organisation von Zivildienst und internationalen Workcamps befasst.

Von 1968 bis 1969 war er als Referent im ASTA der FU Berlin für die kritische Universität tätig.

Von 1975 bis 1989 war er Redakteur der pädagogischen Monatszeitschrift Demokratische Erziehung des DKP-nahen Pahl-Rugenstein Verlags.[2]

Ab 1984 ist er mit Radio- und TV-Features tätig, vor allem für den WDR.

Seit 1989 arbeitet er als freier Autor.[3] Er publiziert neben Monographien zu aktuellen politischen Themen zahlreiche Artikel, vor allem in Ossietzky, der NRhZ-Online, in Junge Welt und in den Blättern für deutsche und internationale Politik.[4]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Digitale Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem 1984 erschienen Buch Neue Technik – alte Gesellschaft. Silicon Valley analysiert Rügemer die Schattenseiten der Informationstechnologie. Er hatte im Vorfeld in einer Feldstudie das „Wirtschaftsparadies“ Silicon Valley untersucht und zahlreiche Interviews mit Experten geführt.

Rügemer stellt die Geschichte der wesentlichen Neuerungen dar und kritisiert als negative Seiten der Entwicklung zum Beispiel die illegale Arbeit in Sweat Shops, typische Berufskrankheiten der Chip-Arbeiter und Umweltschäden. Darüber hinaus stellt er die Vermischung von militärischen und wirtschaftlichen Interessen. kritisch dar.

Trotz der Subjektivität der antikapitalistischen Grundhaltung, die das Erkenntnisinteresse des Autors leite, bescheinigt der Rezensent Helmut Volpers der Monographie Rügemers, insgesamt werde deutlich, „wie wenig erstrebenswert eine unmodifizierte Adaption des 'Silicon-Valley-Konzepts' für die Bundesrepublik sein kann und wie notwendig Technikfolgeabschätzungen als Voraussetzung für den Ausbau neuer Technologien sind.“[5]

Cross-Border-Leasing und Public Private Partnership[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Hundert Jahre wie ein Tag" (2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rügemer gilt als einer der ersten, die die Nachteile von Cross Border Leasing (CBL) und Public Private Partnership (PPP) kritisierten. Mit seinen Publikationen habe er eine öffentliche Diskussion in Gang gesetzt.[6]

Nach seiner im WDR 3 am 17. Dezember 2001 ausgestrahlten Rundfunksendung Hundert Jahre wie ein Tag. Die heimliche Globalisierung der Städte[7] gab es eine breite Nachfrage nach dem Sendemanuskript, nicht nur von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch von Stadträten, Oberbürgermeistern und Beamten der Innenministerien. In seiner Sendung hatte Rügemer an den CBL-Praktiken des Verkaufs öffentlichen Eigentums an private US-Investoren und der anschließenden Rückmietung durch die öffentliche Hand bei einer Vertragslaufzeit von einhundert Jahren Kritik geübt. Das Vertragswerk unterlag größtenteils der Geheimhaltung und lag selbst den verantwortlichen Politikern nur in Auszügen vor.[8]

"Cross-Border Leasing" (2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem Buch „Cross-Border Leasing. Ein Lehrstück zur globalen Enteignung der Städte.“[9] legte Rügemer eine Studie über die aus seiner Sicht erfolgte Ausplünderung öffentlicher Kassen bei gleichzeitiger Untergrabung der Demokratie vor. Er rechne vor, so Eva-Maria Thoms in ihrer Rezension, wie für die Investoren am Ende ein Gewinn von 300 Prozent herausspringe, während die deutschen Kommunen alle Risiken trügen, zu denen exorbitante Schadensersatzforderungen hinzukommen könnten. Rügemer zeichne das Bild eines "Schurkenstücks, in dem die Kommunen nur die kleinen Handlanger sind für fiktive Geschäfte, die allein dazu dienen, öffentliches Geld in private Kassen zu schaufeln."[10]

"Privatisierung in Deutschland" (2006–2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2008 erschien sein Buch „Privatisierung in Deutschland. Eine Bilanz“ in vierter Auflage.[11] Rügemer analysiert und kommentiert die seit etwa 1984 eingeleiteten und vollzogenen Privatisierungsprojekte und deren Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte, die staatliche Daseinsvorsorge und die demokratische Grundordnung. Er weist nach Darstellung des TAZ-Rezensenten Dirk Eckert nach, dass sich durch diese Privatisierungen staatlicher Betriebe weder die Leistungen verbessert hätten noch die Preise gesunken seien. Zudem führe Rügemer die "Verschleuderung öffentlichen Eigentums" durch die Treuhandanstalt eindringlich vor Augen.[12] Rügemer betrachtet Privatisierung als Element der "neoliberalen Gegenreform" und der "Umgründung des Staates".[13] Die Frage „staatlich oder privat?“, sei jedoch eine „Falle der Neoliberalen“, da es hier keinen wesentlichen Unterschied gebe. Die Konsequenz müsse nach Rügemers Auffassung vielmehr sein, die öffentliche Daseinsvorsorge als Teil einer „kooperativen Ökonomie“ neu zu entwickeln, was nach Meinung Eckerts jedoch sehr vage bleibe.[12]

