Westerland (Schiff, 1885)

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Westerland
Die Westerland (ca. 1903)
Die Westerland (ca. 1903)
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
andere Schiffsnamen

ab 1927: Stadt Husum

Schiffstyp Fahrgastschiff
Rufzeichen L M C P
Heimathafen Munkmarsch/Sylt
Eigner Sylter Dampfschiffahrtsgesellschaft
Bauwerft Howaldts Werft, Kiel
Baunummer 142
Stapellauf 06.1885
Verbleib vermutlich 1935/36 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
32,30 m (Lüa)
Breite 4,70 m
Vermessung 86,00 BRT
 
Besatzung 6
Maschinenanlage
Maschine Zweifach-Expansionsdampfmaschine
Maschinen-
leistung
75 PS (55 kW)
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 200

Der Raddampfer Westerland der Sylter Dampfschiffahrtsgesellschaft war ein von der Howaldts Werft in Kiel gebauter Seitenraddampfer, der von 1885 an als Passagier- und Versorgungsschiff für die nordfriesische Insel Sylt eingesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Westerland wurde 1885 als Ergänzung für den seit 1884 in Betrieb befindlichen Dampfer Sylt durch die Sylter Dampfschiffahrtsgesellschaft in Dienst gestellt. Die Gesellschaft setzte die Schiffe im Linienverkehr zwischen Hoyerschleuse (auf dem Festland) und Munkmarsch (auf Sylt) zur Versorgung der Insel und zum Personentransport ein. Seitenraddampfer mit geringem Tiefgang hatten sich für den Betrieb im Wattenmeer bewährt und konnten bis auf extreme Wetterlagen in den Wintermonaten fast das ganze Jahr eingesetzt werden.

Im Liniendienst zwischen Munkmarsch und Hoyerschleuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Indienststellung bis März 1902 wurde das Schiff durch Kapitän Albert Klein aus Keitum geführt. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm Kapitän Carl Nicolai Christiansen aus Westerland am 1. Juni 1902 das Kommando. Als dieser die neu erbaute Freya übernehmen sollte, übergab er die Schiffsführung der Westerland am 1. Mai 1904 an seinen Vetter Peter Christiansen.

Von Husum aus im Ausflugsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1926 wurde der Raddampfer an die Stadt Husum verkauft und in "Stadt Husum" umbenannt. Von dort aus versah er mit bis zu 200 Passagieren und Restauration an Bord bis 1935 Dienst als Ausflugsschiff in die "Halligwelt".

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1936 verkaufte die Stadt Husum den Raddampfer, der unmittelbar danach abgewrackt wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hinrich-Boy Christiansen, Rudolf Kinzinger (Hrsg.): Zwischen Munkmarsch, Memel und Emden – Die Geschichte des Sylter Raddampfers "Freya" 1904 - 1966. Books on Demand, 2012, ISBN 978-3-8482-0585-1.
  • Auskunft des DSM Bremerhaven vom 31. Mai 2013
  • Jürgen Dietrich: Als Husum noch "Tor zur Halligwelt" war. in "Husumer Nachrichten" vom 19. August 2009, Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte e.V. 2009.
  • Thomas Friedrichsen: Mit der "Stadt Husum" auf Kaffeefahrt. in: Husumer Geschichten.(S. 75), Erfurt 2005, ISBN 978-3-89702-887-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]