Weyhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weyhausen
Weyhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weyhausen hervorgehoben

Koordinaten: 52° 28′ N, 10° 43′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Samtgemeinde: Boldecker Land
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 7,98 km2
Einwohner: 2397 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 300 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38554
Vorwahl: 05362
Kfz-Kennzeichen: GF
Gemeindeschlüssel: 03 1 51 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Vor dem Dorfe 6
38554 Weyhausen
Website: www.boldecker-land.de
Bürgermeister: Gaby Klose (WGB)
Lage der Gemeinde Weyhausen im Landkreis Gifhorn
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Über dieses Bild

Weyhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. Sie gehört der Samtgemeinde Boldecker Land an, deren Verwaltungssitz sie ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weyhausen liegt in der Ebene des Aller-Urstromtals, wobei die Aller durch die Gemeinde fließt. Unmittelbar südlich des Ortes beginnt das Feuchtgebiet des Barnbruchs. Dort zweigt auch der 18 km lange Allerkanal von der Aller ab und leitet das Wasser schneller ab, als es der Fluss in seinem stark mäandrierten Verlauf in diesem Streckenabschnitt abführt. Die engräumigen Flussschleifen verleihen der Landschaft einen reizvollen Aspekt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden Weyhausens sind (nördlich beginnend im Uhrzeigersinn):

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1344 als Weydehusen. Im Jahre 1350 wurde die Ortschaft von einem Brand zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Die ursprüngliche Dorfform war die eines wendischen Rundlings. Laut einem Siedlungsverzeichnis um 1850 bestanden zu dieser Zeit 16 Bauernhöfe.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auferstehungskirche

Die evangelisch-lutherische Auferstehungskirche befindet sich am Kirchweg. Sie wurde von 1958 bis 1962 durch Ernst Witt[2] erbaut, zuvor gab es keine Kirche in Weyhausen. Die Orgel ist ein Werk des Orgelbauers Schmidt & Thiemann (Hannover).[3] Ihre gleichnamige Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen der Landeskirche Hannovers, zu ihr gehören neben Weyhausen auch Osloß und Tappenbeck. Die katholischen Einwohner gehören zur Pfarrgemeinde Mutterschaft Mariens in Wolfsburg-Fallersleben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Weyhausen setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des ehrenamtlichen Bürgermeisters.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ehrenamtliche Bürgermeisterin wurde Gaby Klose (WGB) gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und Silber linksschräg geteilt; oben: ein wachsender rot bewehrter silberner Löwe unten: ein linksschräger blauer Wellenbach dieser ein "W" bildend, begleitet von einem linksschräg-schwebenden roten Herz.“

Der Löwe und das Herz, die auch in den Wappen von Lüneburg und des Landkreises Lüneburg enthalten sind, sollen die Zugehörigkeit zum Landkreis und dem Regierungsbezirk Lüneburg verdeutlichen. Die Anordnung des Löwen steht für die übergeordnete Stellung der Regierung und des Landkreises gegenüber der Gemeinde. Der in Form des Anfangsbuchstabens des Gemeindenamens gezeichnete Wellenbach im Wappen versinnbildlicht die sich durch die Gemeinde schlängelnde Aller. Das Herz stellt die Gemeinde als ein Herz des Regierungsbezirkes und des Kreises dar, vor welches sich der Löwe in aufgerichteter Haltung schützend stellt.[5]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Heinz Bannier (* 12. Dezember 1912, † 26. August 1999; er führte die Niedersächsische Wappenrolle von 1983 bis 1991) entworfen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 188 führt direkt durch Weyhausen; die A 39 führt mit der Anschlussstelle "Weyhausen" direkt an den Ortsrand Weyhausens, dort endet sie allerdings und geht weiter als B 248.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weyhausen an der Aller. Ein Dorf im Wandel. Geiger-Verlag. Horb am Neckar 1995. ISBN 3-89570-001-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Ernst Pauer: Kirchengeschichte und Kirchenkunst. In: Historische-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen, Blatt Wolfsburg. Erhard Kühlhorn, Hildesheim 1977, ISBN 3-7848-3626-7, Erläuterungsheft S. 124.
  3. Samtgemeinde Boldecker Land. Ausgabe September 2019, S. 14.
  4. Sitzzuteilung Gemeinderat Weyhausen (PDF; 8 kB).
  5. Gemeinde Weyhausen auf der Website der Samtgemeinde Boldecker Land

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weyhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien