Wiener Kreis

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Der Wiener Kreis des Logischen Empirismus war eine Gruppe von Frauen und Männern aus den Bereichen der Philosophie, der Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, der Mathematik und Logik, die sich von 1924 bis 1936 unter der Leitung von Moritz Schlick regelmäßig in Wien trafen.

Eingangstür des Mathematischen Seminars der Universität Wien, Boltzmanngasse. Treffpunkt des Wiener Kreises.

Überblick[Bearbeiten]

Zum Kern der Gruppe zählten neben Schlick Hans Hahn, Philipp Frank, Otto Neurath, Rudolf Carnap, Herbert Feigl, Richard von Mises, Karl Menger, Kurt Gödel, Friedrich Waismann, Felix Kaufmann, Viktor Kraft und Edgar Zilsel. Zu den gelegentlichen Besuchern des Wiener Kreises gehörten Alfred Tarski, Hans Reichenbach, Carl Gustav Hempel, Willard Van Orman Quine, Ernest Nagel, Alfred Jules Ayer, Frank P. Ramsey.[1] Auch Ludwig Wittgenstein und Karl Popper standen in engem Kontakt zum Wiener Kreis, nahmen selbst aber nie an den Treffen des Schlick-Zirkels teil.[2][3]

Die philosophische Position des Wiener Kreises wurde als Logischer Empirismus, Logischer Positivismus oder Neopositivismus bezeichnet. Beeinflusst wurde sie durch Ernst Mach, David Hilbert, den französischen Konventionalismus (Henri Poincaré und Pierre Duhem), Gottlob Frege, Bertrand Russell, Ludwig Wittgenstein und Albert Einstein. Innerhalb des Wiener Kreises herrschte ein Pluralismus philosophischer Positionen. Die Teilnehmer verband aber der Versuch einer Verwissenschaftlichung der Philosophie mit den Mitteln der modernen Logik und das Bekenntnis zu den Werten der Aufklärung. Vorherrschende Themen waren die Grundlagendebatten in den Natur- und Sozialwissenschaften, der Mathematik und Logik, die Aktualisierung des Empirismus durch die moderne Logik, die Suche nach einem „empiristischen Sinnkriterium“, die Kritik der Metaphysik und die Verbindung der Wissenschaften im Rahmen einer Enzyklopädie der „Einheitswissenschaft“.[4]

Der Wiener Kreis trat öffentlich in Erscheinung durch die Publikation mehrerer Schriftenreihen (die Buchreichen Schriften zur wissenschaftlichen Weltauffassung, Einheitswissenschaft, die Zeitschrift Erkenntnis) und die Organisation internationaler Konferenzen (u.a. in Prag, Königsberg, Paris, Kopenhagen, Cambridge, UK und Cambridge, Mass.). Im Rahmen des Vereins Ernst Mach waren Mitglieder des Wiener Kreises auch in der Volksbildung aktiv.

Im Zuge des Austrofaschismus und der späteren Machtergreifung der Nationalsozialisten waren viele Mitglieder des Wiener Kreises zur Emigration gezwungen. Die Ermordung Schlicks 1936 durch einen ehemaligen Dissertanten markiert das faktische Ende des Wiener Kreises.[5]

Die Arbeiten, die im Umfeld des Wiener Kreises entstanden, hatten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Wissenschaftsphilosophie und der Analytischen Philosophie bis zur Gegenwart.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte und Entwicklung des Wiener Kreises kann in mehrere Phasen eingeteilt werden:[6]

Der „erste Wiener Kreis“ (1907–1912)[7][Bearbeiten]

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es eine informelle Diskussionsrunde, zu der sich die späteren Wiener-Kreis-Mitglieder Hans Hahn, Philipp Frank, Otto Neurath trafen. Diskutiert wurden unter anderem Grundlagenprobleme der modernen Mathematik und Naturwissenschaften, die (Un-)Wissenschaftlichkeit der Philosophie und die Erneuerung des Empirismus in Verbindung mit dem französischen Konventionalismus und den Mitteln der modernen Logik. Behandelt wurden dabei Autoren wie Mach, Duhem, Poincaré, Brentano, Meinong, Husserl, Freud, Russell, Whitehead, Lenin und Frege. Spätestens der Erste Weltkrieg setzte dieser ersten Phase ein Ende.

