Westhoffen

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Westhoffen
Wappen von Westhoffen
Westhoffen (Frankreich)
Westhoffen
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Saverne
Koordinaten 48° 36′ N, 7° 26′ OKoordinaten: 48° 36′ N, 7° 26′ O
Höhe 184–531 m
Fläche 20,65 km²
Einwohner 1.671 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 81 Einw./km²
Postleitzahl 67310
INSEE-Code
Website http://www.westhoffen.net/

Mairie
Evangelische Kirche
Synagoge
Gemeindekelter

Westhoffen (deutsch: Westhofen im Elsass) ist eine Gemeinde mit 1671 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Kanton Saverne im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich. Sie ist Mitglied der Communauté de communes des Coteaux de la Mossig.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Westhoffen führt die Elsässer Weinstraße vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westhofen war ein Lehen des Reichs an die Herren von Lichtenberg.[1] Die Erstbelehnung erfolgte am 21. Oktober 1302 [2] In der Herrschaft Lichtenberg war es dem gleichnamigen Amt Westhofen zugeordnet.[3] 1332 erhielt Westhofen Stadtrecht, und zwar das von Hagenau.[4]

Als 1480 mit Jakob von Lichtenberg das letzte männliche Mitglied des Hauses verstarb, wurde das Erbe zwischen seinen beiden Nichten, Anna und Elisabeth, geteilt. Anna hatte Graf Philipp I. (d.Ä.) von Hanau (1417–1480) geheiratet, über die das Amt Westhofen an die aus dieser Ehe entstehende Grafschaft Hanau-Lichtenberg kam.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg führte 1545 in seiner Grafschaft die Reformation durch, die nun lutherisch wurde.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Westhofen unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel das Erbe – und damit auch Westhofen – 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde das Amt Westhofen Bestandteil Frankreichs und in den folgenden Verwaltungsreformen aufgelöst.

Bevölkerungsentwicklung[5][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1798[6] 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2011 2013
Einwohner 2383 1.322 1.348 1.386 1.416 1.460 1.590 1.605 1.620 1.668 1.671

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Aufl. Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938]. ISBN 3-922923-31-3
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westhoffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eyer, S. 57, 128.
  2. Eyer, S. 130.
  3. Knöpp, S. 17; Matt, S. 9; Eyer, S. 239.
  4. Eyer, S. 228f.
  5. Westhoffen auf der Seite des INSEE
  6. Matt, S. 9.