Wibke Brems

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Wibke Brems

Wibke Brems (* 17. Februar 1981 in Bremerhaven) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brems wuchs in Gütersloh auf und besuchte dort das Städtische Gymnasium. Nach dem Abitur im Jahr 2000 folgte ein Studium der Elektrotechnik mit Fachrichtung Erneuerbare Energien an der Fachhochschule Bielefeld, welches sie Ende 2004 als Diplom-Ingenieurin (FH) abschloss. Von 2005 bis 2008 projektierte sie in selbstständiger Tätigkeit Photovoltaikanlagen und beriet Kommunen in Energiefragen. Ab 2009 leitete sie den technischen Support eines Photovoltaik-Großhändlers in Paderborn.

Sie ist verheiratet und lebt in Gütersloh.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 trat Brems bei den Grünen ein und war zunächst in Gütersloh sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss und Sprecherin des Grünen Ortsverbands. 2004 wurde sie in den Rat der Stadt Gütersloh gewählt, dem sie seitdem angehört. Von 2008 bis 2010 war sie Beisitzerin im Vorstand des Grünen Landesverbands NRW. Bei der Kommunalwahl 2009 trat sie für die Grünen in der Stadt Gütersloh als Bürgermeisterkandidatin an. Von 2010 bis 2014 war sie Sprecherin des Grünen Kreisverbands Gütersloh. Seit 2016 ist sie Vorsitzende des Grünen Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe. Brems gilt als ausgewiesene Expertin zu Fragen des Klimaschutzes und der Energiepolitik.[1]

Mitglied im Landtag von Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2010 trat sie im Landtagswahlkreis Gütersloh II an. Über den 15. Platz der Reserveliste zog sie im Mai 2010 erstmals in den Landtag ein. In der 15. Legislaturperiode war sie Sprecherin für „Klimaschutz und Energiepolitik“ der Grünen Landtagsfraktion und Mitglied in den Landtags-Ausschüssen „Bauen, Wohnen und Verkehr“, „Wirtschaft und Energie“ sowie „Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“.

Bei der Landtagswahl 2012 zog sie erneut über den 15. Listenplatz ihrer Partei in den Landtag ein und wurde als Sprecherin für „Klimaschutz und Energiepolitik“ der Grünen Landtagsfraktion bestätigt. Sie war Mitglied in den Ausschüssen „Wirtschaft und Energie“ und „Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ sowie im Unterausschuss für Bergbausicherheit.

Bei der Landtagswahl im Mai 2017 verpasste Brems auf Platz 15 der Landesliste knapp den Einzug in den Landtag. Sie rückte jedoch bereits im Juli 2017 für die aus dem Landtag ausscheidende ehemalige Schulministerin Sylvia Löhrmann nach. Seitdem ist sie Sprecherin für Klimaschutz, Energiepolitik, Bergbausicherheit und Anti-Atom-Politik der Grünen Fraktion im Landtag von NRW. Brems ist Sprecherin im „Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung“, Mitglied im „Ausschuss für Digitalisierung und Innovation“, sowie Sprecherin im „Unterausschuss Bergbausicherheit“ des NRW-Landtags. Dem Landtag gehören in der aktuellen 17. Legislaturperiode 14 Abgeordnete der Grünen Landtagsfraktion an.

Politische Standpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brems arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich der Energiepolitik und des Klimaschutzes und vertritt die Position, dass eine vollständige Energiewende technisch realisierbar und wirtschaftlich vernünftig sei. 50 Prozent der Stromerzeugung in NRW sollen auf dem Weg dahin, so Brems, schon bis 2030 aus Erneuerbare Energien stammen,[2] ein Ausstieg aus der Kohleverstromung müsse zügig, koordiniert und sozialverträglich[3] angegangen und in den nächsten zwei Jahrzehnten umgesetzt werden. Für Brems ist die Verabschiedung des nordrhein-westfälischen Klimaschutzgesetzes unter der seinerzeitigen rot-grünen Landesregierung im Jahr 2013 ein politischer Meilenstein auf dem Weg zur Transformation der deutschen Energieversorgung hin zu einer Vollversorgung aus Erneuerbaren Energien.[4] Brems kritisiert, dass „die schwarz-gelbe Landesregierung die Energiewende in NRW vor die Wand fährt.“[5]

Engagement außerhalb des Landtags[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brems hat Funktionen in folgenden Organisationen, die sie alle ehrenamtlich ausübt.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wibke Brems – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wibke Brems im Porträt – Bei der Energiepolitik macht ihr keiner was vor. In: Neue Westfälische. 06. Mai 2017, abgerufen am 27. Juli 2018.
  2. Landtagswahl Kandidatenvorstellung: Wibke Brems (Bündnis 90/DIE GRÜNEN). In: Herzeblog.de 18. April 2017, abgerufen am 03. August 2018.
  3. Kohleausstieg – NRW plant die Zukunft. In: EnergieUpdate to go by Wibke. September 2016, abgerufen am 03. August 2018.
  4. Filmportrait Wibke Brems. In: Grüne Fraktion NRW. 06. Februar 2017, abgerufen am 03. August 2018.
  5. Energiewende: Grüne werfen NRW-Regierung Planlosigkeit vor. In: Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung. 25. Juni 2018, abgerufen am 03. August 2018.
  6. Offizielles Abgeordnetenprofil von Wibke Brems - Veröffentlichungspflichtige Angaben In: Landtag Nordrhein-Westfalen., abgerufen am 31. Juli 2018.