"Heuschrecken im öffentlichen Raum" (2008, 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Buch „Heuschrecken im öffentlichen Raum. Public Private Partnership. Anatomie eines globalen Finanzinstruments“[14] stellt Rügemer erneut PPP als lukratives Modell für die Investoren und als Verlustmodell für die öffentlichen Kassen dar.[15] In der 2. Auflage 2012 nahm Rügemer zahlreiche weitere Beispiele für die Rückabwicklung von PPP-Projekten in Deutschland (z. B. Bäderpark Leimen, Digitales Bürgerportal Würzburg) und weltweit (z. B. Metro London) auf.

Weltfinanzkrise 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Veröffentlichungen zur Finanzkrise plädiert er für die kontrollierte Insolvenzabwicklung der Banken, die sich verspekuliert haben. Er rät zur Abweisung von unseriös und spekulativ vergebenen Krediten sowie für eine prinzipielle Aufwertung der lohnabhängigen Arbeit und für den politischen Streik.[16][17][18][19]

Spanisch untertiteltes auf deutsch geführtes Interview mit Rügemer zu Banken und Unternehmen, 2013

Rügemer plädiert dafür, die drei großen Ratingagenturen Standard & Poor's, Fitch Ratings und Moody’s sowie die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften KPMG, Price Waterhouse Coopers, Ernst & Young und Deloitte aufzulösen bzw. weltweit von ihren hoheitlichen Aufgaben zu entbinden.[20]

Angesichts der bei Privatisierungen, Public Private Partnership und Bankenrettung von staatlichen Stellen praktizierten Geheimhaltung für private Verträge forderte Rügemer Abgeordnete explizit zum Geheimnisverrat auf, den er in diesem Fall für eine Bürgerpflicht hielt, da Geheimhaltung dieser Art die Selbstentmachtung der Parlamente bedeute. „Die Geheimschutzstellen werden zu Todeskammern der Demokratie. Sie wird zur Fassade: Dahinter können sich die privaten ‚Partner‘ ungesehen bei Steuergeldern und Staatsgarantien bedienen.“[21]

Korruption in Köln: Colonia corrupta (2002, 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Korruption in seiner Heimatstadt Köln veröffentlichte Rügemer 2002 Colonia Corrupta. Privatisierung, Globalisierung und Korruption im Schatten des Kölner Klüngels, worin unter anderem seine Artikel über die Kölner Müllverbrennungsanlage, die bereits ab 1995 u. a. im Kölner Printmagazin „StadtRevue“ erschienen waren, enthalten sind.[22] und in denen er bereits jene Unregelmäßigkeiten thematisiert hatte, über die die großen Kölner und die überregionalen Medien erst 2002 berichteten. Im Jahr 2003 stand der als Protest gegen den Irakkrieg gegründete Kölner Geisterzug („Jeisterzoch“) unter dem Motto „Colonia Corrupta“.[23] In den neunziger Jahren aber hatten diese Artikel für Rügemer zahlreiche Verleumdungsklagen zur Folge. Es klagten der damalige Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier, der damalige Oberbürgermeister Norbert Burger, das SPD-Ratsmitglied Erich Schäfer und der damalige Präsident des 1. FC Köln, Dietmar Artzinger-Bolten. Alle Klagen wurden entweder in höheren Instanzen eingestellt (Ruschmeier, Burger), zurückgewiesen (Schäfer) oder zurückgezogen (Artzinger-Bolten).

Die 8. überarbeitete und erweiterte Auflage des Buches (2015) enthält vier neue Kapitel, unter anderem eines über „Köln als Korruptionshauptstadt der jungen Bundesrepublik“ mit Einblicken in die heimliche Unternehmensfinanzierung der Regierungsparteien in den Jahren 1948 bis 1970.

Unabhängigkeit von Ratingagenturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rügemer kritisiert in der Monographie Ratingagenturen: Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart,[24] dass die Eigentümer der Ratingagenturen mit den Nutznießern ihrer Ratings weitgehend identisch sind. Es seien hauptsächlich große Hedgefonds wie BlackRock, die etwa auf fallende Länderratings spekulieren können. Dieselben Finanzkonzerne seien oft auch Anbieter von sogenannten strukturierten Finanzprodukten, etwa Subprime-Papieren, die sich gute Ratings bei den Ratingagenturen kaufen konnten.

