Wersabe

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Koordinaten: 53° 19′ 37″ N, 8° 32′ 3″ O

Wersabe
Wappen von Wersabe
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 3,78 km²
Einwohner: 110 (18. Aug. 2014)
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1968
Postleitzahl: 27628
Vorwahl: 04702
Wersabe (Niedersachsen)
Wersabe

Lage von Wersabe in Niedersachsen

Luftbild 2012

Luftbild 2012

Wersabe (plattdeutsch: Weersbe) ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagen im Bremischen (Landkreis Cuxhaven).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das am Deich der Unterweser gelegene Dorf in der Osterstader Marsch befindet sich gegenüber der Flussinsel Harriersand und der Stadt Brake. Die Nachbarorte sind Offenwarden im Norden sowie Rechtebe im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Wirsebe lässt sich für das Jahr 1110 nachweisen. Der Ort war der Stammsitz der Herren von Wersebe/Wersabe, die später auch die St.-Marien-Kirche gestiftet haben.[1] Zur Kirchengemeinde gehören seit Jahrhunderten auch Rechtebe und Wurthfleth. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörte das Kirchdorf zum Amt Hagen. Während der Franzosenzeit wurde die Kommune Wersabe im Kanton Dammhagen (Département der Wesermündungen) gebildet, welche auch die Orte Offenwarden, Rechtebe, Rechtenfleth, Sandstedt, Uthlede und Wurthfleth umfasste und nach dem Sieg über Napoleon wieder aufgelöst wurde. 1840 erhielt Wersabe den Status einer Landgemeinde. 1876 wurde die gleichnamige Gemarkung gebildet. Die politische Selbständigkeit endete 1968, als sich Wersabe mit anderen Kommunen zur neuen Gemeinde Sandstedt zusammenschloss, die wiederum 1974 eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Hagen wurde.[2] Zum 1. Januar 2014 erfolgte die Auflösung der Samtgemeinde Hagen und deren Mitgliedsgemeinden sowie die Neubildung der Gemeinde Hagen im Bremischen.[3]

Wersabe besaß noch bis 2008 eine Grundschule mit einer ersten und zweiten Klasse. Heute beherbergt das Gebäude eine Kindertagesstätte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Wersabe ist Söhnke Hahlbom. Die Amtszeit läuft von 2016 bis 2021.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wersaber Wappens[5][6] stammt von dem in Belgien geborenen und später in Otterndorf lebenden Heraldiker und Wappenmaler Professor Albert de Badrihaye,[7] der auch schon die Wappen von Hetthorn, Wanhöden, Bramel und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.

Wappen von Wersabe
Wappenbeschreibung: „Unter blauem, mit drei silbernen Lilien belegtem Schildhaupt gespalten von Silber und Schwarz.“
Wappenbegründung: Der von Silber und Schwarz gespaltene Schild ist dem Wappen des Adelsgeschlechts von Wersebe entlehnt, dessen Stammsitz in Wersabe lag und das die dortige Kirche gestiftet hat. Die Lilien sind Sinnbilder der Jungfrau Maria, der Schutzpatronin der Kirche.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wersabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pastor Dr. Diederichs-Gottschalk: Ortsfamilienbuch Wersabe
  2. Männer vom Morgenstern (Herausgeber): Flurnamensammlung Wesermünde - Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e.V. Bremerhaven 1995. ISBN 3-931771-27-X
  3. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Hagen im Bremischen, Landkreis Cuxhaven vom 19. Juni 2013, In: Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 10/2013 vom 25. Juni 2013, S. 162
  4. Ortsvorsteher von Wersabe. Von: Internetseite der Gemeinde Hagen im Bremischen, PDF-Datei, abgerufen am 31. Mai 2017
  5. Koerner, Dr. jur. Bernhard: Handbuch der Heroldskunst., auf: Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher, abgerufen am 2. März 2017
  6. Das Wappen der Driftsether, auf: driftsethe.de/wappen, abgerufen am 2. März 2017
  7. Wappenbuch gegen Kirchturmspende/ Albert de Badrihaye, in: Wilstersche-Zeitung, vom 7. März 2012, abgerufen am 27. Februar 2017