Westdeutscher Fußballverband

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Westdeutscher Fußballverband
Gegründet 1898
Präsident Hermann Korfmacher
Adresse Friedrich-Alfred-Str. 11
47055 Duisburg
Meister Herren FC Viktoria Köln
Meister Frauen 1. FC Köln II
Übergeordneter Verband Deutscher Fußball-Bund (DFB)
Deutscher Leichtathletik-Verband
Untergeordnete Verbände Fußball-Verband Mittelrhein
Fußballverband Niederrhein
Fußball- und Leichtathletik-
Verband Westfalen
Region Deutschland Lage von Westdeutschland.png
Vereine (ca.) 4.561* (Fußballsparte)
Mitglieder (ca.) 1.711.740* (Fußballsparte)
Mannschaften (ca.) 35.141* (Fußballsparte)
*Stand: 4. Juli 2017[1]
Homepage www.wdfv.de
Karte des WFLV mit Landesverbänden

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) mit Sitz in Duisburg ist einer von fünf untergeordneten Regionalverbänden des Deutschen Fußball-Bundes. Das Gebiet des WDFV deckt in etwa das Bundesland Nordrhein-Westfalen ab. Zum Westdeutschen Verband gehören die Fußball-Landesverbände Niederrhein und Mittelrhein sowie der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen.

Die Geschichte des Verbandes geht auf den 1898 (als „Rheinischer Spiel-Verband“) gegründeten Westdeutschen Spiel-Verband zurück, der sich im Zuge der „Gleichschaltung“ des Sports unter den Nationalsozialisten 1934 auflöste. 1947 wurde er, zunächst unter dem Namen „Fußballverband Nordrhein-Westfalen“, wieder ins Leben gerufen. Der Westdeutsche Fußballverband fusionierte 2002 mit dem Leichtathletik-Verband Nordrhein zum Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband e.V. Nachdem der Leichtathletik-Verband Nordrhein im Jahre 2016 wieder austrat, erfolgte am 27. August des gleichen Jahres die Umbenennung in Westdeutscher Fußballverband. Präsident ist Hermann Korfmacher. Im Verbandsgebiet gibt es derzeit 4561 Fußballvereine und etwas über 1,7 Mio. Mitglieder.[1]

Der Verband betreibt seit 1977 ein Bildungswerk mit Schwerpunkt im Bereich des Sports. Zielgruppe sind zum einen die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Fußball- und Leichtathletikvereinen des Landes, zum anderen ist das Bildungswerk aber auch für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen Ansprechpartner nach dem Weiterbildungsgesetz. Das Qualifizierungszentrum wendet sich an alle ehrenamtlichen Funktionsträger im organisierten Sport des WFLV einschließlich dessen Mitgliedsverbände. Stützpunkte der Lehrarbeit sind die Duisburger Sportschule Wedau, das SportCongressCentrum Kaiserau in Kamen und die Sportschule Hennef mit jeweils landesweiten Einzugsbereichen.

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WDFV-Vereine in höheren Ligen 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stufe Bezeichnung Anzahl Mannschaften
1 Bundesliga 5 1. FC Köln 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04 FC Schalke 04
2 2. Bundesliga 4 Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg MSV Duisburg, VfL Bochum VfL Bochum
3 3. Liga 4 SC Fortuna Köln SC Fortuna Köln, Sportfreunde Lotte Sportfreunde Lotte,Preußen Münster Preußen Münster, SC Paderborn 07 SC Paderborn 07

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stufe Bezeichnung Anzahl Mannschaften
1 Bundesliga 3 1. FC Köln 1. FC Köln, MSV Duisburg MSV Duisburg, SGS Essen SGS Essen
2 2. Bundesliga 6 1. FC Köln 1. FC Köln II, Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld, Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach, FSV Gütersloh 2009 FSV Gütersloh 2009, Herforder SV Herforder SV

Ligen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der WDFV organisiert unter anderem die Fußball-Regionalligen der Männer und der Frauen sowie die C-Junioren-Regionalliga. Von 1949 bis 1956 wurde die Landesliga (WFV) ausgetragen, die dann durch die Verbandsliga ersetzt wurde.

Futsal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Futsal organisiert der Verband seit 2011 die WFLV-Futsal-Liga. Die Liga besteht aus zehn Mannschaften, von denen sich die ersten zwei für die Deutsche Futsal-Meisterschaft qualifizieren. Rekordmeister ist der UFC Münster mit acht Titeln. Amtierender Titelträger ist Holzpfosten Schwerte. Seit 2014 wird zusätzlich der WFLV-Futsal-Pokal ausgetragen.

Jahr Sieger Ergebnis Finalist
2014 SC Bayer 05 Uerdingen 6:1 Futsal Sportfreunde Uni Siegen
2015 Futsal Lions Düsseldorf 5:3 UFC Münster
2016 Black Panthers Bielefeld 6:1 Bonner Futsal Lions
2017 MCH Futsal Club Sennestadt 7:6 Futsal Freakz Gütersloh

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Frauen wurde im Jahre 2015 ebenfalls eine WFLV-Futsal-Liga eingeführt. Erster Meister wurde der UFC Münster. Eine deutsche Meisterschaft wird nicht ausgespielt. Im Jahre 2016 wurde erstmals der WFLV-Futsal-Pokal ausgespielt.

Jahr Sieger Ergebnis Finalist
2016 UFC Paderborn 6:4 Holzpfosten Schwerte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mitgliederstatistik 2017. DFB, abgerufen am 22. September 2017.
  2. Fußballverband Nordrhein-Westfalen: Vorgänger des WFV

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Westdeutscher Fußballverband e.V. (Hrsg.): 100 Jahre Fußball im Westen. Zwischen Alm, Wedau und Tivoli. Das Buch zum Jubiläum des Westdeutschen Fußballverbandes. AGON-Sportverlag, Kassel 1998 ISBN 3-89609-156-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]