Thomas Thiel (FAZ) konstatiert: „Je tiefer Rügemer in die Eigentumsverhältnisse eindringt, desto weiter entfaltet sich ein Konglomerat von Hedgefonds, Banken und Unternehmen, das in seiner funktionalen Verflechtung beunruhigend ist.“ Zum „glasklaren Problem“ werde die Eigentumsstruktur dadurch, „dass die Rating-Agenturen als objektive Gerichtsinstanz über Staaten auftreten, deren Urteil ganze Volkswirtschaften ins Ungleichgewicht bringen kann.“[25]

Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel empfahl das Buch in der Süddeutschen Zeitung Kapitalismuskritikern und -anhängern gleichermaßen. Rügemer lege die „systematisch gepflegte Intransparenz sowie die mangelnde Haftung für Fehlentscheidungen“ der Agenturen offen.[26]

Widerrechtliches Vorgehen gegen Gewerkschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Arbeitsunrecht" (2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rügemer und der Journalist Elmar Wigand organisierten 2009 in Zusammenarbeit mit Business Crime Control die Konferenz „ArbeitsUnrecht“. Aus dieser Aktivität entstand ein gleichnamiger Sammelband, der im selben Jahr erschien.[27] Beide Autoren betreiben seit 2012 den Blog arbeitsunrecht.de, der Vorfälle von Union Busting in Deutschland dokumentiert.[28] 2014 gründeten sie die Aktion gegen Arbeitsunrecht, die öffentliche Aktionen in diesem Feld organisiert.

Seit Februar 2012 erforschen sie in einem Projekt, das von der Otto-Brenner-Stiftung gefördert wurde die ihrer Auffassung nach systematische Bekämpfung von Gewerkschaften, Betriebsräten und Beschäftigten durch professionelle Dienstleister.[29]

Rügemer fordert, abhängig Beschäftigte sollten nicht nur Lohnforderungen, sondern vor allem die Beachtung der geltenden Arbeits- und Sozialrechte einfordern. Diese seien durch den UN-Sozialpakt auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert, der von der Bundesrepublik Deutschland 1973 ratifiziert wurde: "Menschenrechte müssen gegen die Vertreter von privatmächtigen Einzelinteressen erkämpft werden".[30]

"Die Fertigmacher" (2014, 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrem 2014 erstmals erschienenen Buch Die Fertigmacher[31] analysieren Rügemer und Wiegand, wie sich eine professionelle Dienstleistungsbranche zur Bekämpfung von unliebsamen Beschäftigten, Betriebsräten und Gewerkschaften entwickelt. Wirtschafts- und Medienkanzleien, Wirtschaftsdetekteien, PR-Agenturen, verdeckt von Unternehmen finanzierte Universitäts-Institute und Unternehmens-Stiftungen sowie Strategen für „Human Resources“ arbeiteten in Deutschland teils ähnlich wie in den USA tätige Organisationen auf diesem Gebiet. „Christliche“ und „gelbe“ Gewerkschaften und neue Arbeitgeberverbände befänden sich im Auftrieb. Mit den Personenporträts der jeweiligen Akteure und der Schilderung von verschiedenen Betriebskonflikten möchten die Autoren einen Einblick in die aktuelle Praxis geben.

Nach Meinung des Freitag-Rezensenten Jörn Boewe haben Rügemer und Wiegand erstmals eine systematische und umfassende Untersuchung zum Thema vorgelegt. Ihre Analyse zeige, dass Union Busting längst kein reines US-Phänomen mehr sei. "In Deutschland hat sich ein weitverzweigtes Netzwerk entwickelt, das daran arbeitet, die kollektive Interessenvertretung abhängig Beschäftigter aus Betrieben zu drängen oder bereits im Keim zu ersticken." Dabei sähen die Autoren das Phänomen "im Kontext der neoliberalen Offensive seit den 1990er Jahren" und zeigten, wie die Wende von Kohl und Lambsdorff, die Agenda 2010 und die Deregulierungspolitik der EU-Kommission den Rahmen geschaffen hätten.[32]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in Co-Produktion von Rügemer entstandene Theaterstück „Bonnopoly“ wurde im September 2017 in den Kammerspielen Bonn uraufgeführt. Die Regie führte Volker Lösch, der Text wurde von Ulf Schmidt erstellt.[33] Das Stück „prangert den Ausverkauf der Städte an, deren Regierungen sich mehr für die schwarze Null interessieren als für die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner,“ fasst Cornelia Fiedler in der SZ-Rezension das Stück zusammen,[34] das auf Recherchen Rügemers beruht.