Die Konstituierungsphase (1918–1924)[8][Bearbeiten]

Die Konstituierung des Wiener Kreises begann 1921 mit der Rückkehr Hans Hahns nach Wien. Hahn veranstaltete gemeinsam mit dem Mathematiker Kurt Reidemeister Seminare zu Ludwig Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus und zur Principia Mathematica von Whitehead und Russell. 1922 gelang mit Unterstützung Hahns die Berufung von Moritz Schlick nach Wien auf den Lehrstuhl für Naturphilosophie, den vor ihm Ernst Mach innegehabt hatte und an dem auch teilweise Ludwig Boltzmann unterrichtet hatte.

Unmittelbar nach seiner Ankunft organisierte Schlick gemeinsame Diskussionskreise mit den Mathematikern um Hahn. Ab dem Wintersemester 1924/1925 wurde schließlich auf Vorschlag von Schlicks Studenten Friedrich Waismann und Herbert Feigl ein donnerstäglicher „Abendkreis“ eingerichtet, zu dem Schlick persönlich in das Mathematische Institut in der Wiener Boltzmanngasse 5 einlud. Diese Treffen können als „Geburtsstunde“ des späteren „Wiener Kreises“ betrachtet werden.[9]

Die nichtöffentliche Phase des Wiener Kreises – Der Schlick-Kreis (1924–1928)[10][Bearbeiten]

Die seit 1924 bestehenden wöchentlichen interdisziplinären Diskussionsrunden setzten sich aus unterschiedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen: Es nahmen daran sowohl arrivierte Forscher, jüngere Dozenten als auch Studierende und Doktoranden teil. Hinzu kamen geladene Gäste aus dem Ausland.

1926 wurde Rudolf Carnap auf Betreiben Schlicks als Privatdozent nach Wien geholt. Carnaps Logischer Aufbau der Welt wurde im Kreis intensiv diskutiert.

Daneben wurde Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus laut vorgelesen und debattiert. Seit 1927 bestanden zudem persönliche Kontakte zu Wittgenstein und es kam zu Treffen mit Schlick, Waismann, Carnap und Feigl.[11]

Öffentliche Phase – Schlick-Kreis und Verein Ernst Mach (1928–1934)[12][Bearbeiten]

Mit der Gründung des Vereins Ernst Mach 1928 und der Publikation der Programmschrift Wissenschaftliche Weltauffassung. Der Wiener Kreis 1929 trat der Wiener Kreis an die Öffentlichkeit. Ziel des Vereins Ernst Mach, zu dessen Vorsitzenden Schlick gewählt wurde, war die Popularisierung „wissenschaftlicher Weltauffassung“ durch Vortragstätigkeit, an der sich Mitglieder des Wiener Kreises aktiv beteiligten.[13]

1929 trat der Wiener Kreis schließlich erstmals unter diesem Namen – die Bezeichnung stammt von Otto Neurath[14] – mit der Programmschrift Wissenschaftliche Weltauffassung. Der Wiener Kreis auf. Dieses Manifest wurde anlässlich der im Herbst 1929 in Prag stattfindenden „Tagung für Erkenntnislehre der exakten Wissenschaften“ vorgestellt. Diese Tagung, die gemeinsam vom Verein Ernst Mach und der Berliner Gesellschaft für Empirische Philosophie veranstaltet wurde, war der erste internationale Auftritt der Logischen Empiristen und die erste einer Reihe internationaler Konferenzen, an deren Organisation Mitglieder des Wiener Kreises beteiligt waren. Es folgten weitere Tagungen, die sich bis in die Jahre der Emigration fortsetzten: 1930 in Königsberg, 1934 in Prag, 1935 in Paris, 1936 in Kopenhagen, 1938 in Cambridge (England), 1939 in Cambridge (USA) und 1941 in Chicago.

