Westeraccum

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53.6497222222227.44444444444444Koordinaten: 53° 38′ 59″ N, 7° 26′ 40″ O

Westeraccum
Gemeinde Dornum
Wappen von Westeraccum
Höhe: 1–4 m ü. NN
Einwohner: 405 (2008)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26553
Vorwahl: 04933
Fischerkirche St. Petri
Westeraccumer Mühle

Westeraccum ist ein Ortsteil der Gemeinde Dornum in Ostfriesland.[1] Im Jahr 2008 hatte der Ortsteil 405 Einwohner.[2]

Name[Bearbeiten]

Westeraccum wurde erstmals im frühen 12. Jahrhundert als „Westrachem“ urkundlich erwähnt. Spätere Bezeichnungen waren „Westeragheim, Westerachem“ (um 1200) und „Wester Accum“ (1684). Es handelt sich hier um Zusammensetzung des Rufnamens Acke mit Heim und Angabe der Himmelsrichtung. Die in Norddeutschland häufig vorkommende Form Wester-statt West- geht auf das altfriesische Adjektiv wester (westlich) zurück.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Gegründet wurde Westeraccum als Warfendorf auf einer Geestinsel, die von Kalkmarsch umgeben ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird der Ort im frühen 12. Jahrhundert als Westrachem urkundlich erwähnt. Um 1200 wurde er Westeragheim genannt. Seit dem 17. Jahrhundert ist die heutige Schreibweise geläufig. Der Ortsname ist eine Zusammensetzung des Rufnamens Acke mit -Sum, was Heim bedeutet sowie der Himmelsrichtung West.[3] Westeraccum ist somit als westlich der Ehe (kleiner Fluss) gelegener Ort zu deuten.

Am 1. Juli 1972 wurde Westeraccum, bis dahin im Landkreis Wittmund gelegen, in den Flecken Dornum eingegliedert.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Seit 2004 führt der Ort auf Initiative des Heimatverein Westeraccum e.V. ein Wappen. Es zeigt in Gold (Gelb) eine gemauerte schwarze Brücke über einem blauen Wasserschildfluß. Darüber vorne ein schwimmender blauer Schwan und hinten ein blauer Mühlstein. Es symbolisiert die Geschichte des Ortes: Die Farben blau und gold dokumentieren die frühere Zugehörigkeit Westeraccums zum Harlingerland. Schwarz und gold stehen hingegen für die jetzige Zugehörigkeit zu Dornum zum Norderland. Der Wellenschildfuß symbolisiert den Fluss Accumer Ee, übder die im Ort eine steinerne Brücke führte. Sie war die historische Grenze zwischen dem Harlingerland und dem Norderland und mit einem Schlagbaum versehen. Der Schwan (Luther-Schwan) steht für die historische Fischerkirche St. Petri, der Mühlstein für die alte Accumer Windmühle.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Westeraccum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeinde Dornum: Zahlen/Daten/Fakten- Entstehung der Gemeinde, aufgerufen am 11. August 2010.
  2. Gemeinde Dornum: Kurzinformation zur Gemeinde Dornum , aufgerufen am 11. August 2010.
  3. Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Westeraccum, Samtgemeinde Dornum, Landkreis Aurich (PDF; 668 kB), aufgerufen am 11. August 2010.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 264.
  5. Gemeinde Dornum: Ortswappen Westeraccum, aufgerufen am 11. August 2010.