Dokumentarische Hörfunk- und Fernsehsendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Ingolf Gritschneder: Hehler für Hitler. Die geheimen Aufträge der Firma Otto Wolff, WDR 2001. Die filmische Dokumentation behandelt den systematischen Raub von Gold und Aktien in Milliardenhöhe seit 1940 aus vorwiegend jüdischem Besitz. Die Autoren legen die Hehlerdienste deutscher Unternehmen dar, darunter vor allem die des Kölner Unternehmens Otto Wolff und seines Leiters Otto Wolff von Amerongen.[35][36]
  • Hörfunkfeature: Hundert Jahre wie ein Tag – die heimliche Globalisierung der Städte, WDR 3/Deutschlandradio 2001.
  • Mülheim oder das große Schweigen, WDR 2006.
  • In dem dokumentarischen Kino-Film Let’s make money von 2008 (Regie: Erwin Wagenhofer) erläutert er den Verkauf der Wiener Straßenbahnen[37] im Rahmen eines Cross-Border-Leasing-Vertrages.

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.

Sal. Oppenheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 erschien Rügemers Buch „Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim“, den früheren Seniorchef der bis 2009 größten Privatbank Europas Sal. Oppenheim.[38] Darin stellt er auch die Geschäftspraktiken von Sal. Oppenheim unter anderem in Bezug auf die KölnArena und die Kölner Messehallen[39] aus seiner Sicht kritisch dar. Das Buch vertritt im Zusammenhang des Parteispendensystems unter Helmut Kohl die Auffassung, dass Kohl von der Bank Sal. Oppenheim Anfang der 1980er Jahre mit mindestens 1,3 Mio. DM heimlich finanziell unterstützt worden sei.[40][41]

Weiterhin referiert Rügemer eine enge Zusammenarbeit der Bank mit SPD-Größen in den 1990er Jahren (u. a. mit Rudolf Scharping, dem ehemaligen Bundesbank-Chef Karl Otto Pöhl und dem Kölner Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier). Die Bank Sal. Oppenheim habe sich laut Bericht des Bundestagspräsidenten auch an der Finanzierung des Wahlkampfs von Angela Merkel beteiligt.[42] Die Bank nutze die Möglichkeiten zahlreicher Finanzoasen[43] und habe mit Argantis eine Tochtergesellschaft unterhalten, die nach der Private-Equity-Methode („Heuschrecken“) mittelständische Firmen aufgekauft und teilweise in die Insolvenz getrieben habe.[44] Während des Nationalsozialismus sei die Bank, die mit dem NS-Regime (damals unter dem Namen „Robert Pferdmenges & Co.“) zusammenarbeitete, vom NS-Regime als „kriegswichtig“ eingestuft worden[45] und habe sich an Arisierungen beteiligt.[46]

Sal. Oppenheim warf daraufhin Rügemer 2006 „unwahre Behauptungen“ vor und zog mehrfach gegen die Veröffentlichung des Buches vor Gericht. Nachdem einige Stellen zunächst geschwärzt werden mussten, wurde nach Gerichtsentscheid ein Teil der Schwärzungen wieder aufgehoben.[47] Harry Neubert (Frankfurter Nomen Verlag) warf Oppenheim vor, „das Erscheinen des Buches durch Beanstandungen von belanglosen Textstellen zu verhindern“.[48] Die Bank erwirkte Abmahnungen gegen Buchhändler, die das Buch in ihrem Sortiment hatten.[48]

Der Historiker und Journalist Sven Kellerhoff rezensierte Rügemers Buch 2006 in der Zeitung Die Welt unter dem Titel Brisante Falschheiten - In schlechter DDR-Tradition attackiert.[49] Er behauptete, die Darstellungen Rügemers seien unzutreffend.

Gerrit Liskow warf Rügemer auf haGalil eine „verkürzte Kapitalismuskritik“ vor, da er sich einseitig auf die Zirkulationssphäre des Kapitals konzentriere. Liskow deutet das als „strukturelle[n] Antisemitismus“. Rügemer postuliere „eine geheimbündlerische Weltverschwörung, die um ein geheimnisvolles Machtzentrum gruppiert auf die ganze Welt ausstrahlt, sich ferner organisiert, um die Welt zu beherrschen und zu verderben“. [50]

Verfahren gegen DuMont[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen den Verlag DuMont Schauberg (Kölner Stadt-Anzeiger) erstritt Rügemer 1998 in einem bundesweit bis dahin einmaligen Verfahren zusammen mit Erasmus Schöfer wegen Textfälschung ihres gemeinsamen Artikels in der Wochenendbeilage „Moderne Zeiten“ vom 10./11. August 1996 und daraus erwachsender Rufschädigung ein Schmerzensgeld von 10.000 DM.[51]

Rügemer wurde nicht nur wegen seiner umstrittenen Enthüllungen über Oppenheim, sondern auch wegen seiner allgemeinen Kritik an anderen Banken und Finanzinvestoren angegriffen.

Insbesondere sorgte ein kritischer Artikel in der Zeitung der IG Metall im Jahr 2005 über das Verhalten der Finanzinvestoren „Investcorp“ und „Kohlberg Kravis Roberts & Co.[52] für eine polarisierende Kontroverse. In diesem Zusammenhang wurde auch die zum Artikel gehörige (jedoch nicht von Rügemer erstellte) Karikatur kritisiert, die Finanzinvestoren als mit den Farben der US-Flagge geschmückte Insekten darstellten, die ihre Beute „aussaugen“.

