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Wettin-Löbejün

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Wappen Deutschlandkarte
Wettin-Löbejün
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wettin-Löbejün hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 38′ N, 11° 54′ OKoordinaten: 51° 38′ N, 11° 54′ O
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Landkreis: Saalekreis
Höhe: 144 m ü. NHN
Fläche: 127,1 km²
Einwohner: 9554 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06193
Vorwahlen: 0345 (Brachwitz), 034603 (Domnitz, Löbejün, Nauendorf, Neutz-Lettewitz, Plötz), 034607 (Döblitz, Gimritz, Wettin), 034691 (Rothenburg), 034600 (Kösseln)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SK, MER, MQ, QFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 88 216
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
06193 Wettin-Löbejün
Website: www.stadt-wettin-loebejuen.de
Bürgermeister: Jens Franke
Lage der Stadt Wettin-Löbejün im Saalekreis
Karte
Karte

Wettin-Löbejün ist eine Stadt im Saalekreis im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt.

Wettin-Löbejün ist die nördlichste Gemeinde und Stadt im Saalekreis, sie liegt ca. 60 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Magdeburg und 15 Kilometer nördlich der Stadt Halle (Saale). Nach Dessau-Roßlau sind es in Richtung Nordosten rund 35 Kilometer. Das Stadtgebiet wird im Südwesten fast durchgehend von der Saale begrenzt, nur ein Landzipfel um Zaschwitz am anderen Saaleufer gehört noch zur Stadt. Im Nordosten begrenzt der westliche Teil der Fuhne das Stadtgebiet. Im Stadtgebiet entspringen auch kleine Bäche, die in Fuhne und Saale abfließen. Die höchste Erhebung in Wettin-Löbejün ist der 180 Meter über dem Meeresspiegel liegende Haltberg bei Löbejün, die tiefste Stelle liegt im Saaletal bei Rothenburg mit einer Höhe von ca. 68 Meter über dem Meeresspiegel. Teile des Stadtgebietes liegen im Naturpark Unteres Saaletal.

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden sind Könnern (Salzlandkreis) und Südliches Anhalt (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) im Norden, Petersberg im Osten, die Stadt Halle (Saale) und Salzatal im Süden und Gerbstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) im Westen.

Ortschaften/Ortsteile

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Ortschaft Einwohner[2]
BrachwitzDöblitzWettin, OT Dößel
Die Ortschaften von Wettin-Löbejün
(anklickbare Karte)
Brachwitz (mit Friedrichsschwerz)ca. 923
Döblitzca. 178
Domnitz (mit Dornitz und Dalena)ca. 719
Gimritz (mit Raunitz)ca. 331
Löbejün (mit Gottgau und Schlettau)ca. 2185
Nauendorf aca. 1689
Neutz-Lettewitz (mit Deutleben, Görbitz, Lettewitz und Neutz)ca. 620
Plötz (mit Oberplötz, Kösseln und Unterplötz)ca. 642
Rothenburgca. 784
Wettin bca. 2021
a 
Mit Ortsteilen: Kleinmerbitz, Merbitz und Priester
b 
Mit Ortsteilen: Dobis, Dößel, Mücheln, Schachtberg und Zaschwitz

Die Stadt ging am 1. Januar 2011 aus dem Zusammenschluss der Städte Löbejün und Wettin sowie den Gemeinden Brachwitz, Döblitz, Domnitz, Gimritz, Nauendorf, Neutz-Lettewitz, Plötz und Rothenburg hervor, die zuvor bereits in der Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Nord zusammengeschlossen waren.

Der Zusammenschluss erfolgte vor dem Hintergrund der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt. Nachdem es in der von der Landesregierung angesetzten freiwilligen Phase zu keiner Bildung einer Einheitsgemeinde gekommen war, beschloss der Landtag von Sachsen-Anhalt am 18. Juni 2010 mit den Stimmen der Regierungskoalition eine gesetzliche Neugliederung (GemNeuglG SK).

