Westerwaldkreis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Westerwaldkreises Deutschlandkarte, Position des Westerwaldkreises hervorgehobenKoordinaten: 50° 33′ N, 7° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Montabaur
Fläche: 988,95 km2
Einwohner: 200.302 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: WW
Kreisschlüssel: 07 1 43
Kreisgliederung: 192 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Peter-Altmeier-Platz 1
56410 Montabaur
Webpräsenz: www.westerwaldkreis.de
Landrat: Achim Schwickert (CDU)
Lage des Westerwaldkreises in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Der Westerwaldkreis ist eine Gebietskörperschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz und liegt zwischen Köln/Bonn und der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich bevölkerungsreichste Kommune ist die Stadt Montabaur. Der Landkreis entstand im Jahr 1974 im Rahmen der rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform aus den gleichzeitig aufgelösten Landkreisen Unterwesterwaldkreis (mit Sitz in Montabaur) und Oberwesterwaldkreis (mit Sitz in Westerburg).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fläche des Westerwaldkreises wurde im Jahr 2014 laut Kreisverwaltung des Westerwaldkreises mit 988,97[2] bzw. gemäß Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz mit 988,98 Quadratkilometern[3] berechnet. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 44 und die West-Ost-Ausdehnung 40 Kilometer. Die höchste Erhebung ist die Fuchskaute mit 657 m ü. NN, der niedrigste Punkt mit 150 m befindet sich im Gelbachtal unterhalb von Dies, einem Ortsteil von Gackenbach.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westerwaldkreis befindet sich im nördlichen Rheinland-Pfalz, unweit des Dreiländerecks mit Hessen und Nordrhein-Westfalen. Der Landkreis erstreckt sich über den Westerwald nordöstlich von Koblenz. Er ist relativ dünn besiedelt. Größere Flüsse sind die Nister, die Wied und die Sayn, die jedoch schon wenige Kilometer nach der Quelle das Kreisgebiet verlassen.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westerwald hat trotz seiner relativ geringen Höhe ein für Mittelgebirge typisches Reizklima.[4] Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt zwischen 6,5 und 8,5 Grad Celsius. Durchschnittlich beträgt der jährliche Niederschlag zwischen 780 und 1300 Millimeter. Rund 40 Prozent des Landkreises sind bewaldet.[2]

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westerwaldkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an den Kreis Siegen-Wittgenstein (in Nordrhein-Westfalen), an den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg (beide in Hessen) sowie an den Rhein-Lahn-Kreis, an die kreisfreie Stadt Koblenz und an die Landkreise Mayen-Koblenz, Neuwied und Altenkirchen (Westerwald) (alle in Rheinland-Pfalz).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Kreisgebiet war vor 1800 in zahlreiche Herrschaftsgebiete aufgeteilt, wovon das Kurfürstentum Trier und das Fürstentum Nassau-Oranien die größten Anteile hatte. Danach kam das Gebiet ab 1806/1815 an das Herzogtum Nassau und 1866 wurde es von Preußen annektiert. Danach entstanden die drei Landkreise Unterwesterwaldkreis (Sitz in Montabaur), Oberwesterwaldkreis (Sitz in Bad Marienberg) und Westerburg. 1932 wurde der nördliche Teil des Landkreises Westerburg mit der Stadt Westerburg dem Oberwesterwaldkreis angegliedert, dessen Kreissitz von Bad Marienberg nach Westerburg verlegt wurde. Der südliche Teil des Landkreises Westerburg kam an den Unterwesterwaldkreis. Die Kreise gehörten zum Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau. 1946 kamen beide Landkreise zu Rheinland-Pfalz und gehörten dort zunächst zum Regierungsbezirk Montabaur. Nach dessen Auflösung 1968 wurden beide Kreise dem Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet. 1970 wechselten Marienhausen aus dem Unterwesterwaldkreis in den Landkreis Neuwied und Berod bei Hachenburg aus dem Oberwesterwaldkreis in den Landkreis Altenkirchen. Im Rahmen der Kreisreform wurden beide Kreise zum 16. März 1974 zum heutigen Westerwaldkreis vereinigt (mit Ausnahme von Arzbach, welches heute zum Rhein-Lahn-Kreis gehört, und Stromberg, heute Stadtteil von Bendorf im Landkreis Mayen-Koblenz).[5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner werden im Allgemeinen als Westerwälder bezeichnet, die Einheimischen bezeichnen sich selbst als Wäller bzw. Basaltköppe,[6] da sie als dickköpfig gelten und in einer sehr basaltreichen Region leben. Per 31. Dezember 2015 zählte der Westerwaldkreis 200.302 Einwohner.[1] Die Bevölkerungsdichte bezifferte sich am Stichtag auf 203 Einwohner pro Quadratkilometer. Ende 2013 gab es im Landkreis mehr Frauen (50,5 Prozent) als Männer (49,5 Prozent).[3] Der Altenquotient übertrifft mit 32,5 Prozent den Jugendquotienten (32,1 Prozent) leicht.

Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne deutsche Staatsangehörigkeit) belief sich am 31. Dezember 2013 auf 6,2 Prozent (12.263 Personen).[3] Zu den am stärksten vertretenen Nationalitäten zählen vornehmlich Einwohner aus der Türkei, Polen, Italien, dem Kosovo, Russland, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Rumänien, den Niederlanden und Kroatien.

Im März 2015 verzeichnete der Landkreis eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent (4651 Personen).[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisch ist der Westerwaldkreis konservativ ausgerichtet. Dies ist auf die starke Position der CDU zurückzuführen, die mit Abstand stärkste Kraft ist und bei der jüngsten Kreistagswahl weitere Stimmen für sich gewinnen konnte, während Parteien des linken Spektrums keine bzw. lediglich marginale Gewinne verzeichnen konnten. Zudem konnte die NPD bei der Kreistagswahl 2009 einen Sitz für sich beanspruchen. Bei der Landratswahl am 07. Mai 2017 wurde Joachim Schwickert als Landrat bestätigt.

Kreistagswahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 58,3 %
 %
50
40
30
20
10
0
28,9
(± 0,0)
44,9
(+2,0)
7,4
(+1,4)
3,8
(-4,5)
3,6
(+0,9)
11,5
(+2,0)
2009

2014

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
z gewichtetes Ergebnis aufgrund personalisierter Verhältniswahl
Das Kreishaus in Montabaur ist Sitz der Kreisverwaltung

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreistag des Westerwaldkreises besteht aus 50 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählten ehrenamtlichen Kreistagsmitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Nach der letzten Kreistagswahl am 25. Mai 2014 ergibt sich folgende Sitzverteilung.[8]

Jahr SPD CDU Grüne FDP Linke NPD FWG Gesamt
2014 14 22 4 2 2 6 50
2009 15 21 3 4 1 1 5 50
2004 14 26 3 2 5 50
1999 18 24 2 2 4 50
  • Freie Wählergruppe Westerwald (FWG) e. V.

Aufgrund der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Wahlsystems bei den Kommunalwahlen (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Grafik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, die das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.[9]

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 11. Oktober 2009 hat Achim Schwickert (CDU) die Funktion des Landrates für eine Amtsdauer von acht Jahren inne, ist zudem Behördenleiter und Vorsitzender des Kreisvorstandes, Vorsitzender des Kreistages und Außenvertreter des Kreises. Als Vertreter des Landrates zählen die Mitglieder des Kreisvorstandes Kurt Schüler (erster Kreistagsabgeordneter) sowie Ulrich Keßler und Thomas Roth (beide Kreistagsabgeordnete).

Ehemalige Landräte

Kreisverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises besteht aus drei Dezernaten und neun Abteilungen (davon eine als Eigenbetrieb).[2] Den Abteilungen sind zahlreiche Referate und Fachbereiche untergeordnet.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westerwaldkreis führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wappen des Westerwaldkreises
Wappenbeschreibung: „In Silber ein grüner Schrägbalken; unten wachsend sieben silbern berandete, sechseckige schwarze Basaltsäulen von unterschiedlicher Höhe, oben eine zylindrische, altdeutsche blaue Kanne mit silbernen Riffeln und drei ovalen silbernen Medaillons.“
Wappenbegründung: Die sieben Basaltsäulen stehen für die sieben Verbandsgemeinden, in denen Basalt und Quarz vorkommt, während die Kanne mit den drei Medaillons die drei Verbandsgemeinden des sogenannten Kannenbäckerlandes symbolisiert, in denen das Töpferhandwerk und die keramische Industrie beheimatet sind. Der grüne Schrägbalken symbolisiert den Erholungswert des Kreises mit seinen Wäldern und Wiesen. Das Wappen wurde per 2. Februar 1976 genehmigt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt zählt der Westerwaldkreis zu den wirtschaftsstärksten Landkreisen in Rheinland-Pfalz.[10] 2010 wurden im Landkreis nominal 5,4 Milliarden Euro erwirtschaftet – dies stellt die höchste Quote in allen rheinland-pfälzischen Landkreisen dar. Die Stadt Montabaur und die Verbandsgemeinde Wallmerod weisen jeweils die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft im Landkreis auf und liegen mit ihren Werten über dem Bundesdurchschnitt.[11]

2012 pendelten rund 29.000 Menschen über den Westerwaldkreis hinaus zur Arbeit, während rund 17.000 Menschen in den Landkreis zu ihrem Arbeitsplatz einpendelten. Der Großteil jener Arbeitnehmer, die das Kreisgebiet verließen, fuhr vornehmlich nach Koblenz, in den hessischen Landkreis Limburg-Weilburg und in den Landkreis Altenkirchen (Westerwald). Die Einpendler stammen insbesondere aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und dem Rhein-Lahn-Kreis.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein ICE 3 passiert ohne Halt den Bahnhof Montabaur.

Die verkehrsferne Gegend des Westerwaldes wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts von Bahnlinien erschlossen, die – bis auf eine Kleinbahn – von der Preußischen Staatsbahn erbaut wurden. Seit 2002 ist der Westerwald durch den Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main an das nationale und internationale Fernverkehrsnetz angeschlossen. Der ICE verbindet im Südosten den Bahnhof Limburg Süd, den Frankfurter Flughafen-Fernbahnhof und den Frankfurter Hauptbahnhof. In entgegengesetzter Richtung verbindet der ICE den Bahnhof Siegburg/Bonn, den Kölner Hauptbahnhof sowie den Bahnhof Köln Messe/Deutz und Brüssel.

1884 wurde die Unterwesterwaldbahn von Limburg über Montabaur nach Altenkirchen eröffnet, von der in Siershahn eine Linie nach Engers am Rhein abzweigte, die in Grenzau einen Abzweig nach Höhr-Grenzhausen erhielt, der erst 1911 bis Hillscheid verlängert wurde. Die zweite Strecke von Limburg nach Altenkirchen über Hadamar–Westerburg wurde nur zwei Jahre später – 1886 – in Betrieb genommen.

Von Herborn im Lahn-Dill-Kreis führte ab 1906 eine Nebenbahn bis Rennerod und erreichte 1907 Westerburg. In ihr mündete ebenfalls die 1911 eröffnete Bahnstrecke Erbach–Fehl-Ritzhausen ein, die von der Oberwesterwaldbahn Altenkirchen–Westerburg–Limburg abzweigte.

Die östliche Nord-Süd-Strecke wurde 1910 mit der westlichen Parallelstrecke durch die Bahnlinie Westerburg–Montabaur verbunden.

Eine weitere Querverbindung war bereits 1901 durch die Schmalspurstrecke der Kleinbahn-AG Selters-Hachenburg geschaffen worden.

Die Stadt Höhr-Grenzhausen erhielt 1907 – nebst einer Verlängerung im Jahre 1910 – durch die Coblenzer Straßenbahn-Gesellschaft eine elektrische Überlandlinie nach Vallendar am Rhein; diese wurde 1941 durch einen Oberleitungsbus ersetzt.

Von dem Eisenbahnnetz, das ab 1911 – also ohne die 25 km Neubaustrecke – etwa 185 km umfasste, werden heute nur noch 66 km von Personenzügen befahren. Dieser Verkehr wurde Ende 2004 von der Vectus Verkehrsgesellschaft übernommen. Der Verkehrsvertrag mit der ehemaligen Verkehrsgesellschaft Vectus endete zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014. Ab Dezember 2014 übernahm die Hessische Landesbahn, Betriebsbereich Dreiländerbahn, die Verkehrsleistungen auf der RB 29 (Unterwesterwaldbahn) und auf der RB 90 (Westerwald-Sieg-Bahn), welche zum Fahrplanwechsel 2015 ab Au (Sieg) über Wissen und Betzdorf nach Siegen verlängert wurde. Der Bahnhof Au an der Sieg ist ein wichtiger Umsteigebahnhof für Reisende aus dem Oberwesterwald in Richtung Bonn, Köln und Aachen, hier endet die aus Düren kommende Linie S12 der S-Bahn Rhein-Sieg (Düren - Horrem - Köln - Siegburg/Bonn - Herchen - Au(Sieg)), der Rhein-Sieg-Express (RE 9) verkehrt ab Au (Sieg) nach Siegen sowie in entgegengesetzter Richtung zum Bahnhof Siegburg/Bonn, nach Köln, Düren und Aachen.

Seit dem 1. Januar 2017 wendet der Westerwaldkreis für Bus- und Bahnfahrscheine den Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) an.[12]

Einstellungen des Personenverkehrs:

  • 1950: Herschbach – Hachenburg 19 km (Meterspur)
  • 1959: Herborn – Rehe – Rennerod 6 km (Westerwaldquerbahn)
  • 1960: Selters – Herschbach 5 km (Meterspur)
  • 1971: Fehl-Ritzhausen – Bad Marienberg – Erbach 12 km
  • 1972: Grenzau – Höhr-Grenzhausen – Hillscheid 7 km
  • 1981: Rennerod – Fehl-Ritzhausen – Westerburg 17 km (Westerwaldquerbahn)
  • 1981: Montabaur – Wallmerod – Westerburg 26 km (Westerwaldquerbahn)
  • 1984: Siershahn – Selters – Altenkirchen 40 km (davon 12 km im Westerwaldkreis) (Holzbachtalbahn)
  • 1989: Engers – Grenzau – Siershahn 28 km (davon 15 km im Westerwaldkreis) (Brexbachtalbahn)

Fernstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 3 (KölnFrankfurt am Main) und die 48 (Koblenz–Montabaur). Ferner wird das Kreisgebiet von mehreren Bundesstraßen erschlossen, darunter die B 8, die B 49, die B 54, die B 255, die B 413 und die B 414.

Anfang des 21. Jahrhunderts wurden Anstrengungen unternommen, den Westerwaldkreis besser an das Autobahnnetz anzubinden. Die unter dem Namen „Westerwaldautobahn“ diskutierte Strecke hätte die A 48 bei Dernbach mit der A 45 bei Freudenberg verbunden und damit insbesondere die Verkehrssituation in der Verbandsgemeinde Hachenburg und im Landkreis Altenkirchen erheblich verbessert. Dennoch wurde die Westerwaldautobahn aufgrund erheblichen Protestes nicht realisiert.[13]

Administrative Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westerwaldkreis umfasst zehn Verbandsgemeinden mit 192 Ortsgemeinden. Die größte Kommune ist die Stadt Montabaur mit 12.911 Einwohnern, die kleinste Ortsgemeinde ist Heuzert mit 123 Einwohnern.

Karte: Gemeinden des Westerwaldkreises

Verbandsgemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinde Einwohner
(31. Dezember 2015)[14]
Bad Marienberg (Westerwald) 19.413
Hachenburg 23.894
Höhr-Grenzhausen 13.581
Montabaur 38.833
Ransbach-Baumbach 14.752
Rennerod 16.858
Selters (Westerwald) 16.207
Wallmerod 14.714
Westerburg 22.788
Wirges 19.262

Ortsgemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltungssitze der Verbandsgemeinden sind mit einem Stern (*) markiert.

Ortsgemeinde Einwohner
(31. Dezember 2015)[14]
Verbandsgemeinde
Bad Marienberg (Westerwald), Stadt * 5.895 Bad Marienberg (Westerwald)
Bölsberg 236 Bad Marienberg (Westerwald)
Dreisbach 595 Bad Marienberg (Westerwald)
Fehl-Ritzhausen 793 Bad Marienberg (Westerwald)
Großseifen 638 Bad Marienberg (Westerwald)
Hahn bei Marienberg 452 Bad Marienberg (Westerwald)
Hardt 435 Bad Marienberg (Westerwald)
Hof 1.275 Bad Marienberg (Westerwald)
Kirburg 588 Bad Marienberg (Westerwald)
Langenbach bei Kirburg 1.051 Bad Marienberg (Westerwald)
Lautzenbrücken 407 Bad Marienberg (Westerwald)
Mörlen 544 Bad Marienberg (Westerwald)
Neunkhausen 1.103 Bad Marienberg (Westerwald)
Nisterau 856 Bad Marienberg (Westerwald)
Nistertal 1.230 Bad Marienberg (Westerwald)
Norken 968 Bad Marienberg (Westerwald)
Stockhausen-Illfurth 474 Bad Marienberg (Westerwald)
Unnau 1.873 Bad Marienberg (Westerwald)
Alpenrod 1.540 Hachenburg
Astert 222 Hachenburg
Atzelgift 614 Hachenburg
Borod 515 Hachenburg
Dreifelden 237 Hachenburg
Gehlert 610 Hachenburg
Giesenhausen 326 Hachenburg
Hachenburg, Stadt * 5.888 Hachenburg
Hattert 1.723 Hachenburg
Heimborn 271 Hachenburg
Heuzert 123 Hachenburg
Höchstenbach 714 Hachenburg
Kroppach 659 Hachenburg
Kundert 259 Hachenburg
Limbach 411 Hachenburg
Linden 149 Hachenburg
Lochum 305 Hachenburg
Luckenbach 629 Hachenburg
Marzhausen 249 Hachenburg
Merkelbach 412 Hachenburg
Mörsbach 457 Hachenburg
Mudenbach 723 Hachenburg
Mündersbach 764 Hachenburg
Müschenbach 983 Hachenburg
Nister 965 Hachenburg
Roßbach 860 Hachenburg
Steinebach an der Wied 815 Hachenburg
Stein-Wingert 225 Hachenburg
Streithausen 525 Hachenburg
Wahlrod 858 Hachenburg
Welkenbach 148 Hachenburg
Wied 492 Hachenburg
Winkelbach 223 Hachenburg
Hilgert 1.543 Höhr-Grenzhausen
Hillscheid 2.441 Höhr-Grenzhausen
Höhr-Grenzhausen, Stadt * 9.346 Höhr-Grenzhausen
Kammerforst 251 Höhr-Grenzhausen
Boden 544 Montabaur
Daubach 463 Montabaur
Eitelborn 2.473 Montabaur
Gackenbach 520 Montabaur
Girod 1.168 Montabaur
Görgeshausen 826 Montabaur
Großholbach 987 Montabaur
Heilberscheid 655 Montabaur
Heiligenroth 1.397 Montabaur
Holler 1.038 Montabaur
Horbach 688 Montabaur
Hübingen 520 Montabaur
Kadenbach 1.376 Montabaur
Montabaur, Stadt * 12.911 Montabaur
Nentershausen 1.995 Montabaur
Neuhäusel 1.987 Montabaur
Niederelbert 1.656 Montabaur
Niedererbach 991 Montabaur
Nomborn 698 Montabaur
Oberelbert 1.140 Montabaur
Ruppach-Goldhausen 1.181 Montabaur
Simmern 1.483 Montabaur
Stahlhofen 707 Montabaur
Untershausen 473 Montabaur
Welschneudorf 956 Montabaur
Alsbach 619 Ransbach-Baumbach
Breitenau 697 Ransbach-Baumbach
Caan 709 Ransbach-Baumbach
Deesen 670 Ransbach-Baumbach
