Wieren

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Wieren
Gemeinde Wrestedt
Wappen von Wieren
Koordinaten: 52° 53′ 10″ N, 10° 39′ 27″ O
Höhe: 59 m ü. NHN
Fläche: 52,7 km²
Einwohner: 2458 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 2011
Postleitzahl: 29559
Vorwahl: 05825

Wieren ist ein Ortsteil der Gemeinde Wrestedt in der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen in Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bollensen, Drohe, Emern, Kahlstorf, Könau, Kroetze (bis 10. September 1936 Kroitze[1]) und Ostedt eingegliedert.[2] Zu Wieren gehörten auch Gavendorf, Groß Pretzier, Klein Pretzier und Kroetzmühle. Am 1. November 2011 wurde die Gemeinde aufgelöst und mit Wrestedt und Stadensen zur neuen Gemeinde Wrestedt zusammengeschlossen.[3]

Alte Bezeichnungen: 1339 Wiren, 1342 Wiren, 1357 Wyren

Der Ortsname ist offenbar nach der Lage an einer Biegung der Ilmenau benannt. Zugrunde liegt mittelniederdeutsch „wir“ für „Windung“, er bedeutet also „Ort an der Biegung“.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert besteht die St.-Jakobus-Kirche von 1911.

Evangelische Kirche St. Jakobus, im neugotischen Stil 1911 errichtet

Die Evangelisch-lutherische Jacobus-Kirchengemeinde in Wieren wurde zum 1. Oktober 2011 mit der Evangelisch-lutherischen St.-Dionys-Kirchengemeinde Lehmke in Wrestedt zur Kirchengemeinde Lehmke-Wieren in Wrestedt vereinigt.[4] Sie gehört zur Region Süd-Ost des Kirchenkreises Uelzen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur sportlichen Betätigung gibt es den Turn- und Sportverein Wieren von 1921 e. V. (kurz: TuS Wieren), der in seinem Verein Angebote in den Bereichen Fußball, Turnen, Schwimmen, Tischtennis, Nordic Walking, Jazzdance und die Abnahme des deutschen Sportabzeichens für alle Interessierten anbietet. Eine weitere Abteilung bildet die Prinzengarde. Die Schwimmabteilung wurde mittlerweile in die Aktion Sommerbad Wieren e. V. (kurz: ASW) ausgegliedert, die seit 2006 auch das Sommerbad Wieren komplett in Eigenregie betreibt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Wieren liegt an der Amerikalinie genannten Bahnstrecke Stendal–Uelzen. Der Bahnhof ist ein Trennungsbahnhof, in dem die Bahnstrecke Braunschweig–Wieren in die Amerikalinie nach Uelzen mündet.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundschule Wieren bietet Klassen von der Vorschule bis zum vierten Schuljahr an.

Arbeitsgemeinschaft der Ortsgruppen der Landjugend Wieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landjugend Wieren bietet Jugendlichen aus Wieren und der Umgebung einen Freizeittreff jeden Freitagabend im Alter von 15 bis 30 Jahren. Es werden verschiedene Aktivitäten wie Aktionen zur Verbesserung des Gemeinwohls veranstaltet. So wurden im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend ein Quellteich und ein Sinneswandelpfad im Sommerbad Wieren angelegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Zubeil (1956–2004), Schriftsteller, wurde in Könau geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939, S. 265.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 238.
  3. Gesetz über den Zusammenschluss der Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt und über die Neubildung der Gemeinde Wrestedt, Landkreis Uelzen. Vom 13. April 2011
  4. Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers 5/2011, S. 213

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wieren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien