WiMP (Musikstreaming-Service)

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Musikstreaming-Dienst „WiMP“. Zu anderen Bedeutungen siehe WIMP (Begriffsklärung).
WiMP
WiMP Logo 2013 quer.svg
Maintainer WiMP Music GmbH
Entwickler Aspiro AS
Aktuelle Version 2.4.2
Betriebssystem Microsoft Windows, Apple Mac OS X, iOS, Android, S60, Windows Phone 7, BlackBerry OS, Squeezebox, Sonos, Meego
Programmier­sprache C++
Kategorie Musik (Musikportal, Internetradio)
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig Ja
www.wimp.de

Wimp (Eigene Schreibweise "WiMP"; Englische Abkürzung für Wireless Music Player; zu Deutsch: Drahtloser Musikspieler) ist eine kostenpflichtig erhältliche Musikstreaming-Software, die eine mehrfach verschlüsselte Direktübertragung von Musikstücken ohne Verzögerung ermöglicht.

Funktionsweise und Systemvoraussetzungen[Bearbeiten]

WiMP überträgt Musikdateien über das Internet durch eine Kombination aus serverbasiertem Streaming und der Peer-to-Peer-Technologie (P2P). Sogar bei langsamen Internetverbindungen tritt beim Abspielen von Musik keine große Verzögerung auf. Es wird allerdings eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 256 kbit/s empfohlen, da die meisten Titel Bitraten von bis zu 320 kbit/s haben. Die Dateien lassen sich so abspielen, als befänden sie sich auf der Festplatte des Nutzers. Um dies zu ermöglichen, werden häufig verwendete Musikdaten via P2P aus dem Cache der Computer der Nutzer übertragen. Dadurch wird die vorhandene Bandbreite beim Streaming effektiv genutzt und unterstützt. Wenn der Song zu Ende gespielt wurde, wird die Cachedatei wieder von dem sogenannten Temp-Ordner gelöscht.

Die Systemvoraussetzungen verlangen mindestens Mac OS X 10.4 (Mac) bzw. Windows XP (PC) als Betriebssystem. Bei den mobilen Betriebssystemen (OS) verlangt WiMP mindestens folgende Versionen: iOS 4.0+[1], Android 2.1+[2], Symbian ? (Handyabhängig)[3], Windows Phone 7 7.5+[4], Squeezebox[5] & Sonos: auf allen gängigen Geräten.

Der Nutzer muss ein Benutzerkonto anlegen, um die Software verwenden zu können. Mit einem Account kann man sich von beliebig vielen Computern einwählen (installierte Software und ein Internetanschluss vorausgesetzt), aber nicht auf all diesen Computern gleichzeitig Musik hören. Die Software stoppt das Abspielen der Musik auf dem einen Computer, sobald mit demselben Konto auf einem anderen Computer Musik abgespielt wird. Dies ist bei allen (Samsung Music Hub, Spotify, rara.com, simfy, Music Unlimited, rdio, Deezer, MyJuke, Napster (jetzt „Rhapsody“) und Musicload Unlimited) Musikstreaming-Anbietern so und hat mit Lizenzrechten der GEMA zu tun, die das mehrfache, gleichzeitige Abspielen bis heute nicht gestattet.

Verfügbarkeit, Kosten und Funktionen[Bearbeiten]

Der Anbieter ist bisher in 5 Ländern hörbar: neben Deutschland auch noch in Norwegen, Dänemark,Schweden und Polen. Aspiro Music plant, den Dienst in Finnland, Portugal, Österreich und der Schweiz zu veröffentlichen. Die Umsetzung kann aber noch andauern, da erst die dortigen Gesellschaften für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte dem Ganzen zustimmen müssen, in Österreich die AKM, in der Schweiz die SUISA. WiMP ist zwar international hörbar, aber der Nutzer muss sich in einem der 5 oben genannten Länder registriert und mindestens einmal eingeloggt haben. WiMP erkennt anhand der IP-Adresse, aus welchem Land der Besucher kommt, und zeigt dementsprechend eine Fehlermeldung an.

WiMP bietet aktuell über 20 Millionen Songs an, ist damit zusammen mit Spotify, simfy, Juke, Rdio und DEEZER der Musikstreaming-Dienst mit der größten Auswahl. Dieser Service kostet 4,99 € im Monat für die PC-Nutzung und 9,99 € im Monat für die Nutzung auf allen anderen verfügbaren Plattformen. Alle Abonnements gelten - falls nicht vertraglich anders festgelegt - einen Monat und verlängern sich danach automatisch für einen weiteren Monat.

Mit dem Dienst kann man Playlists selbst erstellen/löschen/oder veröffentliche hören, und welche von Spotify importieren oder exportieren lassen. Außerdem ist es möglich, Songs, Alben und/oder Künstler zu seinen Favoriten hinzuzufügen/entfernen und das sogenannte Scrobbeln mit last.fm zu aktivieren. Das größte Feature ist aber, die Dateien ohne Zusatzkosten zu downloaden, um sie offline zu hören (beispielsweise im Urlaub im Ausland). WiMP bietet darüber hinaus noch ein nettes Feature, die WiMP-Songerkennung, mit der man mit iPhone oder iPad unterwegs, via APP, den Song erkennen, finden und direkt streamen lassen, oder in eine Playlist ablegen kann. Die Songerkennung wird in Zusammenarbeit mit Gracenote realisiert, der weltgrößten Songdatenbank.[6] Angekündigt wurde nun gegen einen höheren Preis die Bereitstellung von Musik im verlustfrei komprimierten FLAC-Format - und damit eine Klangqualität auf CD-Niveau.

Geschichte[Bearbeiten]

WiMP-CEO Per Einar Dybvik (2012)

WiMP selbst gibt nicht viel über die Entstehung bekannt. Den Ursprung allerdings fand WiMP in Norwegen, wo der Mutterkonzern „Aspiro“ sitzt. Seit Mai 2012 ist WiMP aus der Betaphase heraus, wovor nur sich vorher beworbene Tester Zugriff auf WiMP und die damals „nur“ 13 Millionen Songs hatten.

In Berlin sitzt die deutsche Verwaltung von WiMP, wo täglich Playlists und User-basierte Empfehlungen zusammengestellt werden.

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://itunes.apple.com/de/app/id365244399
  2. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.aspiro.wamp
  3. http://store.ovi.com/content/146826
  4. http://www.windowsphone.com/de-DE/apps/744e1f1b-f496-44d7-a0ef-b130c051f9a9
  5. http://www.mysqueezebox.com/appgallery/WiMP
  6. http://www.musikflatratez.de/blog/wimp_optimiert_sein_angebot