Wersabe

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Wersabe
Wappen von Wersabe
Koordinaten: 53° 19′ 37″ N, 8° 32′ 3″ O
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 9,05 km²
Einwohner: 230 (27. Nov. 2017)
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Eingemeindet nach: Sandstedt
Postleitzahl: 27628
Vorwahl: 04702
Wersabe (Niedersachsen)
Wersabe

Lage von Wersabe in Niedersachsen

Luftbild 2012
Luftbild 2012

Wersabe (niederdeutsch Weersbe) ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagen im Bremischen (Landkreis Cuxhaven).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das am Deich der Unterweser gelegene Dorf in der Osterstader Marsch befindet sich gegenüber der Flussinsel Harriersand und der Stadt Brake. Die Nachbarorte sind Offenwarden im Norden sowie Rechtebe im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als „Wirsebe“ lässt sich für das Jahr 1110 nachweisen. Der Ort war der Stammsitz der Herren von Wersebe/Wersabe, die später auch die St.-Marien-Kirche gestiftet haben.[1] Zur Kirchengemeinde gehören seit Jahrhunderten auch Rechtebe und Wurthfleth. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte das Kirchdorf zum Amt Hagen. Während der Franzosenzeit wurde die Kommune Wersabe im Kanton Dammhagen (Département der Wesermündungen) gebildet, welche auch die Orte Offenwarden, Rechtebe, Rechtenfleth, Sandstedt, Uthlede und Wurthfleth umfasste und nach dem Sieg über Napoleon wieder aufgelöst wurde. 1840 erhielt Wersabe den Status einer Landgemeinde. 1876 wurde die gleichnamige Gemarkung gebildet.

Die politische Selbständigkeit endete 1968, als sich Wersabe mit anderen Kommunen zur neuen Gemeinde Sandstedt zusammenschloss,[2] die wiederum 1974 eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Hagen wurde.[3] Zum 1. Januar 2014 erfolgte die Auflösung der Samtgemeinde Hagen und deren Mitgliedsgemeinden sowie die Neubildung der Gemeinde Hagen im Bremischen.[4] Wersabe besaß noch bis 2008 eine Grundschule mit einer ersten und zweiten Klasse. Heute beherbergt das Gebäude eine Kindertagesstätte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf kommunaler Ebene wird der Ort Wersabe vom Rat der Gemeinde Hagen im Bremischen vertreten.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Wersabe ist Söhnke Hahlbom. Die Amtszeit läuft von 2016 bis 2021.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wersaber Wappens stammt von dem in Belgien geborenen und später in Otterndorf lebenden Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der auch schon die Wappen von Bramel, Hetthorn, Wanhöden und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[6]

Wappen von Wersabe
Blasonierung: „Unter blauem, mit drei silbernen Lilien belegtem Schildhaupt gespalten von Silber und Schwarz.“[6]
Wappenbegründung: Der von Silber und Schwarz gespaltene Schild ist dem Wappen des Adelsgeschlechts von Wersebe entlehnt, dessen Stammsitz in Wersabe lag und das die dortige Kirche gestiftet hat. Die Lilien sind Sinnbilder der Jungfrau Maria, der Schutzpatronin der Kirche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
  • Wilfried Wolters (1891–1969), lutherischer Theologe und Landessuperintendent von Celle, wurde 1921 Pastor in Wersabe
  • Michael H. Kater (* 1937), kanadischer Historiker, wuchs u. a. in Wersabe auf, bis er 1953 mit seinen Eltern nach Kanada auswanderte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wersabe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dietrich Diederichs-Gottschalk: Ortsfamilienbuch Wersabe. In: Internetseite Genealogienetz. Abgerufen am 24. Februar 2018.
  2. Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Heimatbund der Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  4. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Hagen im Bremischen. Vom: 19. Juni 2013. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem – Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt. Gemeinde Hagen im Bremischen, Landkreis Cuxhaven, 25. Juni 2013, abgerufen am 24. Februar 2018 (PDF; 153 KB, Nr. 10/2013, S. 162).
  5. Der Ortsvorsteher von Wersabe. In: Internetseite der Gemeinde Hagen im Bremischen. Abgerufen am 31. Mai 2017 (PDF; 35,7 KB).
  6. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.