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus F. Zimmermann, Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), verklagte Rügemer im September 2013 vor der Pressekammer des Landgerichts Hamburg wegen vier angeblicher Falschaussagen in seinem Artikel „Die unterwanderte Demokratie“, nachdem zuvor das IZA unter anderem bereits die Zeitschrift Stern wegen des Lobbyismus-Vorwurfs abgemahnt hatte (Az. 324 O 541/13).

Dem Antrag folgend, verfügte das Gericht zunächst, Rügemer dürfe nicht mehr behaupten, das IZA bezeichne sich faktenwidrig als unabhängig, beim IZA könne beim besten Willen nicht von freier Wissenschaft gesprochen werden, das IZA betreibe Lobbying und das IZA informiere nicht über seine Finanzierung durch die Stiftung des Deutsche Post-Konzerns. Bei Zuwiderhandlung wurden Rügemer ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren angedroht. Rügemer klagte gegen die Verpflichtung auf eine Unterlassungserklärung und die einstweilige Verfügung des Gerichts. [53][54][55] Ein in diesem Verfahren vom Gericht angebotener Vergleich wurde wiederum vom IZA abgelehnt.[56]

Am 6. Februar 2015 wurde das Urteil des Hamburger Landgerichts verkündet. In der Hauptsache bekamen, so das Handelsblatt, Rügemer und die NRhZ und IZA jeweils nur zu einem Teil Recht: Einerseits darf Rügemer weiter behaupten, dass sich das IZA „ faktenwidrig als unabhängig bezeichnet“ und dass hinsichtlich des IZA „von freier Wissenschaft beim besten Willen nicht gesprochen werden kann“. Andererseits wird aber weiter untersagt, zu behaupten, das IZA betreibe Lobbying und den Eindruck zu erwecken, das IZA berichte nicht über seine Finanzierung (Az. 324 O 19/14).[57][58]

Rügemer ging in Berufung. Er vertritt nach Darstellung von Telepolis-Autor Thomas Barth die Auffassung, er habe nicht geschrieben, das IZA betreibe Lobbying, sondern dargestellt, dass es eine neue Form des "indirekten Lobbying unter staatlichem Siegel" gebe. Zu der vierten monierten Aussage behauptet Rügemer, er habe nicht die Informierung über die Finanzierung in Frage gestellt, sondern geschrieben, die Finanzierung sei der breiten Öffentlichkeit völlig unbekannt. Ein Hinweis auf der Webseite beweise nicht, dass der Sachverhalt der breiten Öffentlichkeit bekannt sei.[59]

Das Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg steht noch aus (Stand Januar 2018).

