Wernsmühle

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Koordinaten: 49° 15′ 23″ N, 10° 48′ 55″ O

Wernsmühle
Stadt Windsbach
Höhe: 384–399 m ü. NN
Einwohner: 69 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91575
Vorwahl: 09871
Ortsansicht

Ortsansicht

Wernsmühle (umgangssprachlich Wernschmíl bzw. Amnəschmil [2]) ist ein Ortsteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt am Wernsbach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Ca. 0,5 km nordwestlich davon erhebt sich der Klingenbuck (430 m ü. NN). Im Osten schließt sich das Waldgebiet Scheiblohe an.[3]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wernsbach Reuth Moosbach
Bechhofen Nachbargemeinden Fohlenhof
Neuses Gersbach Windsbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Name war Amner- bzw. Amtnermühle, vermutlich nach dem ersten Besitzer benannt. Im Jahr 1818 wird der Name Wernsmühl bezeugt.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) wurde die Wernsmühle Teil der politischen Gemeinde Windsbach. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand eine Siedlung. Zwischen 1954 und 1958 fand die Umgemeindung der Wernsmühle von Windsbach nach Wernsbach statt.[4][5] 1955 wurden Sandbuck und Holzgarten am Stadtrand von Windsbach sowie einige Häuser der Wernsmühle nach Windsbach umgemeindet. Im Zuge der Gebietsreform, die am 1. Januar 1972 in Kraft trat, gehörte schließlich die gesamte Wernsmühle wieder zur Gemeinde Windsbach.[6]

Boden- und Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1832[7] 1846[8] 1856[9] 1867[10] 1875[11] 1900[12] 1925[13] 1950[14] 1961[15] 1970[16] 1987[1]
Einwohner 18 16 16 12 20 20 22 9 83 96 69
Wohngebäude 3 2 3 3 2 15 21

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wernsbach bzw. die Staatsstraße 2220 kreuzend nach Windsbach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Wörnsmühl. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 280 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Karl Dunz: Windsbach – Heimat und Kulturgeschichte der Stadt mit allen Ortsteilen. Freimund-Druckerei, Neuendettelsau 1985, ISBN 978-7-100-11482-0, S. 266–268.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 201.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdenkmale. Band 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 153.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wernsmühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 333 (Digitalisat).
  2. E. Fechter, S. 201
  3. Bayern Atlas, Wernsmühle
  4. Bei E. Fechter (S. 201) wird der Ort noch als der Gemeinde Windsbach zugehörig beschrieben, bei G. Fehring (S. 153) jedoch ist es die Gemeinde Wernsbach.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 421.
  6. Ortsteil Wernsmühle, Windsbach.de
  7. Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 2: M–Z. Palm und Enke, Erlangen 1832, S. 1052 (Digitalisat).
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 154 (Digitalisat).
  9. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Brügel’sche Officin, Ansbach 1856, S. 188 (Digitalisat).
  10. Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1044, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. ... mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1210 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1162 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1200 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern - Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1032 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 760 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 172 (Digitalisat).