Westhofen (Schwerte)

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Westhofen
Stadt Schwerte
Ehemaliges Gemeindewappen
Koordinaten: 51° 25′ 24″ N, 7° 31′ 54″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 58239
Vorwahl: 02304
Evangelische Kirche und Altstadtkern
Evangelische Kirche und Altstadtkern
Amthaus (bis 1975)
Reichshofschule

Westhofen ist ein Stadtteil von Schwerte, Kreis Unna. Er hat rund 6000 Einwohner und liegt nördlich der Ruhr. Flussabwärts mündet die Lenne in die Ruhr. Westhofen ist für das Westhofener Kreuz namensgebend, wo sich die Autobahnen A 1 und A 45 kreuzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westhofen ging aus fünf befestigten Höfen hervor, die vermutlich um das Jahr 500 von den Brukterern gegründet worden waren. Der Name leitet sich von veste hofede (feste Höfe) ab. Im Jahr 775 besuchte Karl der Große Westhofen, als er die oberhalb Westhofens gelegene sächsische Sigiburg, heute Hohensyburg, belagerte und schließlich einnahm. Er erhob die Siedlung Westhofen in den Stand eines Reichshofs.

Wappen Amt Westhofen
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Reichshof Westhofen im Jahr 1228. Im Mittelalter war Westhofen vor allem durch Landwirtschaft und Handwerk geprägt und eine der Hansestädte. Die niedere Gerichtsbarkeit wurde Westhofen im Jahr 1324 von dem damaligen Landesherren Graf Engelbert II. verliehen. Sie wurde 1723 durch Preußen aufgehoben und durch das „Rathäusliche Reglement“ ersetzt. Das hieß: ein preußischer Finanzbeamter verwaltete das Geld und nicht mehr der Bürgermeister. Auch der Ursprung des Westhofener Brauchtums Sup Peiter geht auf diese Zeit zurück. Im 14. Jahrhundert wurde Westhofen außerdem zu einer Freiheit erklärt, was den Bewohnern weitere Privilegien sicherte und ihnen die Wahl eines Bürgermeisters zugestand. Abgeschafft wurde dieses Recht erst 1734 durch die Preußen, nachdem die Westhofener Bürger elf Jahre lang Widerstand gegen das Vorhaben geleistet hatten. Bis zum Jahr 1929 gehörte das Amt Westhofen als Titularstadt zum Kreis Hörde.

Zum ehemaligen Amt Westhofen gehörten die Gemeinden:

Nach Auflösung des Amtes kam Westhofen zusammen mit Schwerte zum Kreis Iserlohn. Am 1. Januar 1975[1] schließlich erfolgte die Eingemeindung des Hauptteils (6,71 km² mit damals 5279 Einwohnern) nach Schwerte, das seitdem zum Kreis Unna gehört. Der Ortsteil Buchholz (1,70 km² mit damals 625 Einwohnern) wurde nach Dortmund umgegliedert.[2]

Im Jahr 1987 hatte der Schwerter Ortsteil Westhofen insgesamt 5550 Einwohner.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Westhofen zeigt den Deutschen Reichsadler in schwarz, mit roten Klauen und Schnabel auf gelbem (goldenen) Schild. Das Wappen geht zurück auf den von Karl dem Großen gegründeten Reichshof Westhofen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Westhofen befindet sich die Zentrale von Blumen Risse, einem der größten Blumen-Einzelhandelsunternehmen Deutschlands.

Am nahen Ebberg liegt ein Naturfreundehaus.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Westhofen (Westf), inzwischen als Westhofen (Ruhr) beschildert

Der Bahnhof Westhofen (Westf)[4] lag an der Bahnstrecke Hagen–Hamm. Seit 1979 fahren die Züge hier ohne Halt durch.[5] Am nördlich gelegenen Westhofener Kreuz kreuzen sich die A 1 und die A 45.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leopold Schütte: Westfälischer Städteatlas; Band VI, 5. Teilband: Stadtmappe Westhofen. Dortmund/Altenbeken 1999, ISBN 3-89115-148-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westhofen (Schwerte) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 334.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 124, 151.
  3. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 282.
  4. Abkürzungen der Betriebsstellen
  5. Mit der Eisenbahn von Schwerte nach Hagen