Westhausen (bei Hildburghausen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Westhausen(im Heldburger Land)
Westhausen (bei Hildburghausen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Westhausen(im Heldburger Land) hervorgehoben

Koordinaten: 50° 19′ N, 10° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Hildburghausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Heldburger Unterland
Höhe: 349 m ü. NHN
Fläche: 15,43 km2
Einwohner: 689 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 98663
Vorwahl: 036875
Kfz-Kennzeichen: HBN
Gemeindeschlüssel: 16 0 69 056
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrgasse 3
98663 Westhausen
Website: www.vg-heldburgerunterland.de/gemeinde-westhausen
Bürgermeister: Ulf Neundorf (parteilos)
Lage der Gemeinde Westhausen(im Heldburger Land) im Landkreis Hildburghausen
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Blick über Westhausen

Westhausen ist eine Gemeinde des Heldburger Landes im Landkreis Hildburghausen im fränkischen Süden des Freistaats Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Heldburger Unterland an. Der Verwaltungssitz ist in der Stadt Heldburg. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Haubinda.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westhausen liegt 330 m über dem Meeresspiegel in einem von der Natur geschaffenen, breiten und flach auslaufenden Tal mit hügeligem Landschaftsbild. Am Ortsrand vereinen sich drei Quellbäche zur Westhäuser Kreck.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Westhausen besteht aus den Ortsteilen Westhausen und Haubinda, einem ehemaligen Rittergut.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima der Gegend ist mild. Im Norden schützt der Thüringer Wald und im Westen die Rhön vor kaltem Nordwind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Westhausen, ein fränkisches Haufendorf, wurde 776 schon zu Zeiten Karls des Großen erstmals erwähnt. Damit ist sie die älteste Gemeinde im Heldburger Land und im Landkreis Hildburghausen. Der Ortsteil Haubinda wird 1317 als Heuwinden erstmals genannt. Der Kirchhof war einst mit Gaden (auch Kemenaten genannt) und doppelter Mauer versehen und diente dem Schutz der Bewohner, wenn sie sich in Krisenzeiten auf den Kirchhof zurückziehen mussten.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 bis 2000

  • 1994: 627
  • 1995: 633
  • 1996: 645
  • 1997: 638
  • 1998: 609
  • 1999: 605
  • 2000: 614

2001 bis 2007

  • 2001: 611
  • 2002: 596
  • 2003: 588
  • 2004: 595
  • 2005: 592
  • 2006: 582
  • 2007: 602

2008 bis 2014

  • 2008: 613
  • 2009: 611
  • 2010: 602
  • 2011: 722
  • 2012: 722
  • 2013: 714
  • 2014: 706

2015 bis 2021

  • 2015: 709
  • 2016: 719
  • 2017: 711
  • 2018: 709
  • 2019: 703
  • 2020: 689
  • 2021:
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Ulf Neundorf.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Westhausen besteht aus acht Ratsmitgliedern:

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergarten Westhausen, 1976

Im Ortsteil Haubinda gibt es die 1901 von dem Reformpädagogen Hermann Lietz gegründete und nach ihm benannte Hermann-Lietz-Schule, ein reformpädagogisches Landerziehungsheim mit einer Grund- und einer Regel-, sowie einer Fachoberschule. Bildungsgänge zum Hauptschulabschluss, Qualifizierenden Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und zur Fachhochschulreife werden angeboten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chöre und Kapellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Westhausen existieren der Gesangsverein Erholung von 1908 und die Blaskapelle Westhausen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur sportlichen Ertüchtigung steht im Ort der Sportverein SV 08 Westhausen mit den Abteilungen Fußball, Tischtennis und Nordic Walking zur Verfügung. Der Kleintierzuchtverein Westhausen und Umgebung e.V. wurde 1972 gegründet. Der Aero-Club Südthüringen aus dem Jahr 1998 hat seinen Sitz in Westhausen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heute evangelische Kirche St. Kilian wurde 1466 als katholische Kirche im spätgotischen Stil erbaut. Das Alte Schulgebäude in Westhausen stammt aus dem Jahr 1895. Das Schulgebäude der Hermann-Lietz-Schule Haubinda wurde um 1900 erbaut.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirmes (Kirchweih) findet alljährlich im Juni, das Backhausfest im August statt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krumme Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 6,05 m (2016).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 274.
  3. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Westhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien