Werner Wirsing

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Werner Wirsing (* 4. März 1919 in Gemünden am Main) ist ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.

Nach dem Abitur am Wilhelmsgymnasium München[1] wurde Wirsing 1937 als 18-Jähriger zunächst zum Reichsarbeitsdienst, im Anschluss daran in die Wehrmacht einberufen. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Soldat an der Front. Nach Kriegsende nahm er 1946 an der Technischen Hochschule München ein Studium der Architektur auf, das er 1949 abschloss. Schon während des Studiums baute er sich eine berufliche Karriere als freischaffender Architekt auf. Von 1949 bis 1954 war er Leiter des Baubüros des Bayerischen Jugendsozialwerkes.

Zu seinen bedeutendsten Bauten zählen der ab 1948 entstandene und inzwischen unter Denkmalschutz stehende Komplex der Wohnheimsiedlung Maßmannplatz in München, die Pfarrkirche Menschwerdung Christi in Nürnberg-Langwasser sowie das Studentenviertel Oberwiesenfeld, das im Zusammenhang mit dem Bau der Athletenunterkünfte für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München entstand.

1967 folgte Wirsing einem Ruf als ordentlicher Dozent an die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Von 1974 bis 1978 war er Lehrbeauftragter für Konstruktion und Raum an der Akademie der Bildenden Künste München und wechselte im Anschluss bis zu seiner Pensionierung 1984 als Lehrbeauftragter an die Fachhochschule München.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauten und Entwürfe (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenhof der Wohnheimsiedlung Maßmannplatz
Bungalows im Olympischen Dorf
  • 1948–1955: Wohnheimsiedlung Maßmannplatz in München
  • 1950–1951: Kindergarten, Lehrlingswohnheim und Jugendheim Don Bosco in Pegnitz (mit Hans Maurer, Traudl Maurer und Grete Wirsing)
  • 1956–1958: Musische Bildungsstätte in Remscheid
  • 1958–1960: Ferienhaus R. in Lenno
  • 1959–1961: Kraftfahrzeugwerkstätte in Feldkirchen
  • 1960–1962: Musikerhaus in Glonn
  • 1960–1962: Bildhaueratelier und Wohnhaus in Glonn
  • 1960–1963: Jugendzentrum Frankenhof in Erlangen (mit Johannes Ludwig)
  • 1964–1972: Kirche Menschwerdung Christi in Nürnberg
  • 1968–1972: Studentenbungalows und Alte Mensa im Olympiadorf München[2]
  • 1978–1984: Wohnhäuser Pedettistraße und Webergasse in Eichstätt
  • 1990: Einfamilienhaus in Gröbenzell

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Oskar Splett: Jugendbauten unserer Zeit. Hermann Rinn, München 1953.
  • Neues Bauen in Deutschland. München 1953.
  • mit Hans Heigert: Stätten der Jugend. München 1958.
  • mit Gerda Gollwitzer: Dachgärten und Dachterrassen. München 1962.
  • mit Kimmerle: Studentenwohnheime 1960-1963. Bonn 1963.
  • mit Gerda Gollwitzer: Dachflächen, bewohnt, belebt, bepflanzt. München 1972.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht über das Wilhelms-Gymnasium in München. ZDB-ID 12448436, 1936/37
  2. http://www.baunetzwissen.de/objektartikel/Brandschutz-Generalsanierung-der-Mensa-Oberwiesenfeld-in-Muenchen_4045939.html