Wetterseite

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Die "Windbuchen" auf dem Schauinsland sind Windflüchter.

Die Wetterseite ist die Seite eines Objekts im Freien (z. B. Gebäude, Baum usw.), die Wind und Niederschlag, also dem – aus menschlicher Sicht schlechten – Wetter hauptsächlich ausgesetzt ist. Diese Seite wird auch als die dem Wetter zugewandte Seite bezeichnet.

Exponierte Bäume an Waldrändern oder auf Bergkuppen, Felsen u. ä. sind auf der Wetterseite stärker mit Moos und Flechten bewachsen, da diese dort vermehrt Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen können. Einzelstehende Bäume neigen (flüchten) sich in die entgegengesetzte Richtung und bilden fahnenartige Kronen aus. Dies sind die so genannten Windflüchter. Bei stark dem Wind ausgesetzten Nadelbäumen können die Äste auf der Wetterseite deutlich kürzer geraten als die windabgewandten Äste oder überhaupt fehlen.

Eisbildungen aus gefrierendem Nebel wachsen an einem freistehenden Hindernis gegen die vorherrschende Windrichtung, also auf der Wetterseite dem Wind entgegen.

Auf der Wetterseite verwittern Bauteile aus Holz an Gebäuden (Fenster, Türen, Verkleidungen) sowie korrodieren Bauteile aus Metall (Dachrinnen) schneller als an den dem Wetter abgewandten Seiten. Traditionell werden an der Wetterseite oftmals andere oder zusätzliche bauliche Maßnahmen getroffen (z. B. Verkleidungen, Verputz).

Wenn es eine ausgeprägte Wetterseite gibt, so kann sie zur Abschätzung der Himmelsrichtungen verwendet werden. Allerdings sind dabei kleinräumige Abweichungen von der generellen Wetterseite durchaus möglich, was diese Art der Orientierung nicht besonders zuverlässig macht.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Webportale und Websites bieten wetterbezogene Informationen (aktuelle Wetterwerte und -prognosen) an, eine naheliegende und gängige Bezeichnung für eine solche Website ist im deutschen Sprachraum ebenfalls Wetterseite.