1930 übernahmen der Wiener Kreis und die Berliner Gruppe zudem die Zeitschrift Annalen der Philosophie und führten sie unter dem Titel Erkenntnis, herausgegeben von Carnap und Reichenbach, als zentrale Publikationsplattform des Logischen Empirismus weiter. Die Publikationstätigkeit des Wiener Kreises wurde ergänzt durch die Buchreihen Schriften zur wissenschaftlichen Weltauffassung (herausgegeben von Schlick und Frank, 1928–1937)[15], Einheitswissenschaft (herausgegeben von Neurath, 1933–1939), und später – bereits in der Emigration – die International Encyclopedia of Unified Science (mit Neurath als Hauptherausgeber, Carnap und Charles W. Morris als Nebenherausgeber, insgesamt von 1938 bis 1970).

Desintegration, Emigration, Internationalisierung (1934–1938)[Bearbeiten]

Seit Anfang der Dreißigerjahre zeigten sich aus politischen, weltanschaulichen und rassistischen Gründen erste Anzeichen einer Desintegration: Herbert Feigl verließ Österreich 1930, Carnap wurde 1931 nach Prag berufen und ging 1935 nach Chicago.

Eine Zäsur markiert das Jahr 1934: Hahn starb an den Folgen einer Operation, Neurath musste im Zusammenhang mit dem Austrofaschismus nach Holland emigrieren und in Wien wurde der Verein Ernst Mach vom Schuschnigg-Regime aufgelöst.

Das faktische Ende des Wiener Kreises kam durch die Ermordung Schlicks durch seinen ehemaligen Dissertanten Hans Nelböck aus persönlicher und weltanschaulicher Gegnerschaft.[16]

Danach wurden noch sporadisch weitere Treffen mit Kraft, Waismann, Zilsel, Menger und Gomperz veranstaltet. Der "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland bedeutete das endgültige Verschwinden des Wiener Kreises aus Österreich.

Mit der Emigration ging eine Internationalisierung des Logischen Empirismus einher. Viele ehemalige Mitglieder emigrierten in den angloamerikanischen Raum und nahmen dort Einfluss auf die weitere Entwicklung der Wissenschaftsphilosophie. Bezeichnend für die Internationalisierung ist auch die vor allem von Neurath, Carnap und Morris getragene Unity-of-Science-Bewegung zum Aufbau einer International Encyclopedia of Unified Science, die maßgeblich an der Organisation der angeführten Kongresse beteiligt war und die International Encyclopedia of Unified Science publizierte.[17]

Die Mitglieder des Wiener Kreises im Überblick[Bearbeiten]

Abgesehen von den zentralen Protagonisten des Schlick-Zirkels ist die Zurechnung zum Wiener Kreis in vielen Fällen offen. Die Aufteilung in „Mitglieder“ und „dem Wiener Kreis nahestehende Autoren“ in der Programmschrift von 1929 ist eine „Momentaufnahme“.[18] Abhängig von den verwendeten Kriterien (Häufigkeit des Besuchs, inhaltliche Nähe) können sich unterschiedliche Zurechnungen zu Kern oder Umfeld des Kreises ergeben.In der folgenden Auflistung (in alphabetischer Reihenfolge) wurde der „Kern“ nach dem Kriterium der Häufigkeit der Teilnahme am Schlick-Zirkel bestimmt. In der „Peripherie“ finden sich gelegentliche Besucher, ausländische Gäste und intellektuelle Bezugspersonen des Kreises:[19]

Kern: Gustav Bergmann, Rudolf Carnap, Herbert Feigl, Philipp Frank, Kurt Gödel, Hans Hahn, Olga Hahn-Neurath, Béla Juhos, Felix Kaufmann, Victor Kraft, Karl Menger, Richard von Mises, Otto Neurath, Rose Rand, Josef Schächter, Moritz Schlick, Friedrich Waismann, Edgar Zilsel.