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Psychoanalyse der BILD-Zeitung. 1968 (für Springer-Tribunal und Kritische Universität Berlin)
  • Philosophische Anthropologie und Epochenkrise. Studie über den Zusammenhang von allgemeiner Krise des Kapitalismus und anthropologische Grundlegung der Philosophie am Beispiel Arnold Gehlens. Dissertation. Pahl-Rugenstein, Köln 1979.
  • Neue Technik - alte Gesellschaft. Silicon Valley. Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1985, ISBN 3-7609-0955-8. (übersetzt in mehrere Sprachen)
  • Der Kranke Weltpolizist: Das Innenleben der USA als Gefahr für den „Rest der Welt“. Köln 1986.
  • Uwe Hirschfeld, Werner Rügemer (Hrsg.): Utopie und Zivilgesellschaft. Rekonstruktionen, Thesen und Informationen zu Antonio Gramsci. Berlin 1990.
  • Staatsgeheimnis Abwasser. Zebulon Verlag, Düsseldorf 1995, ISBN 3-928679-32-5.
  • Wirtschaften ohne Korruption? Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-596-13211-8.
  • Grüezi! Bei welchen Verbrechen dürfen wir behilflich sein? Die Schweiz als logistisches Zentrum der internationalen Wirtschaftskriminalität. Essays, Analysen und Materialien. Distel Verlag, Heilbronn 1999, ISBN 3-929348-27-6.
  • Arm und reich. transcript, Bielefeld 2002, ISBN 3-933127-92-0.
  • Die Berater. transcript, Bielefeld 2004, ISBN 3-89942-259-7. (Buchbesprechung (Memento vom 13. Mai 2007 im Internet Archive) in Das Parlament)
  • Cross-Border-Leasing. Westfälisches Dampfboot, Münster 2004, ISBN 3-89691-568-1, (Buchbesprechung in Die Zeit)
  • Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. erweiterte geschwärzte Ausgabe. Nomen, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-939816-00-0 (Buchrezension in die tageszeitung)
  • Privatisierung in Deutschland. 4. erweiterte und aktualisierte Ausgabe. Westfälisches Dampfboot, Münster 2008, ISBN 978-3-89691-630-3. (Hinweis in die tageszeitung)
  • ArbeitsUnrecht. Anklage und Alternativen. Westfälisches Dampfboot, Münster 2009, ISBN 978-3-89691-780-5.
  • „Heuschrecken“ im öffentlichen Raum: Public Private Partnership - Anatomie eines globalen Finanzinstruments. transcript, Bielefeld 2008, 2. Auflage 2011, ISBN 978-3-89942-851-3.
  • Colonia Corrupta. Westfälisches Dampfboot, Münster 2002; 8. Auflage 2015, ISBN 978-3-89691-525-2. Die 8. Auflage enthält zwei neue Artikel: Einsturz des Köln-Archivs und Kardinal Meisner.
  • Ratingagenturen - Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart. transcript, Bielefeld, 2012, ISBN 978-3-8376-1977-5. (spanische Ausgabe: Januar 2013)
  • Die Fertigmacher. Arbeitsunrecht und professionelle Gewerkschaftsbekämpfung. Papyrossa Verlag, Köln 2014 / Erweiterte und aktualisierte 3. Auflage März 2017, ISBN 978-3-89438-555-2.
  • Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. Transatlantische Sittenbilder aus Politik und Wirtschaft, Geschichte und Kultur. Papyrossa-Verlag, Köln August 2016; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage 2017, ISBN 978-3-89438-555-2.
  • Die Privatisierung des Staates — das Vorbild USA und sein Einfluss in der Europäischen Union. In: Ullrich Mies, Jens Wernicke (Hrsg.): Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter. Promedia 2017, ISBN 978-3-85371-425-6.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 erhielt er den Friedrich-und-Isabel-Vogel-Preis des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft für die Reportage Die legalen Mittäter[67]
  • 2002 den Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler für das Rundfunkfeature 100 Jahre wie ein Tag – Die heimliche Globalisierung der Städte (WDR/DLF 2001)
  • 2003 gewann Rügemer den Journalistenpreis des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) für einen Hörfunkbeitrag über Cross-Border-Leasing, dessen zum Teil verheerende Wirkungsweise und Folgeerscheinungen für Kommunen und Gemeinwesen Rügemer seit 2000 in Deutschland und Europa aufgedeckt hat. Das Preisgeld wurde ihm jedoch kurzfristig aberkannt, weil er einen Aufruf von attac gegen ein Cross-Border-Leasing-Projekt bei den Kölner Stadtwerken unterzeichnet hatte. Daraufhin klagte er das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro erfolgreich vor Gericht ein.[68][69]
  • 2008 erhielt Rügemer den Kölner Karls-Preis des Blogs NRhZ-Online[70]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werner Rügemer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Stirner Archiv Leipzig – 19. März 2015.
  2. Udo Baron: Kalter Krieg und heißer Frieden – Der Einfluss der SED und ihrer westdeutschen Bündnisorganisationen auf die Partei „Die Grünen“. LIT Verlag, Münster 2003, ISBN 3-8258-6108-2, S. 56.