Ursprünglich lautete der Name der neu gebildeten Stadt „Löbejün-Wettin“. Die konstituierende Sitzung des Stadtrates legte als Stadtnamen „Wettin-Löbejün“ fest, der seit dem 7. April 2011 gilt.[3]

Eingemeindungen
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Brachwitz1. Januar 2011
Dalena20. Juli 1950Eingemeindung nach Domnitz
Deutleben1. Oktober 1938Eingemeindung nach Neutz
Dobis20. Juli 1950Eingemeindung nach Dößel
Döblitz1. Januar 2011
Domnitz1. Januar 2011
Dornitz20. Juli 1950Eingemeindung nach Domnitz
Dößel20. Juli 2008Eingemeindung nach Wettin
Friedrichsschwerz20. Juli 1950Eingemeindung nach Brachwitz
Gimritz1. Januar 2011
Görbitz1. Oktober 1938Eingemeindung nach Lettewitz
Kösseln20. Juli 1950Eingemeindung nach Plötz
Lettewitz1. Oktober 1965Zusammenschluss mit Neutz zu Neutz-Lettewitz
Löbejün1. Januar 2011
Merbitz20. Juli 1950Eingemeindung nach Nauendorf
Mücheln30. September 1928Eingemeindung nach Wettin
Nauendorf1. Januar 2011
Neutz1. Oktober 1965Zusammenschluss mit Lettewitz zu Neutz-Lettewitz
Neutz-Lettewitz1. Januar 2011
Plötz1. Januar 2011
Priester20. Juli 1950Eingemeindung nach Nauendorf
Raunitz1. April 1938Eingemeindung nach Gimritz
Rothenburg1. Januar 2011
Schlettau20. Juli 1950Eingemeindung nach Löbejün
Wettin1. Januar 2011
Zaschwitz20. Juli 1950Eingemeindung nach Wettin
Jahr Einwohner
201110.482
20159.955
20209.821
Jahr Einwohner
20219.794
20229.706
20239.669
20249.554

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)[4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Die Stadtrat von Wettin-Löbejün besteht aus 20 Mitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Stadtratswahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 67,8 % zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[6]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
AfD13,3 %323,1 %5
Freiwillige Feuerwehr Wettin-Löbejün..15,9 %3
CDU17,6 %415,3 %3
Wählergruppe Initiative zur Unterstützung der Stadtentwicklung und des
ehrenamtlichen Engagements in Wettin-Löbejün (WISE)
..12,8 %3
Freie und Unabhängige Bürgervereinigung Wettin-Löbejün (FUBV)..11,5 %2
FDP15,2 %35,7 %1
Bündnis 90/Die Grünen9,4 %24,5 %1
Die Linke11,1 %24,0 %1
Einzelbewerber Paul Deparade.13,1 %1
SPD8,3 %22,3 %
Einzelbewerber Matthias Ahrens1,9 %
Insgesamt100 %20100 %20
Rathaus Wettin
  • 2011–2024: Antje Klecar[7]
  • seit 2024: Jens Franke

Franke wurde in der Stichwahl am 10. November 2024 mit 51,6 Prozent der gültigen Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,5 Prozent.[8]

Das Wappen wurde am 11. Juni 2012 durch den Landrat des Saalekreises genehmigt. Da der Text der Blasonierung auf dem Wappenbrief mehrfach falsch abgeschrieben war (geviertelt statt geviert, Stockacker statt Stockanker) wurde der Vorgang der Ausstellung des Wappenbriefes wiederholt. Der nachgereichte Wappenbrief stammt vom 9. November 2012.[9]

Wappen von Wettin-Löbejün
Wappen von Wettin-Löbejün
Blasonierung: „Schild geviert; 1: in Rot eine silberne Burg mit Zinnenmauer und geöffnetem goldenen Tor, mit einem niederen gezinnten Mittelturm mit schwarzer Fensteröffnung zwischen zwei spitzbedachten gezinnten Seitentürmen mit drei (1:2) schwarzen Fensteröffnungen; 2: in Silber ein roter Stockanker; 3: in Silber ein grüner Einscharpflug; 4: in Grün zwei schräggekreuzte, die Bärte auswärts kehrende, silberne Schlüssel.“
Wappenbegründung: Es war Vorschlag der neuen Stadt Wettin-Löbejün, die Wappensymbolik in Anlehnung an die ehemaligen namensgebenden Stadtwappen unter Hinzuziehung eines Bezugs zu den ehemaligen ländlichen Gemeinden zu verbinden. Weiterhin sollte die saalenahe Lage symbolisch Aufnahme im Wappen finden. Die heraldische Umsetzung erfolgte, indem das Wettiner Wappen leicht verändert in Feld 1 eines quadrierten Schildes gestellt wurde; in Feld 4 kamen die gekreuzten Schlüssel aus dem Löbejüner Wappen, die sich auf den Schutzpatron der Petrikirche beziehen. Anzumerken ist hierzu, dass die Rosen im Ortswappen von Löbejün keinerlei inhaltliche Bedeutung haben. Sie waren nur bestimmt, die Freiflächen zu füllen. Überdies waren zwei der Rosen heraldisch falsch (rot) tingiert, sodass ihre Aufnahme nicht genehmigungsfähig wäre. Im Hinblick auf die nahe Lage zur Saale, die historisch nicht nur ein Wasserversorger, sondern auch Transportweg der Schiffe war, trägt Feld 2 einen Stockanker. Dieser unterscheidet sich vom Flunkenanker durch den oberen Querstab, der seitlich ausgestellt ist und garantiert, dass sich die Ankerflunke im Grund einhakt.[10] Erarbeitet wurde das Wappen vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch.

Die Flagge ist grün-weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Stadtwappen belegt.[11]

Sehenswürdigkeiten und Kultur

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Wettin-Löbejün liegt mit den Haltepunkten Nauendorf (Saalkr) und Domnitz (Saalkr) an der Bahnstrecke Halle–Vienenburg.
Die Bahnstrecke Wallwitz–Wettin mit den ehemaligen Halten Gimritz und Wettin (Saale) und die Bahnstrecke Nauendorf–Gerlebogk mit den ehemaligen Halten Nauendorf (Saalkr) Nord, Domnitz (Saalkr) Kautzenberg, Löbejün (Saalkr) und Gottgau ist hingegen stillgelegt.

Wichtige Straßen

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Die Bundesautobahn 14, die von Dresden über Leipzig und Halle nach Magdeburg führt, und die noch nach Schwerin verlängert wird, führt auch durch das Stadtgebiet, in ihm liegt jedoch nur der Abzweig Löbejün. Die Trasse im Stadtgebiet wurde in zwei Etappen freigegeben, zwischen den Abzweigen Löbejün und Könnern im Norden im Jahr 1996 und zwischen Löbejün und Halle-Peißen im Osten im Jahr 2000. Älter war die Bundesstraße 6, die parallel zur Bundesautobahn verlief, und die Orte Domnitz und Dornitz durchquerte. Nach Freigabe der Autobahn 14 wurde sie zur Landesstraße 50 herabgestuft. Der Weiterbau der Bundesautobahn 143, die zurzeit nur bis nach Bennstedt geht und als Westumfahrung für Halle geplant wurde, wurde vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 17. Januar 2007 vorerst untersagt.[12]

Folgende Landesstraßen verlaufen in Wettin-Löbejün (nur der Verlauf im Stadtgebiet, bzw. der erste Ort außerhalb, ist genannt, wenn die Straßen weitergehen steht […] geschrieben)

  • 50 ([…] – Garsena – Dornitz – Domnitz – Beidersee – […])
  • 144 ([…] – Hohenedlau – Schlettau – Löbejün – Plötz – Kösseln – Abzweig bei Kösseln)
  • 147 (Abzweig bei Nauendorf – Nauendorf – Merbitz – Löbejün – Cattau – […])
  • 156 (Garsena – Dößel – Schachtberg – Wettin – Zaschwitz – Fienstedt – […])
  • 157 (bei Zaschwitz – Trebitz – […])
  • 161 (Wettin – Mücheln – Lettewitz – Abzweig bei Lettewitz)
  • 162 (Abzweig bei Lettewitz – Görbitz – Gimritz – Brachwitz – Neuragoczy – […])

Persönlichkeiten

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Commons: Wettin-Löbejün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2024 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Siehe Ortsteilartikel.
  3. Streit beendet: Doppelstadt heißt Wettin-Löbejün In: Mitteldeutsche Zeitung vom 27. Januar 2011
  4. Bevölkerung der Gemeinden. In: statistik.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 17. Juli 2025.
  5. Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  7. Bürgermeisterin von Wettin-Löbejün : "Das packe ich jetzt an". In: Mitteldeutsche Zeitung. 5. Dezember 2017, abgerufen am 19. Juli 2025.
  8. Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses der Stichwahl zur Wahl der hauptamtlichen Bürgermeisterin/des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Wettin-Löbejün am 10. November 2024 (PDF)
  9. Stadt Wettin-Löbejün (Memento vom 1. Juli 2013 im Webarchiv archive.today)
  10. Jörg Mantzsch: Das Wappen der Stadt Wettin-Löbejün, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Saalekreis 2012 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)
  11. 3. Änderungssatzung zur Hauptsatzung der Stadt Wettin-Löbejün (PDF; 11 kB)
  12. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Januar 2007