Peripherie: Alfred Jules Ayer, Egon Brunswik, Karl Bühler, Josef Frank, Else Frenkel-Brunswik, Heinrich Gomperz, Carl Gustav Hempel, Eino Kaila, Hans Kelsen, Charles W. Morris, Arne Naess, Karl Raimund Popper, Willard Van Orman Quine, Frank P. Ramsey, Hans Reichenbach, Kurt Reidemeister, Alfred Tarski, Olga Taussky-Todd, Ludwig Wittgenstein.

Themen und Debatten[Bearbeiten]

Der Wiener Kreis kann nicht auf eine philosophische Position festgelegt werden. Einerseits gab es innerhalb des Kreises viele unterschiedliche Positionen, andererseits veränderten sich die Positionen einzelner Mitglieder immer wieder grundlegend.[20] Es lassen sich dennoch einige zentrale Themen und Debatten ausmachen.[21]

Verifikationismus und empiristisches Sinnkriterium[Bearbeiten]

Siehe Verifikationismus, Sinnkriterium.

Die Protokollsatz-Debatte[Bearbeiten]

Siehe Protokollsatz, Protokollsatzdebatte.

Physikalismus und Einheitswissenschaft[Bearbeiten]

Siehe Physikalismus.

Metaphysikkritik[Bearbeiten]

Siehe Metaphysikkritik des logischen Empirismus.

Institut Wiener Kreis[Bearbeiten]

Seit 1991 besteht in Wien das Institut Wiener Kreis, das sich der Dokumentation, Erforschung und Weiterentwicklung der Philosophie des Wiener Kreises widmet. 2011 wurde es als universitäres Institut im Rahmen der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Wien eingerichtet. 2015 organisiert das Institut im Rahmen des 650-Jahre-Jubiläums der Universität Wien die international erste Ausstellung zum Wiener Kreis.[22]

Literatur[Bearbeiten]

Primärliteratur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Rudolf Carnap: Logische Syntax der Sprache. Wien: Springer Verlag, 1968 [1934].
  • Rudolf Carnap: Mein Weg in die Philosophie. Stuttgart: Reclam, 1993 [1963].
  • Rudolf Carnap: Der logische Aufbau der Welt. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1998 [1928].
  • Rudolf Carnap: Scheinprobleme in der Philosophie und andere metaphysikkritische Schriften. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 2004.
  • Otto Neurath: Gesammelte philosophische und methodologische Schriften. (2 Bände) Wien: Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, 1981.
  • Otto Neurath, Rudolf Carnap und Charles Morris (Hrsg.): Foundations of the Unity of Science. Toward an International Encyclopedia of Unified Science. (2 Bände) Chicago: Chicago University Press, 1971.
  • Karl Popper: Logik der Forschung. Tübingen: Mohr Siebeck, 2005 [1935].
  • Moritz Schlick: Lebensweisheit. Versuch einer Glückseligkeitslehre. Fragen der Ethik. (Moritz Schlick Gesamtausgabe, Abteilung I, Band 3) Wien: Springer Verlag, 2006 [1908, 1930].
  • Moritz Schlick: Die Wiener Zeit. Aufsätze, Beiträge, Rezensionen 1926-1936. (Moritz Schlick Gesamtausgabe, Abteilung I, Band 6) Wien: Springer Verlag, 2008.
  • Moritz Schlick: Allgemeine Erkenntnislehre. (Moritz Schlick Gesamtausgabe, Abteilung I, Band 1) Wien: Springer Verlag, 2009 [1918/1925].
  • Michael Stöltzner und Thomas Uebel (Hrsg.): Wiener Kreis. Texte zur wissenschaftlichen Weltauffassung von Rudolf Carnap, Otto Neurath, Moritz Schlick, Philipp Frank, Hans Hahn, Karl Menger, Edgar Zilsel und Gustav Bergmann. Hamburg: Meiner Verlag, 2006. ISBN 3-7873-1811-9
  • Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus. Logisch-philosophische Abhandlung. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag, 1963 [1921].