  3. PEN Zentrum Deutschland Hrsg.: Autorenlexikon 2012/2013. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2012, ISBN 978-3-7795-0421-4, S. 336 f.
  4. Beiträge von Werner Rügemer. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  5. Helmut Volpers: Rezension zu Rügemer, Werner: Neue Technik – alte Gesellschaft. Silicon Valley. MedienWissenschaft Rezensionen, Nr. 3, 1986, S. 291 f.
  6. Roland Kirbach: Cross-Border-Leasing: Für dumm verkauft. In: Die Zeit. Hamburg 12. März 2009 (zeit.de [abgerufen am 21. Dezember 2017]).
  7. Werner Rügemer: Hundert Jahre wie ein Tag. Die heimliche Globalisierung der Städte. WDR 3, 17. Dezember 2001.
  8. Eva-Maria Thoms: wirtschaftsbuch: Blick ins ökonomische Schurkenland. In: Die Zeit. Hamburg 29. April 2004 (zeit.de [abgerufen am 21. Dezember 2017]).
  9. Werner Rügemer: Cross Border Leasing. Ein Lehrstück zur globalen Enteignung der Städte. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004 und 2005, ISBN 3-89691-568-1.
  10. Die Zeit: Rezension von „Cross Border Leasing. Ein Lehrstück zur Enteignung der Städte“ Blick ins ökonomische Schurkenland, Ausgabe 19/2014, geladen 28. Juli 2014.
  11. Werner Rügemer: Privatisierung in Deutschland. Eine Bilanz. 4., erweiterte und aktualisierte Auflage. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2008, ISBN 978-3-89691-630-3.
  12. a b Dirk Eckert: In der Falle der Neoliberalen. In: Die Tageszeitung. 3. Februar 2007, S. 1007 (taz.de [abgerufen am 18. Dezember 2017]).
  13. Werner Rügemer: Privatisierung in Deutschland. Eine Bilanz. Von der Treuhand zu Public Private Partnership. Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  14. Werner Rügemer: Heuschrecken im öffentlichen Raum. Public Private Partnership. Anatomie eines globalen Finanzinstruments. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Transcript Verlag, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-1741-2.
  15. Thomas Barth: PPP-Public Private Partnership oder Privat macht Public Pleite? Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  16. Werner Rügemer: Brandstifter als Feuerwehr. In: Junge Welt. 23. April 2009.
  17. Werner Rügemer: Die wahren Ursachen der Finanzkrise. gulli.com, 18. Dezember 2009 (deutsch und englisch)
  18. Werner Rügemer: Die „Rettung“ Griechenlands und des Euro als Fluch der bösen Tat. In: Das Argument. 287/2010.
  19. Bankster vor Gericht : Kollektive Unschuld und systemische Kriminalität. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. 8/2010.
  20. Zutiefst korruptes System. Die großen Ratingagenturen sind mit den mächtigsten Finanzakteuren verfilzt. Sie taugen nicht zur Regulierung der Finanzmärkte, sondern verstärken deren Krisenanfälligkeit. In: junge welt. 11. und 12. Oktober 2010.
  21. Werner Rügemer: Geheimnisverrat ist Bürgerpflicht. In: Zeitschrift für Direkte Demokratie. Nr. 86, 2/2010, S. 18–21.
  22. stadtrevue stadtrevue.de, geladen am 24. Januar 2015.
  23. Geisterzug auf Klüngeltour. In: Kölnische Rundschau. 15. Januar 2003 „Wir haben als Motto den Titel des Buches von Werner Rügemer übernommen“, erklärten die Veranstalter.
  24. werner-ruegemer.de
  25. Thomas Thiel: Werner Rügemer: Rating-Agenturen: Der Richter und sein Banker. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. März 2013 (faz.net [abgerufen am 18. Dezember 2017]).
  26. Online-Bezug auf die Rezension der Süddeutschen Zeitung, SZ, 16. Oktober 2012.
  27. Werner Rügemer (Hrsg.): ArbeitsUnrecht. Anklagen und Alternativen. Westfälisches Dampfboot, Münster 2009, ISBN 978-3-89691-780-5 dampfboot-verlag.de
  28. Über uns. arbeitsunrecht.de, abgerufen am 3. Januar 2013; Vorsicht Union Busting! arbeitsunrecht.de, abgerufen am 3. Jan. 2013
  29. Union Busting in Deutschland. otto-brenner-kompakt.de, abgerufen am 3. Jan. 2013.
  30. Freiheit der Arbeit Die universellen Menschenrechte gelten auch für die Arbeitsverhältnisse, arbeitsunrecht.de, abgerufen am 3. Jan. 2013.
  31. Werner Rügemer und Elmar Wigand: Die Fertigmacher. Arbeitsunrecht und professionelle Gewerkschaftsbekämpfung. Papyrossa Verlag, Köln 2. Auflage 2015, ISBN 978-3-89438-555-2.
  32. Buchkritik – Wie Firmen unbequeme Mitarbeiter jagen. Abgerufen am 21. Dezember 2017.
  33. Aufführung von „Bonnopoly“ – WCCB-Schlammschlacht in den Kammerspielen. In: General-Anzeiger Bonn. 10. September 2017 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 18. Dezember 2017]).
  34. Cornelia Fiedler: Notwehr. In: Süddeutsche Zeitung. 14. September 2017 (sueddeutsche.de [abgerufen am 18. Dezember 2017]).
  35. programm.ARD.de - ARD Play-Out-Center Potsdam, Potsdam, Germany: Hehler für Hitler. Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  36. Heimlicher „Osthandelsminister“ ist tot. In: Stern. 9. März 2007 (stern.de [abgerufen am 18. Dezember 2017]): „Der WDR berichtete 2001 in einer Reportage mit dem Titel ‚Hehler für Hitler‘, dieses Unternehmen (Otto Wolff, Gabel1960) habe bis 1945 Wertpapiere aus dem Besitz deportierter Juden aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich im Auftrag der Nazis verkauft.“
  37. „Let’s make money“, Regie: Erwin Wagenhofer, Farbfilm, 110 Minuten, Österreich 2008.
  38. Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. Nochmals geschwärzte Ausgabe der bereits geschwärzten Auflage 2006. Nomen Verlag Frankfurt am Main. ISBN 978-3-939816-00-3.
  39. vgl. „Messehallen um jeden Preis. Kluges Projekt oder Kölscher Klüngel?“ Deutschlandradio, 28. Oktober 2005.
  40. Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. Nochmals geschwärzte Ausgabe der bereits geschwärzten Auflage 2006. Nomen Verlag Frankfurt am Main. ISBN 978-3-939816-00-3, S. 89, ungeschwärzt
  41. Eva-Maria Thoms: Rechtsstreit: Wo stehen die Schalter? In: Die Zeit. Hamburg 20. Juli 2006 (zeit.de [abgerufen am 17. Dezember 2017]).
  42. Werner Rügemer: Die „Persönlichkeitsrechte“ der Bank. In: Ossietzky. Nr. 14/2007.
  43. Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. Nochmals geschwärzte Ausgabe der bereits geschwärzten Auflage 2006. Nomen Verlag Frankfurt am Main. ISBN 978-3-939816-00-3, S. 90 und 98 ungeschwärzt
  44. Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. Nochmals geschwärzte Ausgabe der bereits geschwärzten Auflage 2006. Nomen Verlag Frankfurt am Main. ISBN 978-3-939816-00-3, S. 21 f. ungeschwärzt
  45. Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. Nochmals geschwärzte Ausgabe der bereits geschwärzten Auflage 2006. Nomen Verlag Frankfurt am Main. ISBN 978-3-939816-00-3, S. 81 und 83 ungeschwärzt
  46. Werner Rügemer: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3. Nochmals geschwärzte Ausgabe der bereits geschwärzten Auflage 2006. Nomen Verlag Frankfurt am Main. ISBN 978-3-939816-00-3, S. 82 und 85 ungeschwärzt
  47. FRANK ÜBERALL: Schwarze Balken für die Wahrheit. In: Die Tageszeitung. 26. Juli 2006, S. 4 (taz.de [abgerufen am 17. Dezember 2017]).
  48. a b Die Privatbank Oppenheim in Nordrhein-Westfalen zieht gegen ein Buch vor Gericht. In: Die Zeit. 20. Juli 2006.
  49. Brisante Falschheiten. auf: welt.de
  50. Gerrit Liskow: Brauner Quark in roter Soße, haGalil vom 4. Januar 2010 bzw. 18. Tevet 5770
  51. Ulrike de la Motte: Überheblich und selbstgefällig. ver.di FB 8, 1998.
  52. Die Plünderer kommen. inhaltsgleicher Artikel von Werner Rügemer in der Zeitung der Freitag, 11. Februar 2005.
  53. Werner Rügemer: Die unterwanderte Demokratie. Der Marsch der Lobbyisten durch die Institutionen, Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2013, S. 75.
  54. Thomas Barth: IZA: Neoliberaler Think Tank unter Druck. Abgerufen am 3. Januar 2018 (deutsch).
  55. Malte Kreutzfeldt: Institut zur Zukunft der Arbeit klagt: Unabhängigkeit vor Gericht. In: Die Tageszeitung: taz. 8. Mai 2014, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 3. Januar 2018]).
  56. Norbert Häring: Lobbyist oder nicht? Das Forschungsinstitut IZA wehrt sich vor Gericht gegen den Vorwurf der Parteilichkeit. In: Handelsblatt. 10. November 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  57. Norbert Häring: „Halb Sieg, halb Niederlage“ und „Ein Hauch von Transparenz“, Handelsblatt, 16. Februar 2015, Nr. 32.
  58. Nachdenkseiten: „IZA vs. Rügemer: Zweifelhafter Sieg“, nachdenkseiten.de, 11. Februar 2015, geladen 15. Februar 2015.
  59. Thomas Barth: IZA: Neoliberaler Think Tank unter Druck. Abgerufen am 3. Januar 2018 (deutsch).
  60. GründungspatInnen blog.gemeingut.org, abgerufen am 3. Jan. 2013.
  61. Business Crime Control: Hans See ist wieder BCC-Vorsitzender. (Memento vom 24. September 2009 im Internet Archive) vom 5. Juni 2009.
  62. Transparency International: „Imageverlust“ entscheidend für Rücktritt von Siemens-Aufsichtsratschef. In: Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 24. Mai 2018]).
  63. 5 Bücher - Perlentaucher. Abgerufen am 24. Mai 2018.
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  66. www.attac.de: Werner Rügemer. Abgerufen am 17. Dezember 2017.
  67. Deutsche Polizei 7/1997, Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei
  68. SEBASTIAN SEDLMAYR: Aktenzeichen 143/C/132/4. In: die tageszeitung. 28. September 2004.
  69. @1@2Vorlage:Toter Link/www.verdi.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Justitia statt Jury. Kölner Publizist Werner Rügemer klagte Preisgeld ein.) In: Journalismus-Zeitschrift von ver.di (DJU). November 2004.
  70. PEN Zentrum Deutschland: Das Autorenlexikon 2015/16. E-Book ohne Seitenangaben, Eintrag zu Werner Rügemer, Tübingen 2015, ISBN 978-3-86351-254-5.