Wiembecke (Werre)

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Wiembecke
Zusammenfluss der Berlebecke (rechts) mit der Wiembecke

Zusammenfluss der Berlebecke (rechts) mit der Wiembecke

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4612
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Werre → Weser → Nordsee
Quellgebiet Südlich von Holzhausen-Externsteine
51° 51′ 53″ N, 8° 54′ 11″ O
Quellhöhe ca. 305 m ü. NN[1]
Mündung In die Berlebecke in HeiligenkirchenKoordinaten: 51° 56′ 47″ N, 8° 51′ 12″ O
51° 56′ 47″ N, 8° 51′ 12″ O
Mündungshöhe ca. 120 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 185 m
Sohlgefälle ca. 10 ‰
Länge 18,2 km[2]
Einzugsgebiet 47,12 km²[2]
Die Wiembecke etwa 1 km unterhalb ihres Quellbereichs im Naturschutzgebiet „Wiembecketal“

Die Wiembecke oder Wiembeke[3] ist ein 18,2 km langer, orografisch linker Nebenfluss der Werre, bzw. nach den traditionellen Namensverwendungen ein rechter Zufluss der Berlebecke im Teutoburger Wald. Der Bach entspringt westlich der Externsteine und vereinigt sich in Detmold-Heiligenkirchen mit der Berlebecke. Ab hier wird das Gewässer traditionell als Berlebecke, im Zentrum von Detmold dann als Knochenbach bezeichnet, aber hydrografisch (GKZ und Stationierung) der Wiembecke zugerechnet, die nach dieser Definition in Detmold in die Werre mündet und am Zusammenfluss 700 m länger ist als diese.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Externsteinen ist der Bach zum „Wiembecketeich“ aufgestaut, Blick bachaufwärts

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiembecke entspringt nördlich des Barnackens an der Nordflanke des Teutoburger Waldes, welcher Teil der Rhein-Weser-Wasserscheide ist. Die Wiembecke fließt so über die Werre der Weser zu, während Gewässer, die wenige hundert Meter weiter südwestlich entspringen, letztendlich in den Rhein münden. An den Externsteinen ist die Wiembecke zu einem Teich aufgestaut.

Ein großer Teil des weitgehend naturnahen oberen Bachlaufes steht auf einer Länge von gut 3,5 km von der Quelle bis zur Stadtgrenze Horn-Bad Meinberg/Detmold im Rahmen des NSG Wiembecketal unter Naturschutz.

Die Wiembecke passiert nach den Externsteinen die Kleinstadt Horn-Bad Meinberg. Hier wendet sie ihren Lauf von der ursprünglich nordöstlichen Fließrichtung nach Nordwesten. Ihr weiterer Weg führt sie an den Ortschaften Fromhausen und Hornoldendorf nach Heiligenkirchen, wo sie auf 158 m ü. NN die von Süden kommende Berlebecke aufnimmt.

Die Wiembecke überwindet einen Höhenunterschied von 185 m. Sie entwässert ein 47,12 km² großes Einzugsgebiet.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flussabwärts betrachtet:

  • Zangenbach – 4,7 km langer, rechter Nebenfluss auf 225 m ü. NN, Einzugsgebiet: 4,267 km²
  • Stadtgraben – 4,02 km langer, rechter Nebenfluss auf 200 m ü. NN
  • Holzhauser Bach – 2,78 km langer linker Nebenfluss auf 180 m ü. NN
  • Hudebach – 0,67 km langer, rechter Nebenfluss auf 173 m ü. NN
  • Amselbach – 0,37 km langer, rechter Nebenfluss auf 160 m ü. NN

(Alle Längenangaben gemäß Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen[4][5])

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewässergüte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiembecke wird im gesamten Verlauf als kritisch belastet bis stark verschmutzt der Güteklasse II-III bis III zugeordnet. Das Gewässer wird außer über seine Nebenflüsse und diffuse Schadstoffeinträge durch die Abwässer aus der Kläranlage Horn beeinträchtigt. Um Hornoldendorf, Heiligenkirchen und Detmold vor Hochwasser zu schützen, ist ein Hochwasserrückhaltebecken zwischen Horn und Hornoldendorf geplant.

Fischsterben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2004 kam es zu einem Fischsterben in der Wiembecke. Es wurde durch abfließendes Löschwasser bei der Bekämpfung eines Schwelbrandes von Holzabfällen auf dem Gelände eines holzverarbeitenden Unternehmens in Horn verursacht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wiembecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b NRW Gewässerportal Elwas mit TK5
  2. a b NRW Gewässerportal Elwas mit Sachdatenabfrage
  3. Wolfgang Kramer: Das Flussgebiet der Oberweser. (= Hydronymia Germaniae, Band 10). Wiesbaden 1976, S. 72.
  4. TIM online
  5. Topografische Karte 1:25.000