Westhavelländische Kreisbahnen

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Röthehof–Brandenburg Krakauer Tor
Kursbuchstrecke: 596c (1940)
Streckenlänge: 26,4 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
   
von Nauen (Osthavelländische Kreisbahnen)
   
0,0 Röthehof
   
nach Ketzin
   
3,8 Tremmen
   
6,0 Niebede
   
7,8 Wachow
   
11,5 Päwesin
   
15,6 Roskow
   
nach Brandenburg Altstadt
   
18,1 Weseram
   
20,3 Saaringen
   
23,0 Klein Kreutz
   
26,4 Brandenburg Krakauer Tor
Roskow–Brandenburg Altstadt
Kursbuchstrecke: 596d (1940)
Streckenlänge: 19,2 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
   
von Röthehof
   
0,0 Roskow
   
nach Brandenburg Krakauer Tor
   
1,8 Weseram Chaussee
   
4,0 Lünow
   
Beetzsee
   
6,1 Ketzür
   
8,7 Butzow
   
10,7 Radewege
   
11,6 Radewege Ziegelei
   
13,3 Brielow
   
15,1 Brielow Ausbau
   
17,5 Brandenburg Silokanalbrücke (ab 1945)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Silokanal
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Rathenow
Straßenbrücke
Bundesstraße 1
Bahnhof, Station
19,2 Brandenburg-Altstadt
Strecke – geradeaus
nach Brandenburg Hbf

Westhavelländische Kreisbahnen ist die Bezeichnung zweier Bahnstrecken in Brandenburg. Der Verkehr wurde mittlerweile bis auf eine Endstrecke in Brandenburg an der Havel und Brielow Ausbau, auf dem noch Güterzugverkehr stattfindet, aufgegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgestellte Güterwaggons am Prellbock in Brielow Ausbau, dem heutigen Ende der Zweigstrecke
Baudenkmal Bahnhof Krakauer Tor

Die Havelländische Eisenbahn AG betrieb bereits ab 1893 die Osthavelländischen Kreisbahnen. Im benachbarten Landkreis Westhavelland errichtete die Eisenbahngesellschaft zwei Kleinbahnen mit einer Länge von insgesamt 46 Kilometer, deren Betriebsführung sie übernahm.

Von Röthehof südwestlich von Wustermark führte die eine Strecke ab 5. Juli 1901 in südwestlicher Richtung über Roskow nach Brandenburg an der Havel, wo sich die Endstation Brandenburg Krakauer Tor (ursprünglich Dom Brandenburg) in der Krakauer Vorstadt befand. Röthehof war von Nauen aus über die Strecke der Osthavelländischen Kreisbahnen nach Ketzin erreichbar.

Eine weitere Strecke verband Roskow ab 1. Oktober 1904 ebenfalls mit Brandenburg, wo sie jedoch in den Bahnhof Brandenburg-Altstadt der Brandenburgischen Städtebahn eingeführt wurde.

Die Gesellschaft wurde 1946 von den Sowjetischen Besatzungsmacht enteignet und die Bahnen zunächst den Landesbahnen Brandenburg, dann der Deutschen Reichsbahn unterstellt.

Die Personenzüge fuhren zwischen Roskow und dem Bahnhof Brandenburg Krakauer Tor bis zum 4. Oktober 1959, zwischen Roskow und Brandenburg Silokanalbrücke, wo nach 1945 die ursprünglich zum Altstädtischen Bahnhof verlaufende Strecke endete, bis zum 25. September 1966. Der Güterverkehr wurde auf der Strecke noch bis zum 28. September 1969 durchgehend betrieben. Nach dem weitgehenden Rückbau der Strecke existiert nur noch ein Gleis vom Bahnhof Altstadt bis Brielow Ausbau, auf dem Güterverkehr beispielsweise zu Hafenanlagen am Silokanal und einem Werk der Heidelberger Druckmaschinen stattfindet und das in seiner Endstrecke als Abstellgleis benutzt wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westhavelländische Kreisbahnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien