Werner Stauffacher

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Dieser Artikel beschreibt die Sagenfigur, für weitere Personen dieses Namens siehe Werner Stauffacher (Begriffsklärung).
Werner Stauffacher baut sein Haus. Historisierende Darstellung an der Stauffacherkapelle in Steinen SZ.
Idealisiertes Bild des Rütlischwurs von Jean Renggli (1891)

Werner Stauffacher war der Sage Tschudis nach der Abgesandte des Urkantons Schwyz, der gemäss der Legende am 8. November im Jahre 1307 mit dem Rütlischwur, zusammen mit Walter Fürst für Uri (in anderen Varianten wird auch Wilhelm Tell als Vertreter von Uri genannt) und Arnold von Melchtal für Unterwalden, auf der Rütliwiese hoch über dem Vierwaldstättersee die schweizerische Eidgenossenschaft begründete.

Grund für diese Konföderation waren Pläne des römisch-deutschen Königs Albrecht I., den drei Urkantonen ihre Reichsunmittelbarkeit beim Heiligen Römischen Reich deutscher Nation zu nehmen und sie zu Habsburger Lehnslanden zu machen.

Friedrich Schiller verewigte Stauffacher 1804 in seinem Schauspiel Wilhelm Tell. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Stauffacher im Film Landammann Stauffacher zur Symbolfigur der Geistigen Landesverteidigung.

Historisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie aus der Geschichte belegt ist, waren verschiedene Männer aus dem Geschlecht der Stauffacher im 13. und 14. Jahrhundert Landammänner des alten Landes Schwyz. Werner Stauffacher war zur Zeit der Schlacht am Morgarten im Jahre 1315 Landammann, und wohl auch der erfolgreiche Führer der Schwyzer und ihrer Miteidgenossen. Als kostbaren Schatz hütet die Gemeinde Steinen in ihrem Archiv eine alte Gült, welche ein Werner Stauffacher am 29. Juni 1368 besiegelt hat, der eventuell ein Nachkomme des Erstgenannten war.

Benennungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zürcher Stadtkreis Aussersihl wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts Werner Stauffacher Namenspate einer Gruppe von eng benachbarten Strassen und Plätzen: Stauffacherstrasse (1893), Stauffacherplatz (1898; 2003 in Ernst-Nobs-Platz umbenannt), Stauffacherbrücke (1899), Stauffacherquai (1902); später kam noch die Tramhaltestelle Stauffacher hinzu, deren Name auf einen ganzen Strassenabschnitt übergegangen ist. Weitere Schweizer Ortschaften mit einer Stauffacherstrasse sind Arbon, Bätterkinden, Bern, Emmenbrücke, Lugano, Schaffhausen und St. Gallen; einen Stauffacherweg gibt es in Luzern, Solothurn und Zuchwil.

Filmdokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]