Westwing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Westwing Home & Living GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung April 2011
Sitz München, Deutschland

Leitung

  • Delia Fischer
  • Stefan Smalla
  • Matthias Siepe
Mitarbeiter ca. 1500 (2016)
Umsatz 219 Mio. Euro (2015)[1]
Branche E-Business
Website www.westwing.de

Die Westwing Home & Living GmbH, kurz Westwing genannt, ist ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in München, das Internethandel rund ums Wohnen betreibt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsidee stammt von Delia Fischer, die zudem Gründungsmitglied war. Während ihrer Tätigkeit als Redakteurin bei Elle und Elle Decor erkannte sie eine Marktlücke in den Bereichen Möbel und Wohnaccessoires. Daraus entstand die Idee, selbst ein Unternehmen zu gründen, die sie im April 2011 zusammen mit Partnern als Managementteam in die Realität umsetzte.

Neben Delia Fischer gehörten zu den Gründern Stefan Smalla, Tim Schäfer, Matthias Siepe und Georg Biersack (vorher Zalando). Das Gründerteam konnte ausreichend Investoren für den Aufbau eines Shopping-Clubs gewinnen, der im August 2011 online ging.[2]

Nach Anfangserfolgen musste das Unternehmen sich im Jahr 2012 aus einigen internationalen Märkten zurückziehen und einen Teil seiner Mitarbeiter entlassen.[3]

Das Unternehmen ist inzwischen in 14 Ländern vertreten und beschäftigt etwa 1500 Mitarbeiter,[4] nach anderen Angaben 1600.[1]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinter dem Geschäftsmodell steckt das Prinzip eines Shopping-Clubs, auch geschlossene Shopping-Community genannt. Ausgerichtet ist das Sortiment auf die Themenbereiche Home und Living, sodass in den zeitlich begrenzten und täglich wechselnden Kampagnen Möbel, Einrichtung und Heimdekoration angeboten werden. Das Prinzip eines Shopping-Clubs beruht darauf, dass die Angebote nur für registrierte Mitglieder sichtbar und bestellbar sind. Um Mitglied zu werden, ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Über Kampagnen und Markensales werden die Mitglieder per E-Mail informiert.

Andere geschlossene Shopping-Communitys sind vente-privee, brands4friends oder die Shopping-Clubs zalandolounge von Zalando und buyvip, ein inzwischen zu Amazon gehörender Shoppingclub. Spezialisiert sind die meisten jedoch auf Mode und Accessoires, Westwing dagegen auf Möbel und Wohnaccessoires.

Zum Marketing-Mix gehört bei Westwing auch Produktplatzierung in Homestorys.[5]

Internationalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ist in Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Russland, Frankreich, Spanien, Brasilien, Belgien, den Niederlanden, Tschechien, Slowakei und Kasachstan tätig. In Italien firmiert es unter dem Namen Dalani.[6]

Investoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Start-up hat die Gesellschaft von Beginn an mit Investoren zusammengearbeitet. Erster Investor war Holtzbrinck Ventures, die unter anderem auch in Zalando und Groupon investiert haben.

In den folgenden Jahren zogen Rocket Internet der Brüder Samwer, Investment AB Kinnevik, Access Industries, Summit Partners, Tengelmann Ventures und zuletzt Fidelity Worldwide Investment und Odey nach.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Pressemitteilung vom 23. April 2015 (PDF-Datei)
  2. Westwing auf Wachstumskurs, 1. September 2011
  3. Westwing schrumpft sich in die schwarzen Zahlen, 1. Oktober 2012
  4. Westwing meldet 219 Millionen Euro Umsatz – und überflügelt damit Home24, 5. März 2014
  5. Möbel-Portal löscht Homestory aus der Wohnung von Natalia Wörner und Heiko Maas. | turi2. In: turi2. (turi2.de [abgerufen am 9. September 2017]).
  6. Dalani Home & Living In: dalani.it, abgerufen am 14. Juni 2017. (siehe Internazionale ebendort)