Hundsdorf 431 Ransbach-Baumbach
Nauort 2.255 Ransbach-Baumbach
Oberhaid 389 Ransbach-Baumbach
Ransbach-Baumbach, Stadt * 7.561 Ransbach-Baumbach
Sessenbach 468 Ransbach-Baumbach
Wirscheid 328 Ransbach-Baumbach
Wittgert 625 Ransbach-Baumbach
Bretthausen 183 Rennerod
Elsoff (Westerwald) 905 Rennerod
Hellenhahn-Schellenberg 1.230 Rennerod
Homberg (Westerwald) 176 Rennerod
Hüblingen 315 Rennerod
Irmtraut 800 Rennerod
Liebenscheid 875 Rennerod
Neunkirchen (Westerwald) 543 Rennerod
Neustadt/Westerwald 595 Rennerod
Niederroßbach 724 Rennerod
Nister-Möhrendorf 296 Rennerod
Oberrod 647 Rennerod
Oberroßbach 339 Rennerod
Rehe 966 Rennerod
Rennerod, Stadt * 4.339 Rennerod
Salzburg 237 Rennerod
Seck 1.188 Rennerod
Stein-Neukirch 419 Rennerod
Waigandshain 209 Rennerod
Waldmühlen 329 Rennerod
Westernohe 888 Rennerod
Willingen (Westerwald) 279 Rennerod
Zehnhausen bei Rennerod 376 Rennerod
Ellenhausen 297 Selters (Westerwald)
Ewighausen 239 Selters (Westerwald)
Freilingen 663 Selters (Westerwald)
Freirachdorf 640 Selters (Westerwald)
Goddert 457 Selters (Westerwald)
Hartenfels 816 Selters (Westerwald)
Herschbach 2.806 Selters (Westerwald)
Krümmel 339 Selters (Westerwald)
Marienrachdorf 987 Selters (Westerwald)
Maroth 225 Selters (Westerwald)
Maxsain 1.077 Selters (Westerwald)
Nordhofen 540 Selters (Westerwald)
Quirnbach 483 Selters (Westerwald)
Rückeroth 491 Selters (Westerwald)
Schenkelberg 646 Selters (Westerwald)
Selters (Westerwald), Stadt * 2.773 Selters (Westerwald)
Sessenhausen 905 Selters (Westerwald)
Steinen 248 Selters (Westerwald)
Vielbach 520 Selters (Westerwald)
Weidenhahn 561 Selters (Westerwald)
Wölferlingen 494 Selters (Westerwald)
Arnshöfen 146 Wallmerod
Berod bei Wallmerod 555 Wallmerod
Bilkheim 494 Wallmerod
Dreikirchen 1.032 Wallmerod
Elbingen 309 Wallmerod
Ettinghausen 319 Wallmerod
Hahn am See 392 Wallmerod
Herschbach (Oberwesterwald) 888 Wallmerod
Hundsangen 2.077 Wallmerod
Kuhnhöfen 161 Wallmerod
Mähren 213 Wallmerod
Meudt 1.879 Wallmerod
Molsberg 466 Wallmerod
Niederahr 819 Wallmerod
Oberahr 552 Wallmerod
Obererbach 511 Wallmerod
Salz 896 Wallmerod
Steinefrenz 780 Wallmerod
Wallmerod * 1.445 Wallmerod
Weroth 597 Wallmerod
Zehnhausen bei Wallmerod 183 Wallmerod
Ailertchen 606 Westerburg
Bellingen 618 Westerburg
Berzhahn 490 Westerburg
Brandscheid 481 Westerburg
Enspel 283 Westerburg
Gemünden 1.028 Westerburg
Girkenroth 573 Westerburg
Guckheim 937 Westerburg
Halbs 366 Westerburg
Härtlingen 392 Westerburg
Hergenroth 443 Westerburg
Höhn 3.061 Westerburg
Kaden 582 Westerburg
Kölbingen 1.033 Westerburg
Langenhahn 1.362 Westerburg
Pottum 1.002 Westerburg
Rotenhain 536 Westerburg
Rothenbach 880 Westerburg
Stahlhofen am Wiesensee 324 Westerburg
Stockum-Püschen 662 Westerburg
Weltersburg 298 Westerburg
Westerburg, Stadt * 5.670 Westerburg
Willmenrod 662 Westerburg
Winnen 499 Westerburg
Bannberscheid 654 Wirges
Dernbach (Westerwald) 2.447 Wirges
Ebernhahn 1.227 Wirges
Helferskirchen 1.169 Wirges
Leuterod 854 Wirges
Mogendorf 1.269 Wirges
Moschheim 748 Wirges
Niedersayn 167 Wirges
Ötzingen 1.354 Wirges
Siershahn 2.813 Wirges
Staudt 1.239 Wirges
Wirges, Stadt * 5.321 Wirges

