Wettaburg

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Wettaburg
Koordinaten: 51° 5′ 42″ N, 11° 50′ 16″ O
Höhe: 137 m
Einwohner: 99 (31. Dez. 2003)
Eingemeindung: 1. Oktober 1991
Postleitzahl: 06618
Vorwahl: 034466
Bad Kösen Crölpa-Löbschütz Eulau Flemmingen Janisroda Kleinjena Neidschütz Prießnitz Wettaburg Naumburg (Saale) BurgenlandkreisKarte
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Lage von Wettaburg in Naumburg (Saale)

Wettaburg ist ein Ortsteil von Naumburg (Saale) und liegt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Wethautalstraße mit der Kirche im Hintergrund

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettaburg liegt etwa 6 km vor Naumburg und ca. 8 km vor der Autobahnabfahrt Osterfeld. Der Ort wird von drei Seiten von der aus Richtung Großgestewitz kommenden Wethau umflossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erwähnung von Wettaburg stammt vermutlich aus dem Jahre 766. Der Legende nach soll der Frankenkönig Pippin III. in diesem Jahr in der Nähe der Weidahaburc slawische Stämme vernichtend geschlagen haben. Gesichert ist, dass im 10. Jahrhundert auf dem Kirschberg ein Gotteshaus, eine Wehrkirche, errichtet wurde. Im Jahre 1432 wird berichtet, dass man die Steine der verwüsteten Burg benutzte, um daraus eine Mühle, die Herrenmühle, zu errichten. Die Burg befand sich etwa einen Kilometer nordöstlich des Ortsteils auf einen Plateaus. Die gesamte Anlage bestand aus einer Vor- und Kernburg, welche als Rechteckbau errichtet worden waren. Beide Bauwerke der Anlage waren durch einen Schutzgraben voneinander getrennt. Zum weiteren Schutz umgaben drei weitere Gräben die gesamte Burganlage.

Wettaburg wurde im 17. Jahrhundert mehrfach von der Pest heimgesucht. So auch in den Jahren 1611 und 1613. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Wettaburg größtenteils zerstört. 1752 und 1774 kam es zu großen Überschwemmungen in Wettaburg. 1774 wurde dabei die Schule des Ortes vollständig zerstört. Nachdem im Jahre 1776 auch das Pfarrhaus durch einen Brand vernichtet wurde, entschloss man sich auf dem Gelände eine neue Schule zu errichten. Gleichzeitig richtete man für den Pfarrer in dem Gebäude eine Wohnung ein.

1790 gehörte Wettaburg als Exklave zum kursächsischen Amt Tautenburg.[1] Mit dem Wiener Kongress kam der Ort 1815 zum preußischen Landkreis Naumburg in der Provinz Sachsen.[2] 1822 lebten im Ort 137 Einwohner in 24 Häusern. Nicht weit entfernt vom Dorf befand sich damals eine kleine Waldung, der Hahn genannt.

Im Oktober 1991 wurde der Ortsteil Wettaburg zusammen mit Beuditz und Meyhen nach Naumburg eingemeindet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wettaburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 34f.
  2. Orte des preußischen Landkreises Naumburg