White River (Mississippi River)

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White River
Der White River bei Des Arc, Arkansas

Der White River bei Des Arc, Arkansas

Daten
Gewässerkennzahl US78762
Lage Arkansas, Missouri (USA)
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über Mississippi River → Golf von Mexiko
Quelle Boston Mountains im Madison County (Arkansas)
35° 50′ 20″ N, 93° 36′ 16″ W
Quellhöhe 689 m
Mündung Mississippi River im Desha County (Arkansas)Koordinaten: 33° 57′ 5″ N, 91° 4′ 53″ W
33° 57′ 5″ N, 91° 4′ 53″ W
Mündungshöhe 37 m[1]
Höhenunterschied 652 m
Sohlgefälle 0,56 ‰
Länge 1162 km
Einzugsgebiet 71.911 km²[2]
Abfluss am Pegel Devalls Bluff[3]
AEo: 60.686 km²
NNQ (29. September 1954)
MQ 1950–1970, 1989–2005
Mq 1950–1970, 1989–2005
HHQ (19. Januar 1950)
91 m³/s
741 m³/s
12,2 l/(s km²)
4361 m³/s
Linke Nebenflüsse James River, North Fork River, Black River, Cache River
Rechte Nebenflüsse Buffalo River, Little Red River, Bayou des Arc
Mittelstädte Newport, Batesville, Fayetteville
Schiffbar eingeschränkt im Unterlauf
Karte des Einzugsgebietes des White Rivers

Karte des Einzugsgebietes des White Rivers

White River bei Flippin, AR

White River bei Flippin, AR

Der White River (englisch für „Weißer Fluss“) ist ein 1162 km langer Nebenfluss des Mississippi River, der die US-Bundesstaaten Arkansas und Missouri durchfließt.

Lauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quelle des White River liegt in den Boston Mountains im Nordwesten von Arkansas, im Ozark-St. Francis National Forest südöstlich von Fayetteville. Die oberen Abschnitte des Flusses sind schnellfließend, kalt und klar und deswegen für ihre Forellen bekannt. Von der Quelle an fließt der Fluss zunächst nordwärts in den Nordwesten von Arkansas. Er kehrt dann über einen Bogen durch den Südwesten Missouris bei Branson nach Arkansas und folgt dann bis zu seiner Mündung in den Mississippi River einem südöstlichen Kurs.

Die Städte Batesville und Newport liegen an seinem Ufer.

Nachdem der Fluss in der Nähe von Batesville in das Tal des Mississippi River gelangt ist, wird der Fluss für Flachwasserschiffe schiffbar, und seine Fließgeschwindigkeit nimmt erkennbar ab. Auf den letzten etwa 15 Kilometern bis zur Mündung stellt der Fluss den Schlussabschnitt des McClellan-Kerr Arkansas River Navigation Systems dar; dieser Kanalabschnitt ist tiefer als der Rest des Flusses.

Die mittlere Wasserführung beträgt 741 m³/s, bei Hochwasser sind 3721 m³/s gemessen worden.

Ausbau des Flusses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Plan, den Fluss oberhalb des McClellan-Kerr-Segments zu vertiefen und damit schiffbar zu machen, wird kontrovers diskutiert und seitens vieler Bewohner von Arkansas abgelehnt. Der Unterlauf des Flusses ist Heimat vieler Wildtiere, zu denen Bären, Fasane, Singvögel und mehr als 160 Fischarten gehören. Im Unterlauf des Flusses überwintern Stockenten. Befürchtungen, dass ein Ausweiten der Schiffbarkeit die Ökostruktur des Flusses schädigt und den Tourismus negativ beeinflusst, stehen wirtschaftliche Hoffnungen entgegen.

Lake Taneycomo entstand 1913, als die Empire District Electric Company südlich von Forsyth einen Staudamm baute.[4] Beaver Lake, Bull Shoals Lake und Table Rock Lake sind Wasserspeicher, die durch das U.S. Army Corps of Engineers aufgrund des Flood Control Act von 1938[5] gebaut wurden. Insgesamt acht Staudämme bändigen den Oberlauf des White Rivers, sechs davon in Arkansas und zwei in Missouri. Am Unterlauf liegt das White River National Wildlife Refuge.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Nebenflüssen des White River gehören Cache River, Bayou des Arc, Little Red River, Black River, North Fork River, Buffalo River, James River und Roaring River.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: White River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. White River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  2. Availability of the Draft Environmental Impact Statement for the White River Minimum Flow Reallocation Study, AR
  3. Water Data Reports for the United States, 2005. (PDF; 9,67 MB) USGS
  4. Fred Pfister: Insider’s Guide: Branson and the Ozark Mountains 2006, ISBN 0-7627-4042-6.
  5. Flood Control Act von 1938 (PDF; 931 kB)