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • A. J. Ayer: Language, Truth and Logic. London: Victor Gollancz 1936.
  • Gustav Bergmann: „Erinnerungen an den Wiener Kreis. Brief an Otto Neurath (1936)“, in: Michael Stöltzner, Thomas Uebel (Hg.), Wiener Kreis. Texte zur wissenschaftlichen Weltauffassung. Hamburg: Meiner 2006, 633-654.
  • Nancy Cartwright, Jordi Cat, Lola Fleck, Thomas E. Uebel: Otto Neurath. Philosophy between Science and Politics. Cambridge: Cambridge University Press, 1996.
  • Philipp Frank: Modern Science and its Philosophy. Cambridge 1949.
  • Michael Friedman: Reconsidering Logical Positivism. Cambridge 1999.
  • Peter Galison: “Aufbau/Bauhaus: Logical Positivism and Architectural Modernism”. Critical Inquiry 16, 709-752, 1990.
  • Manfred Geier: Der Wiener Kreis. Rowohlt, Reinbek 1998, ISBN 3-499-50508-8.
  • Ronald Giere, Alan Richardson (Hg.): Origins of Logical Empiricism. Minneapolis 1996.
  • Rudolf Haller: Neopositivismus. Eine historische Einführung in die Philosophie des Wiener Kreises. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-06677-4.
  • Rudolf Haller, Friedrich Stadler (Hg.): Wien – Berlin – Prag. Der Aufstieg der wissenschaftlichen Philosophie. Wien 1993.
  • Victor Kraft: Der Wiener Kreis. Der Ursprung des Neopositivismus. 3. Auflage. Springer, Wien u. a. 1997 [1950], ISBN 3-211-82956-3 (Texte zur wissenschaftlichen Weltauffassung 1).
  • Paul Kruntorad (Hrsg.): Jour fixe der Vernunft. Der Wiener Kreis und die Folgen. Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1991, ISBN 3-209-01221-0 (Veröffentlichungen des Instituts Wiener Kreis 1).
  • Richard von Mises: Kleines Lehrbuch des Positivismus. Einführung in die empiristische Wissenschaftsauffassung. Mit einer Einleitung neu hg. von Friedrich Stadler. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-518-28471-1 (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 871 Wiener Kreis-Schriften zum logischen Empirismus).
  • Christoph Limbeck / Friedrich Stadler (Hrsg.): Der Wiener Kreis. Texte und Bilder einer Ausstellung. Münster-Berlin-London: LIT Verlag 2015. ISBN 978-3-643-50672-6
  • Thomas Mormann: Rudolf Carnap. München: Verlag C.H. Beck, 2000.
  • Nicholas Rescher (Hg.): The Heritage of Logical Positivism. University Press of America 1985.
  • Alan Richardson: “The Scientific World Conception. Logical Positivism”, in: T. Baldwin (Hg.), The Cambridge History of Philosophy, 1870-1945, 2003, 391-400.
  • Alan Richardson, Thomas Uebel (Hg.): The Cambridge Companion to Logical Empiricism, Cambridge 2007.
  • Annemarie Siegetsleitner: Ethik und Moral im Wiener Kreis. Böhlau, Wien 2014, ISBN 9783205795339.
  • Karl Sigmund: Sie nannten sich Der Wiener Kreis: Exaktes Denken am Rand des Untergangs. Springer Spektrum, 2015. ISBN 978-3-658-08534-6 (Print); ISBN 978-3-658-08535-3 (eBook)
  • Friedrich Stadler: Vom Positivismus zur “Wissenschaftlichen Weltauffassung”. Am Beispiel der Wirkungsgeschichte von Ernst Mach in Österreich von 1895-1934. Wien-München 1982.
  • Friedrich Stadler: Studien zum Wiener Kreis. Ursprung, Entwicklung und Wirkung des Logischen Empirismus im Kontext. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-58207-0. 2. Auflage bei Springer, Dordrecht 2015.
  • Friedrich Stadler (Hg.): The Vienna Circle and Logical Empiricism. Re-evaluation and Future Perspectives. Dordrecht – Boston – London, Kluwer 2003.
  • Volker Thurm (Hg.): Wien und der Wiener Kreis. Orte einer unvollendeten Moderne. Wien 2003.
  • Thomas Uebel: Vernunftkritik und Wissenschaft: Otto Neurath und der erste Wiener Kreis. Wien-New York 2000.
  • Thomas Uebel: Empiricism at the Crossroads. The Vienna Circle’s Protocol-Sentence Debate. Chicago: Open Court, 2007.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiener Kreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. die Zurechnung zu „Kern“ und „Peripherie“ des Wiener Kreises in Stadler 1997.
  2. Von 1926 bis 1933 fanden gelegentliche Treffen Wittgensteins mit Schlick, Waismann, Carnap und Feigl statt. Vgl. Stadler 1997, Kapitel zu "Wittgenstein und der Wiener Kreis", 467-488.
  3. Zu Popper und dem Wiener Kreis, vgl. Stadler 1997, 502-545.
  4. Vgl. Stöltzner/Uebel 2006, LII-LXXIX
  5. Stöltzner/Uebel 2006, LXXXIX
  6. Diese Darstellung folgt vor allem Stadler 1997. Bes. 629-630 für einen Überblick über die Phasen der Entwicklung.
  7. Frank 1949, Stadler 1997, Uebel 2000, Stöltzner/Uebel 2006. Die Bezeichnung geht zurück auf Rudolf Haller, „Der erste Wiener Kreis“, in: Fragen zu Wittgenstein und Aufsätze zur Österreichischen Philosophie, Amsterdam 1986.
  8. Stadler 1997, 225-251.
  9. Stadler 1997, 230.
  10. Stadler 1997, 229-251.
  11. Die Aufzeichnung dieser Treffen durch Waismann findet sich im Band Ludwig Wittgenstein und der Wiener Kreis, Gespräche aufgezeichnet von Friedrich Waismann, Frankfurt a. M. 1984.
  12. Stadler 1997, 364-388.
  13. Für einen Überblick über die Vortragstätigkeit 1929-1932: Stadler 1997, 379-381.
  14. Frank 1949, 38.
  15. In dieser Reihe erschien 1934 auch Karl Poppers Logik der Forschung.
  16. Zur Dokumentation des Mordes an Schlick und des Strafprozesses gegen Nelböck: Stadler 1997, 920-961.
  17. Für eine Chronologie der Emigration: Hans-Joachim Dahms, „The Emigration of the Vienna Circle“, in: Friedrich Stadler, Peter Weibel (Hg.), The Cultural Exodus from Austria, Wien 1995.
  18. Stöltzner/Uebel 2006, XX. Siehe “Wissenschaftliche Weltauffassung. Der Wiener Kreis“, in: Stöltzner/Uebel 2006, 28.
  19. Vgl. Stadler 1997, 623. Diese Aufteilung folgt der Darstellung in Stadler 1997, 621ff. Dort finden sich auch Biobibliografien zu allen hier angeführten Personen.
  20. Stöltzner/Uebel 2006, ix
  21. Vgl. Uebel/Stöltzner, LIIff. und Thomas Uebel, "Vienna Circle", The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Spring 2014 Edition), Edward N. Zalta (ed.), Online.
  22. Ausstellung zum Wiener Kreis