Für Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Unterwesterwaldkreis gültige Unterscheidungszeichen MT zugewiesen. Es wurde von dessen Kreisstadt Montabaur hergeleitet. 1976 wurde das heutige Unterscheidungszeichen WW eingeführt, das bis heute als einziges Kennzeichen ausgegeben wird.

Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises lehnt die Wiedereinführung der Alt-Kennzeichen MT (Montabaur bzw. Unterwesterwaldkreis) und WEB (Westerburg bzw. Oberwesterwaldkreis) vehement ab, da der Landrat „das WW-Kennzeichen als starkes Zeichen der Identifikation mit der ganzen Region“ sehe.[15] Eine Wiedereinführung würde, so Landrat Schwickert, „die alten Gräben zwischen dem ehemaligen Oberwesterwaldkreis (WEB) und dem früheren Unterwesterwaldkreis (MT) wieder aufreißen“.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Westerwald – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Westerwald

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b c Westerwald: Land – Leute – Ideen. Kreisbroschüre Auflage 2014. Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, abgerufen am 21. April 2015 (PDF, 1,68 MB).
  3. a b c Mein Kreis, meine kreisfreie Stadt – Westerwaldkreis. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, abgerufen am 21. April 2015.
  4. Westerwald. Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, abgerufen am 21. April 2015.
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 167 (PDF)
  6. Der Westerwald – Heimat für Durchreisende. Norddeutscher Rundfunk (NDR), abgerufen am 19. April 2015.
  7. Berichtsmonat März 2015 – Westerwaldkreis. Zentraler Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 19. April 2015.
  8. a b Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Kreistagswahlen
  9. Erläuterung des Landeswahlleiters zum „Gewichteten Ergebnis“
  10. Dr. Birgit Hübbers: Rheinland-Pfalz regional: Westerwaldkreis. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, abgerufen am 19. April 2015 (PDF; 213 kB).
  11. Statistik für den Westerwaldkreis: In Montabaur ist die Kaufkraft am höchsten. Rhein-Zeitung, 17. Oktober 2013, abgerufen am 21. April 2015.
  12. Westerwaldkreis tritt Gemeinschaftstarif bei. Kreistag trifft wichtige Entscheidung. In: westerwaldkreis.de. Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, 14. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2016.
  13. Naturschutz in Rheinland-Pfalz. NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V., archiviert vom Original am 13. Dezember 2014, abgerufen am 23. April 2015.
  14. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  15. Kreis lehnt Alt-Kennzeichen MT und WEB ab. Rhein-Zeitung, 23. August 2012, abgerufen am 9. April 2015.