Westland-Hill Pterodactyl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Westland Pterodactyl 1a
Westland Pterodactyl

Westland-Hill Pterodactyl war die von dem Flugsaurier Pterodactylus abgeleitete Bezeichnung für eine Serie britischer Experimentalflugzeuge, deren Entwicklung in den 1920er-Jahren begann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ungewöhnliche Konzept wurde von Geoffrey T. R. Hill entwickelt und die Flugzeuge von Westland Aircraft gebaut. Die ersten Exemplare waren schwanzlose Schulter- bzw. Hochdecker mit vollbeweglichen Flügelspitzen zur Steuerung, mit denen man die Problematik von Strömungsabrisse und Trudeln abstellen wollte. Später waren auch Jagd- und Transportflugzeuge in der Entwicklung.

Die Konstruktionen sollen durch die Beobachtung von Seemöwen inspiriert worden sein. Wenn die beiden beweglichen Flügelspitzen in die gleiche Richtung bewegt wurden, wirkten sie als Höhenruder, wurden sie in entgegengesetzte Richtungen bewegt, wirkten sie als Querruder. In den meisten Fällen wurde die oben liegende Tragfläche gegen den darunter liegenden Flügelstummel abgestrebt, wodurch das Erscheinungsbild eines Anderthalbdeckers entstand.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pterodactyl I
  • Pterodactyl IA
Motor Bristol Cherub
  • Pterodactyl IB
Motor Armstrong Siddeley Genet
  • Pterodactyl IV
    Zweisitzer Pterodactyl IV mit geschlossenem Cockpit
  • Pterodactyl V
Jagdflugzeug mit einem 600 PS leistenden Motor Rolls-Royce Goshawk zwei Vickers-Maschinengewehren.

Nicht gebaute Projekte:

  • Pterodactyl VI
Zweisitziges Jagdflugzeug entsprechend der Air Ministry Specification F.5/33 mit Schubpropeller und einem beweglichen Waffenturm in der Bugspitze.
  • Pterodactyl Mk VII
Flugboot mit jeweils zwei Zug- und Schubpropellern, basierend auf der Spezifikation R1/33.
Nurflügelentwurf mit fünf von Rolls-Royce-Griffon-Motoren angetriebenen Schubpropellern als transatlantisches Passagierflugzeug.

Die Pterodactyl IA aus dem Jahre 1925 befindet sich heute im Londoner Science Museum.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Derek James: Westland-Hill Pterodactyls – Database. In: Aeroplane Monthly September 2010, S. 59–73